Tagesfahrt des Heimatvereins Schortens

Am Samstag 18. Mai findet der diesjährige Tagesausflug für Mitglieder und Gäste statt. Um 8 Uhr ist Abfahrt mit dem Bus vom Bahnhof Heidmühle zur ersten Station ins ehemalige Erzbergwerk Porta Damme, das am 31. März 1967 stillgelegt wurde, weil ausländisches Erz besser und billiger geworden war. Das Gelände gehört jetzt der Firma Paul Schockemöhle Logistik. Da noch viele Gebäude erhalten sind wurde 1912 eine Ausstellung mit großformatigen historischen Bildern und einem Film von der Arbeit unter Tage eröffnet. Gästeführer in historisch korrekter Bekleidung erklären die Geschichte der Eisenerzgrube und führen durch einen Teil des damaligen Betriebsgeländes.

Das Bild ist aus dem Internet und zeigt die beiden Gästeführer

In einem noch vollständig und gut erhaltenen Mannschaftsgang kann man den Weg der Bergleute von der Umkleide bis zur zugemauerten Abfahrt in die Tiefe verfolgen. Dies alles dauert etwa zwei Stunden. Anschließend gibt es ein reichhaltiges Mittagsbuffet. Eine Rundfahrt zum Dümmer See schließt sich an mit abschließender Einkehr bei Kaffee, Tee und Kuchen. Gegen 17 Uhr beginnt die Rückfahrt, Ankunft in Heidmühle ist gegen 18.30 Uhr. Alle Leistungen des Ausfluges kosten 49 Euro. Eine Überweisung dieses Betrages auf das Konto DE21 2826 2254 0210 1388 66 bei der Volksbank Jever gilt als Anmeldung. Ein Anruf bei Helga Meyer (Tel. 04423 6321) ist auch möglich. (Das Bild ist aus dem Internet und zeigt die beiden Gästeführer)

naturkundlicher Vortrag am 23.05.2019 durch Holger Freund

Thema: Kartoffelrose und Nadelkraut – Botanische Neubürger auf den Ostfriesischen Inseln – Gefahr oder Bereicherung

Holger Freund;  Carl von Ossietzky Universität Oldenburg; Institut für Chemie und Biologie des Meeres, AG Geoökologie, Schleusenstr. 1, 26382 Wilhelmshaven

Der globale Handels- und Reiseverkehr erleichtert es immer mehr Pflanzenarten, neue Lebensräume zu erschließen. Viele dieser so genannten Neophyten sind harmlos, richten keine Schäden an und fügen sich problemlos in die bestehende Umwelt ein. Verdrängen diese Arten einheimische Arten oder verändern sie die Lebensräume, so dass andere Arten beeinträchtigt werden, werden sie als invasiv bezeichnet.

Als stark angepasste Arten der Lebensräume Strand, Düne oder Salzwiese sind die Pflanzen der Ostfriesischen Inseln möglicherweise besonders gefährdet von solchen Lebensraumveränderungen bis hin zum völligen Lebensraumverlust. Das Vorkommen invasiver Neophyten ist dort seit den 2000er Jahren bekannt und dokumentiert. Im Zuge des Klimawandels könnten bereits eingewanderte bzw. einwandernde Arten in Zukunft womöglich noch verstärkt von veränderten Temperaturen und Niederschlägen profitieren und neue Lebensräume erobern. An ausgewählten Beispielen sollen zunächst natürliche Sukzession und Florenveränderungen generell aufgezeigt und beleuchtet werden, um dann auf konkrete Verbreitungsbeispiele und Geschichten einzelner Neubürger auf den Ostfriesischen  Inseln einzugehen.

Kartoffelrose in den Weißdünen auf Wangerooge
Schmalblättriges Greiskraut, ein botanischer Neubürger aus Südafrika (Foto M. Prinz)
Das Kaktusmoos, ein neues Moos aus der Südhemisphäre (Foto M. Prinz)

Klönabend am 4.April

Der Heimatverein Schortens lädt Mitglieder und Gäste am Donnerstag, den 4. April um 19 Uhr, zu einem interessanten Klönabend in den Friesenhof Heidmühle ein.
Bernd Grahlmann wird aus seiner Familiengeschichte und besonders von seinem Urgroßvater Jakob Grahlmann (1820-1886) und dessen nicht immer einfachen Verhältnis zum Schortenser Pastor berichten.
Der Vater unseres verstorbenen Heimatforschers Hans-Wilhelm Grahlmann war einer der Söhne des Jakob Grahlmann. Ferner wird Herr Grahlmann einen kurzen Ausflug in die Geschichte des Jeverlandes machen und dabei die Rolle der Kirche im historischen Jeverlandes betrachten.