Heimatverein gelingt Glücksgriff

PLATTDEUTSCH – Unterhaltsamer Abend im Bürgerhaus

SCHORTENS/OS – Richtig gemütlich wurde es am Donnerstagabend im Bürgerhaus: Der Heimatverein hatte anlässlich der Plattdüütsch-Week zu kühlen Getränken, bunten Geschichten und schwungvollen Aufführungen mit der Tanz- und Trachtengruppe aus Jever eingeladen. Ein Abend, der im Zeichen des friesischen Platt stand.

Peter Homfeldt gab sich alle Mühe, bei der Begrüßung zum „Plattdüütsch Abend“ seine Defizite beim Plattdeutschen zu kaschieren. Die Gäste bei der gut besuchten Veranstaltung honorierten das mit Applaus und sprachen ihm Mut zu: Nur stete Übung mache den Meister. Die Plattdüütsch-Week gibt es seit 2008. Alle zwei Jahre wird seitdem in einer Woche im September die Sprache mit zahlreichen Veranstaltungen im ganzen Landkreis Friesland in den Mittelpunkt gestellt.
In Schortens sorgen „De Plattsnackers“ sonst das ganze Jahr über für die Pflege des Plattdeutschen. Der Heimatverein hatte die Organisatoren dieser Runde, Christa Arntz, Hans-Jörg Beyer und Rudi Rabe, eingeladen, um mit vielen Beiträgen für einen lustigen Abend zu sorgen.
Ein Glücksgriff, wie sich schnell herausstellte. Rudi Rabe berichtete über die Bedeutung der plattdeutschen Sprache, griff die Veränderung vom alltäglichen Gebrauch bei jedermann bis hin zur Sprache, die im Verruf stand, für die niedrigeren Schichten zu stehen, auf. Christa Arntz und Hans-Jörg Beyer steuerten viele Geschichten aus dem täglichen Leben bei, mal in Prosa, mal gereimt, mal lustig und frisch, mal nachdenklich. Zwischendrin gab es viele schwungvolle Tänze der Trachtengruppe.
Und natürlich hatten die Besucher auch reichlich Gelegenheit, sich zu unterhalten. Und wie sollte es auch anders sein: Das passierte auch meist „up platt“.

Quelle: JeWo vom 27.09.2014

Wald Upjever in einem Spannungsfeld

VORTRAG Für Militär-Planer hat der Forst bislang keinerlei historische oder ökologische Bedeutung

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Streufert sieht gute Chancen für Renaturierung: Schon nach fünf Jahren würde ein Zustand erreicht, über den sich viele wundern.
UPJEVER/OS – Die historische Bedeutung des Forstes in Upjever brachte Revierförster Carsten-Friedrich Streufert in einem Vortrag den Mitgliedern des Heimatvereins Schortens nahe.
Peter Homfeldt vom Vorstand begrüßte den Fachmann und rund 50 Besucher, die sich für die Geschichte des Waldes interessierten und sich im Anschluss an den Vortrag auch über die Möglichkeiten der Renaturierung von Flächen erkundigten, die im Laufe der Jahre für den Bau und die Erweiterung des Fliegerhorstes hatten aufgegeben werden müssen.
Streufert stellte in seinen Vortrag „Upjever – Ein Wald im Spannungsfeld zwischen Politik und Militär“ dar, dass der Forst von Beginn an ein wechselhaftes Schicksal erlebte. Immer ging es hier um militärische Präsenz. Nie aber sei das Thema so aktuell gewesen wie heute, meinte er.
Erst vor wenigen Wochen war wie berichtet der Flugplatz entwidmet worden, schon länger waren keine Maschinen mehr gelandet.

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Die Bürger wollen ihren Wald zurück

Aktionsbündnis Pläne zur Renaturierung stoßen auf große Resonanz

Der Plan ist kühn und ambitioniert, trifft aber wohl genau ins Schwarze: Nachdem der Fliegerhorst Upjever als Flugplatz entwidmet ist und als solcher auch nicht mehr genutzt wird, wollen Bürger einen Teil des Geländes zurückhaben und es wieder zum Herzstück des Waldes machen. Dabei soll die historische Jeversche Allee vom Schloss Jever zum Forsthaus Upjever wieder komplett hergestellt werden.

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Sichtlich erfreut und überrascht zeigten sich die Initiatoren des neu ins Leben gerufenen Aktionsbündnisses „Upjever lieb ich!“, über den Zuspruch ihrer ersten öffentlichen Veranstaltung zu ihrem ehrgeizigen Plan, die alte Jeversche Allee wieder herzustellen und einen Teil des inzwischen entwidmeten Flugplatz Upjever wieder aufzuforsten. Mehr als 150 Bürger aus Schortens und den umliegenden Gemeinden hatten sich eingefunden und zeigten mit ihrem Beifall, dass das Bündnis offensichtlich einen Nerv getroffen hat.

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