Quelle: DER SPIEGEL 43/1991
Seit Wochen schon stehen sie am Eingangstor der neuen Hauptverwaltung von Daimler-Benz in Stuttgart. Sie wollen die Manager, die den Prunkbau mit dem Stern betreten, an ihr Schicksal erinnern – und an die Zusagen, die diese ihnen gemacht haben.
Das kleine, verzweifelte Grüppchen arbeitet normalerweise im Norden der Republik. Dort, im Werk Roffhausen bei Wilhelmshaven, stellt AEG Olympia, die Bürokommunikationssparte der Daimler-Tochterfirma AEG, elektrische Schreibmaschinen her.
AEG-Chef Heinz Dürr hatte noch kurz vor seinem Wechsel zur Deutschen Bundesbahn vor einem Jahr erklärt, das Werk Wilhelmshaven stehe „nicht zur Disposition“. Dieser Satz, unterstrich Dürr, der zugleich im Daimler-Vorstand saß, „steht ohne Wenn und Aber“. „Noch beim Aufräumen“ weiterlesen