Vereinsgeschichte

2. August 2009
Von

Teil 1 von Erhard Harms, 1979

In den Sommertagen des Jahres 1929 fassten einige Schortenser Bürger den Entschluss, ihre Erkenntnisse über Entwicklung, Geschichte und Landschaft der Gemeinde Schortens zu sammeln, gegenseitig auszutauschen und interessierten Kreisen zugängig zu machen. Angeregt durch archäologische Funde und historische Nachrichten aus der Umgebung und das Vorhandensein mittelalterlicher Gebäude und Plätze, hatte es zur Bildung eines Freundeskreises der Altertümer der Gemeinde Schortens geführt.

»Erforsche die Wiegenzeit, die Geschicke, die Taten deines Volkes und deiner Stadt, denn es ist schimpflich, in seinem Vaterlande ein Fremdling zu sein«

dieses Zitat eines römischen Gelehrten war der Leitspruch jener Heimatfreunde, die sich zum ersten Mal am 10. Juli 1929 in der Gastwirtschaft Warntjen, Heidmühle, trafen.

Landwirt Ahrens, Feldhausen
Eisenbahnoberinspektor a.D. Bock, Kloster
Hauptlehrer a.D. Eden, Heidmühle
Pastor Engelbarts, Schortens
Heimatforscher Georg Janssen, Sillenstede
Schriftsteller Irps, Heidmühle
Dr. med. König, Heidmühle

Mittelpunkt und eifriger Organisator war aber bald der am 5. März 1869 in Rüstringen geborene Eisenbahnpensionär Karl Bock. Ihm ist es zu verdanken, dass eine arbeitsfähige Gruppe entstand und dass zielstrebige Arbeit geleistet wurde. Ein sorgfältig geführtes Protokollbuch aus jener Zeit liegt noch vor.

Karl Bock wohnte am Johannisweg, nahe am Klosterpark. Vielleicht hat die Nähe dieser historischen Stätte ihn besonders für seine intensive Heimatarbeit inspiriert. Ihm verdanken wir unzählige Nachforschungen, die noch heute vielfach Grundlagen unserer heimatkundlichen Betätigung sind. Er führte auch die ersten heimatkundlichen Veranstaltungen durch. Er rettete manches örtliche Brauchtum vor der Vergessenheit und setzte sich selbstlos für die Erhaltung der historischen Stätten der Gemeinde Schortens ein. Um ihn scharte sich fast die gesamte Lehrerschaft der Gemeinde, und gute Beziehungen zum großen Sillensteder Heimatforscher Pastor Carl Woebcken waren bald geknüpft. Georg Janßen, Sillenstede, war ein regelmäßiger Gast der Schortenser.

hv-gesch 1 Die Erinnerung an das »Güstkinnelbeer« wurde aufrecht erhalten und bald zum Jahresfest der Heimatfreunde erhoben. Im »Grünen Wald« Addernhausen zählte man nicht selten hundert Gäste aus nah und fern zu diesem gemütlichen Brauchtumsfest.
Dass der Wolfsgalgen, der Lübbenstein und vieles andere in Schortens erhalten blieben, ist diesen aktiven Heimatfreunden der ersten Jahre zu danken. Monatlich einmal versammelte man sich zu einem Vortrag, der vielfach von einem Mitglied erarbeitet war, oder führte eine Besichtigung durch. Kirchen, Schlösser der Umgebung, die Insel Mellum und sogar die jetzt verschwundenen Oberahnischen Felder in Jadebusen waren Ziele von Exkursionen. Und dabei wurde lebhaft gefachsimpelt.
Die alten Schulmeister wussten ja in der Heimat Bescheid und gaben dieses Wissen weiter. Noch heute erinnern sich ältere Bürger der Gemeinde an ihren Heidmühler Lehrer Johann Eden, der eifrig alle alten Flurnamen der Umgebung sammelte und 1930 auf vielen Schreibmaschinenseiten in einem Heft zusammenstellte.

Ohne diese mühevolle Arbeit wären heutzutage sicherlich viele Namen nicht mehr bekannt. Wer davon noch ein Exemplar besitzt, kann sich glücklich schätzen. Die baulichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte haben das Gesicht der Gemeinde vollkommen verändert und die alte Landschaft überdeckt und vergessen gemacht. Zahlreiche andere Erinnerungen haben diese heimattreuen Idealisten jener Tage hinterlassen, und dafür sind alle Heimatfreunde heute dankbar.

Der Krieg und der Tod von Karl Bock am 5. Mai 1941 ließen für ein Jahrzehnt die Arbeit erlahmen. Bis zum Ende einer Konsolidierungsphase nach dem zweiten Weltkrieg hielt der jetzige Museumsleiter Hans Wilhelm Grahlmann das heimatkundliche Gedankengut in Verwahrung und Ehren. Er war Ehrenmitglied des Heimatvereins Schortens und wurde im Februar 1973 auf Antrag des Vereins mit dem niedersächsischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Anfang 1956 kahm auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Emil Martsfeld wieder ein Kontakt zwischen den ehemaligen Freunden zustande.

Eine erste Versammlung im Januar 1956 führte zur Neugründung der Gemeinschaft. Man wählte den Namen Heimatverein Schortens«, und der Hauptlehrer Hermann Mönning wurde 1. Vorsitzender.

Laut der noch heute in Kraft befindlichen Satzung bestanden die Hauptziele des Vereins darin, die Liebe zur Heimat zu wecken, sie zu pflegen und zu bewahren. Das Heimat-und Landschaftsbild soll erhalten, die plattdeutsche Sprache und das niederdeutsche Gedankengut und Brauchtum hochgehalten werden.

Ferner gelte es, das kultur- und siedlungsgeschichtliche Bild der Gemeinde und die wirtschaftliche Entwicklung dieses Raumes zu erforschen und für die Nachwelt schriftlich zu fixieren.

Der Schirmherr des Vereins soll immer der jeweilige Bürgermeister sein. Wahrlich große Aufgaben für einen Verein, wie die Presse damals schrieb.

Als besondere Aktivität dieser Neugründung ist die 400-Jahr-Feier des Ortsteiles Heidmühle im August 1961 hervorzuheben. Nach sorgfältiger Vorbereitung und in Zusammenarbeit mit der damaligen »Volksbühne Oestringen« wurde der Tatsache gedacht, dass vor 400 Jahren, also 1561, eine alte Mühle vom Braunen Berge hinter dem Kloster Östringfelde auf die Reste einer alten Schanze in die Heide versetzt wurde.

Auf dem Platz dieser alten Mühle in der Heide wurde dann die Ortschaft Heidmühle heute das geschäftliche Zentrum der Stadt Schortens.
Eine Festversammlung, die Freilichtaufführung des Windmühlenstückes: »Un de Wind weiht vergewens« sowie eine heimatkundliche Ausstellung im Park der VHS waren die Höhepunkte dieser Feierlichkeiten.

Seit 1965 bildete sich ein Kreis aktiver Heimatfreunde mit der Absicht, die Arbeit von Karl Bock fortzusetzen. Sie kamen zunächst privat zusammen. Im Jahre 1969 wurde dieser Kreis dem Heimatverein Schortens unter dem Namen »Heimatkundlicher Arbeitskreis angegliedert und in diesem Verbund bildeten sich zwei weitere Arbeitsgemeinschaften, der Naturkundekreis und ein plattdeutscher Kreis. Die Tätigkeit des Vereins wurde dadurch allmählich aktiviert.

In Zusammenarbeit mit der VHS im Dorfgemeinschaftshaus Schortens übernahm der heimatkundliche Arbeitskreis die Ausrichtung plattdeutscher Heimatabende unter Mitwirkung kulturell tätiger Vereine und plattdeutscher Autoren.

So kamen Rudolf Kinau, Christian Holsten, Heinrich Diers, Thora Tliyselius und Hein Bredendiek nach Schortens. Man knüpfte Verbindungen zu wissenschaftlichen Fachkräften und von dort kamen Dr. Marschalleck, Dr. Reinhardt und Dr. Steffens in den Kreis und hielten Fachvorträge.

Heute führt man durchschnittlich eine Veranstaltung im Monat durch. Es werden Vorträge, Exkursionen und Ausflüge geplant und durchgeführt. Hilfsmittel, wie Bücher, Urkunden- und Kartenmaterial, Foto, Dia, Film- und Tonträger werden weitgehend eingesetzt. Themen und Zielvorstellungen bewegen sich entsprechend der in der Satzung vorgegebenen Aufgabenstellung. So wurde im Rahmen von Exkursionen nahezu der ganze Gemeindebereich erschlossen. Ausflüge führten zu den meisten interessanten Zielen Oldenburgs und Ostfrieslands. Mehrtägige Reisen, zum Teil Auslandsreisen, dienten zum Kennen- lernen von Landschaften, Land und Leuten. Dabei wurden, wie zum Beispiel in jüngster Zeit in der Schweiz, Freundschaften geschlossen und zu Gegenbesuchen angeregt. Forschungsaufgaben, wie zum Beispiel Ausgrabungen und Sicherung von archäologischen Fundgütern wurden tatkräftig unterstützt, die Erhaltung von Bau- und Bodendenkmälern mit erheblichen Hilfeleistungen gefördert.

Die überregionale Verbindung des Vereins ist durch Mitgliedschaften in der Ostfriesischen Landschaft und der Oldenburgischen Land­schaft gewährleistet. Zur wissenschaftlichen Seite besteht die Verbindung durch eine Mitgliedschaft im Marschenrat.

Die Zahl der Mitglieder war in den letzten zehn Jahren durch eine ständig steigende Tendenz gekennzeichnet. 1968 waren 216 Bürger Mitglied des Vereins.

Die Jahre von 1969 bis 2004

Teil 2 von Georg Schwitters, 2004

Der frühere Vorsitzende Erhard Harms schrieb den Abriss der Vereinsgeschichte zum 50jährigen Jubiläum des Heimatvereins im Jahre 1979. Seither ist wieder ein Vierteljahrhundert vergangen, und die Fülle der Ereignisse verlangt eine Fortschreibung. Dabei ist Vereinsgeschichte immer auch die Geschichte von den Menschen, die den Verein führen und denjenigen, die ihn durch ihre Aktivitäten mit Leben erfüllen.

Wie wohl kein anderer hat Erhard Harms in den 17 Jahren seines Vorsitzes den Heimatverein Schortens geprägt. Vom Menschen her eher derjenige, der zu intensiver, schon wissenschaftlich zu nennender Forschungsarbeit -die er selbst in Bescheidenheit immer schlicht als »Heimatkunde« bezeichnet- neigt, lässt er einen großen Drang erkennen, Heimatkunde in Heimatpflege umzusetzen. Dazu benutzte er sein Amt.

Mit zielsicherem Engagement ging er 1969 sofort daran, den Heimatverein in seinen Strukturen so zu verändern, dass dieser ein arbeitsfähigeres Organ für die Heimatpflege wurde. Er schuf Arbeitskreise für die verschiedenen Aufgabenbereiche entsprechend der Satzung und suchte dafür aktive Mitstreiter.

Dem heimatkundlichen und naturkundlichen (beide 1969) folgten im Laufe der Zeit der plattdeutsche Arbeitskreis (1975), zwei Arbeitskreise für die Vereinsfrauen »Klönen un Warkeln I und II«, die Plattdeutsche Singgruppe und ein Instrumentalkreis (alle 1982).

Diese Arbeitskreise waren auch verantwortlich für die Gestaltung der einzelnen monatlichen Veranstaltungen innerhalb des Jahresprogramms, wobei Unterstützung und Zusammenarbeit mit anderen örtlichen oder regionalen kulturellen Einrichtungen gesucht wurden. Die Kooperation von heimatkundlichem Arbeitskreis (Leitung: Erhard Harms) und Volkshochschule (Leiter: Heimatfreund Paul Bräuer) zu Anfang der 70er Jahre war besonders fruchtbar und hat nicht unerheblich zur Kulturarbeit in Schortens beigetragen, sei es durch platt- deutsche Heimatabende oder wissenschaftliche Vorträge. Die Arbeitskreisleiter richteten auch mehrere Fahrten im Jahr aus.

Seit Anbeginn hat der HVS eine seiner eigensten Aufgaben in der Boden- und Baudenkmalpflege gesehen, der er aber in der Ära Harms mehr als gerecht wurde. Hier sind vor allem vier Objekte zu nennen: mittelalterliches Gräberfeld von Schortens (hier halfen die Heimat- freunde bei Grabungsarbeiten von 1972 bis 1974), Autobahnbaustelle (hier wurden durch ständige Begehung in den Jahren von 1973 bis 1976 etliche archäologische Funde geborgen), Klosterruine und Klosterpark (ihre Pflege wurde in den 80er Jahren mit mehreren Aktionen unterstützt). Am intensivsten waren jedoch die Bemühungen um die Erhaltung der Accumer Mühle in den Jahren 1977 bis 1986 (Jahr des Erwerbs durch die Gemeinde), sie reichten von handwerklichen Arbeiten der Heimatfreunde über Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes und groß angelegte Spendenaktionen bis zur begleitenden Aufsicht der Baumaßnahmen.

Erhard Harms wurde »in Anerkennung seiner für das Oldenburger Land als Heimat- und Bodendenkmalspfleger erworbenen Verdienste« im Jahre 1979 mit der goldenen Anton-Günther-Gedenkmedaille der Oldenburgischen Landschaft ausgezeichnet.

Ein weiterer Heimatfreund, der die Geschicke des HVS deutlich mitgestaltete, war Günther Haupt. Er wurde 1974 aktiv, übernahm 1975 die Leitung des Heimatkundekreises und entlastete Harms, so dass der den im selben Jahr gegründeten Arbeitskreis »Plattdüütsch Heimat« leiten und sich zunehmend auch dem Arbeitskreis Naturkunde widmen konnte.

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Bild 2: Der Vorsitzende Erhard Harms ernennt 1986 Heimatfreund Fritz Bentlage, seit 1956 im HVS, zum Ehrenmitglied

Ab 1977 führte Haupt fast jährlich eine Mehrtagesfahrt durch, 1978 übernahm er weiterhin das Amt des 1. stellvertretenden Vorsitzenden. Beide Heimatfreunde ergänzten sich, manchmal auch ein wenig rivalisierend, in der Arbeit zum Wohle des Vereins bis zum fast gemeinsamen Ausscheiden aus dem Vorstand 1986 (Harms) bzw. 1987.

was die Heimatforschung anging, so ist zu konstatieren, dass mehr oder weniger jeder Heimatfreund für sich arbeitete. Aber sie vermittelten den übrigen Vereinsmitgliedern ihre Ergebnisse und ihr Wissen durch ihre eigenen Vorträge

und die vielen Exkursionen. Für die Öffentlichkeit wurden Informationstafeln an einigen historischen Stätten angebracht. Publiziert wurden zwei Bildbände über Schortens (198 1 und 1982) und von 1978 bis 1984 heimatkundliche Beiträge in der Beilage »Friesische Heimat« des Jeverschen Wochenblatts.

Der Generationenwechsel im Vorstand -nur Hilde Thaden blieb als Schriftführerin – wurde auf der Jahreshauptversammlung 1987 vollzogen.
Gemäß dem Wahlspruch der ersten Heimatfreunde »Treulich wahrend Väter Erbe« war Kontinuität im Wechsel die Richtschnur des Handelns im neuen Vorstand.
Das betraf zunächst die Vereinsstrukturen. Vieles ging in gewohnter Weise weiter: die noch bestehenden Arbeitskreise (die AK Naturkunde und Plattdüütsch hatten sich 1983 aufgelöst, und ein AK Familienkunde hatte sich 1985 mit dem Ziel der Erstellung eines Ortssippenbuches gebildet) wurden weitergeführt.
Auch der Fahrtenleiter Günther Haupt stand weiter zur Verfügung. Die Gestaltung des Jahresprogrammes orientierte sich an den Vorjahren. Allerdings bestand eine wesentliche Neuerung darin, dass die Durchführung der monatlichen Veranstaltungen nicht mehr den Arbeitskreisen obliegt, sondern von den Vorstandsmitgliedern geleistet wird.

Auch inhaltlich wurde an die alten Bemühungen um die Heimatkunde und Heimatpflege angeknüpft, unter den Herausforderungen, die jede Zeit mit sich bringt. Eine solche ergab sich gleich am Anfang. Da die Mühlenscheune in Accum vollends verfiel, strebte die Gemeinde als Eigentümerin die Restaurierung an, suchte aber einen Partner. um das Mühlenensemble zu nutzen und instand zu halten. Der HVS reagierte darauf mit der Einrichtung eines »AK Accumer Mühle«, der, von 1987 bis 2004 vom damaligen 1. stellvertretenden Vorsitzenden des HVS Dieter Mögling geleitet, sich bis heute sehr erfolgreich für den Bestand der wieder voll funktionsfähigen Mühle eingesetzt hat. Allerdings wurde der AK 1993 aus wirtschaftlichen Gründen ein selbständiger Verein. Die Veränderungen bei den übrigen Arbeitskreisen wird an anderer Stelle beschrieben.

Im »Heimathuus« befindet sich auch eine kostbare Ostdeutsche Sammlung mit Exponaten der früheren ostdeutschen Provinzen.

Eine Stiftungsgründung sichert ihren Bestand. Die Aufgabe, das Bewusstsein von der Herkunft vieler Schortenser Familien auch zukünftig zu bewahren, wurde mit Zustimmung aller Mitglieder im Januar 2004 in die Satzung aufgenommen. Der Gemeindepartnerschaftsvertrag mit Peterswaldau in Schlesien wird sicher einerseits zu diesem Ziel beitragen, andererseits die Verständigung zwischen den Völkern im Haus Europa fördern.

Um dem HVS eine rechtlich einwandfreie Stellung auch als Vertragspartner zu verschaffen, wurde er 1989 ein eingetragener Verein. Um ihn erkennbar zu machen, wurde 1992 der Wolfsgalgen als Vereinsemblem eingeführt, es steht symbolisch für die ersten Aktivitäten der »Freunde des Altertums der Gemeinde Schortens«.
Die Verkehrs- sprachen im HVS sind Hochdeutsch und Plattdeutsch. Zur Unterstützung des Plattdeutschen ist der Verein 1987 dem SPIEKER -Heimatbund für niederdeutsche Kultur e. V. bei- getreten.
Er pflegt darüber hinaus die Kontakte zu anderen Heimatvereinen in der AG Friesländische Heimatvereine und der AG der Heimat- vereine im Kreis Wittmund. Die o.g. Vereinigungen sind um so wichtiger, als die Tagungen der AG der Heimatvereine in der Oldenburgischen Landschaft zum Erliegen gekommen sind. Dennoch bleibt die Mitgliedschaft in der Landschaft wichtig, ebenso im Marschenrat und in der Ostfriesischen Landschaft.

Der HVS publizierte in seiner Heimatkundlichen Schriftenreihe von 1989 bis heute sechs Bücher. Ein Forum für ortsgeschichtliche Beiträge bieten die vierteljährlichen Gemeindebriefe der evangelischen Kirche Schortens ab I/1999.

Zum Schluss seien dem Vorsitzenden, der sein Amt nach 18 Jahren abgeben wird, einige Bemerkungen zur Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schortens erlaubt: Der Heimatverein hat in der Gemeinde traditionellerweise einen -auch nötigen -Förderer. Dies haben wir immer dankbar aufgenommen.

Ein Sorgenkind der Heimatfreunde ist allerdings immer noch die Klosterruine. Obwohl im Winter 1989/90 von Grund auf restauriert, verfällt sie wieder, weil die Restauration nicht zum erforderlichen Abschluss gebracht wurde. Die Vorstellungen des HVS liegen vor.

Ein zweites: Wir brauchen ein historisches Gemeindearchiv, weil sonst wichtige und wertvolle Dokumente von Privatpersonen, die nur einer solchen Einrichtung anvertraut werden, verloren gehen.

Die Jahre von 2004 bis 2009

Teil 3 2009

Im Mai 2005 übernahm danach Alfred Amman die Leitung der Heimatfreunde von Georg Schwitters.

Seit Januar 2009 nicht mehr im Vorstand ist der langjährige zweite Vorsitzende Franz Cornelius, der sein Amt ebenfalls aus Altersgründen zur Verfügung stellte und anregte, weitere Ideen zu entwickeln, um den Heimatverein weiter für jüngere Leute interessant zu machen. Er regte die Gründung einer Volkstanzgruppe an.

In seiner Bilanz auf das zurückliegende Jahr 2008 sprach Amman mehrfach den plötzlichen Tod Bogedan Grahlmanns an, der über viele Jahre das Heimathaus an der Jadestraße geführt und Ausstellungen organisiert hat. „Er fehlt uns an allen Ecken und Enden“, sagte Amman.

Nach gut einem halben Jahr Unterbrechung soll das Heimathaus mit der ostdeutschen Sammlung allerdings in Kürze wieder öffnen. Zudem ist eine Ausstellung in Vorbereitung, die sich mit der Geschichte von Schortens auseinander setzt und den Bogen spannen soll von ersten mittelalterlichen Besiedlungen über den Kirchbau zu Schortens im 12. Jahrhundert bis hin zur Entwicklung der kommunalen Grenzen im 19. Jahrhundert.

Mit nach wie vor mehr als 200 Mitgliedern Ende 2008 ist die Mitgliederentwicklung sehr positiv, sagte Amman. Er freute sich, dass unter den neuen Mitgliedern viele Paare mittleren Alters seien.

Deutlich verjüngt präsentiert sich der Heimatverein Schortens im Januar 2009: Nicht nur, dass mit der Mittvierzigerin Gabriele Böhling jetzt eine Vorsitzende den Verein führt, die rund 30 Jahre jünger ist als ihr Vorgänger Alfred Amman. Böhling kündigte zudem an, den Verein weiter verjüngen und neue Ideen umsetzen zu wollen.

Zum erweiterten Vorstand gehört nun auch die 25-jährige Regina Rüdebusch, die erst seit einigen Monaten jüngstes Mitglied im Verein ist. Die junge Doktorandin aus Varel hat maßgeblichen Anteil am Aufbau der Olympia-Ausstellung des Heimatvereins auf dem TCN-Gelände in Roffhausen und wird das kleine Museum zur Industriegeschichte im Nordwesten auch führen und inhaltlich weiter begleiten.

Bei der Festveranstaltung zum 80-jährigen Jubiläum des Heimatvereins Schortens im voll besetzten Bürgerhaus vermeldete die Vorsitzende schon wieder eine Steigerung der Mitgliederzahlen.

Seit Anfang des Jahres hat der Verein einen rapiden Mitgliederzuwachs um 50 Prozent erlebt. „Mir ist um eine gute Zukunft für den Heimatverein nicht bange“, erklärte Gabriele Böhling, die Anfang 2009 den Vorsitz übernommen hat.

Alfred Ammann, langjähriger Erster und seit Anfang des Jahres stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins Schortens, gibt sein Amt und die Leitung seines Lebenswerkes, der Olympia-Ausstellung in Roffhausen im September 2009 auf, arbeitet aber weiterhin aktiv an der Ausstellung und um Heimatverein Schortens mit.

Nachfolger in der Betreuung der Schau auf dem TCN-Gelände wird Hans-Jürgen Mrotzek, neuer 1. Vorsitzender wird der 43 jährige Michael Kunz.

Im Dezember 2009 zählt der Verein über 300 Mitglieder und verfolgt weiterhin ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Quelle der Teile 1 und 2 ist die Festschrift und das Heimatbuch “75 Jahre Heimatverein Schortens 1929 – 2004

Zeittafel von Daten zur Vereinsgeschichte

10.06.1929

“Erste Versammlung” von sieben aktiven Heimatkundlern auf Initia- tive und unter der Leitung von Karl Bock in der Gastwirtschaft Warntjen, Heidmühle. Vortrag von Johann Eden: “Über Orts- und Flurnamen der Gemeinde Schortens, sowie Siedlungsgeschichte, Teil I”

bis Nov. 1931

29 “Versammlungen”: Vorträge, Führungen, Lesungen; zwischen 10 -20 Teilnehmer

Nov. 1931

Errichtung des Wolfsgalgens und Einweihungsfeier = erstes Güstkindelbeer

08.06.1932

Erste große Wanderfahrt mit dem “Automobilomnibus Pekol”: Durch das Jeverland

Sommer 1932

Noch drei Fahrten zu Zielen im Jeverland

09.11.1932

Großes zweites “Güstkindelbeer”

01.07.1933

Erster Ausflug nach Mellum, danach drei weitere in den Jahren 1934, 1935 und 1937

Sommer 1933

Ausgrabungen bei der Klosterruine Oestringfelde durch die Aktiven

11.04.1934

Wegen des nationalsozialistischen Zwanges zum Zusammenschluss der Heimatvereine wurde die Wahl eines Vorsitzenden notwendig: Karl Bock

18.11.1934

Neueinweihung des “Heiligtums Oestringfelde” “unter großer Beteiligung aus dem ganzen Jeverlande” und anschließend 4. Güstkindelbeer im Gasthof Schütt

23.10.1935

Besprechung wegen “Eintritt in N.S. Kulturgemeinde”

Sommer 1936

Vorstellung einer “Schale zur Benutzung beim Güstkindelbeer mit silbernem Löffel und Löffelhalter”, eines Geschenkes von Sanitätsrat Dr. Schmeden, Oldenburg

24.09.1936

“Besprechung über eine Liebhaber-Bühne”

21.04.1937

Die 95. und letzte monatliche Versammlung: “Klärung einer Unstimmigkeit zwischen den Freunden und der Volksbühne”

20.06.1937

Letzte Fahrt “der Freunde” nach Mellum

27.11.1938

Letztes Güstkindelbeer bis 1956

20.01.1956

Griindungsversammlung (Wiedergründung),
16 Teilnehmer:
Hermann Mönning, Jungfernbusch; Hans Mönnich, Ostiem; Johannes Hartmann, Schortens; Hans Wilhelm Grahlmann, Schortens; Hedwig Janßen, Lebensborn; Hilda Arntz, Schortens; Hans Hayen, Feldhausen; Theodor Bretting, Feldhausen; Emil Martsfeld; Addernhausen; Gerd Frerichs, Schoost; Hans Luths, Ostiem; Herbert Grützmacher, Östringfelde; Friedrich Schultze, Östringfelde; Erich Peters, Jungfernbusch; Franz Cornelius Sen., Heidmühle; Bernhard Hayen, Feldhausen; Vorsitzender: Hermann Mönning

17.11.1956

Erstes Güstkindelbeer nach dem Kriege im Gasthof Warntjen

01.02.1957

Nachwahl eines neuen Vorsitzenden: Hans Luths

12.01.1961

Übernahme der Treuhänderschaft der Stiftung “Bauvorhaben der Heidmühler Mühle”

18. -20.08.1961

Durchführung der 400-Jahrfeier der Ortschaft Heidmühle

25.04.1969

Heimatabend “Von Waterkant und See” mit Rudolf Kinau

16.06.1969

Wahl eines neuen Vorstandes, Vorsitzender: Erhard Harms

01.11.1969

Güstkindelbeer mit Artur Eden, Sillenstede und Heinrich Hohnholz, Jever

08.05.1970

Heimatabend mit den Vertriebenenverbänden: “Vom Schlesierland zum Nordseestrand”

20.06.1970

Tagesfahrt: Durch den Hümmling; danach jährlich eine Tagesfahrt

07.11.1970

Güstkindelbeer mit Thora Thyselius, Brake; Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Hauptlehrer Hans Luths “für seine Verdienste um Lied, Sprache und Brauchtum”

23.04.1971

Plattdeutscher Heimatabend “Van Land un Lü” mit Christian Holsten

13.11.1971

Güstkindelbeer unter dem Motto “40 Jahre Wolfsgalgen”; Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an den Museumsleiter Hans Wilhelm Grahlmann, Schortens für seine Verdienste um die Erforschung der Schortenser Heimatgeschichte

17.03.1972

Plattdeutscher Heimatabend “Van Land un Lü” -”Wat sick dat Volk vertellt” -mit Heinrich Diers

08.12.1972

Lichtbildervortrag: Dr. Karl Marschallek “Normannen, Wikinger und Friesen”

31.03.1973

Heimatabend “Van Land un Lü” mit Karl Bunje

01.07.1973

Tagesfahrt ins holländische Friesland

25.10.1973

Archäologische Funde aktiver Vereinsmitglieder beim Autobahnbau im Bereich Hiddels

14.12.1973

Archäologische Ausstellung mit Mag. Hartmut Rötting “Waffen, Gräber und Keramik” im Dorfgemeinschaftshaus

März 1974

Gründung des naturkundlichen Arbeitskreises neben dem heimatkundlichen Arbeitskreis

22.03.1974

Heimatabend “Binnenland und Waterkant” mit Hein Bredendiek

1974

Archäologische Grabungen Gräberfeld Schortens (Plaggestr.)

11.10.1974 Mühlstein der Heidemühle von Aperberg nach Heidmühle zurückge- holt, im Dezember mit Tafel versehen.

25.10.1974

Siedlungsfunde auf der Dorfwarf Accum

17.11.1974

Vortragsabend mit Fritz Siedel, Sande: “Vogelwelt im Nordwest-deutschen Küstenraum”

09.12.1974

Vortrag Mag. Hartmut Rötting: “Aus der bisher unbekannten Schortenser Geschichte des 6.-12. Jahrhunderts” und Eröffnung der Ausstellung von Funden aus dem Schortenser Gräberfeld

06.05.1975

Gründung des “Plattdeutschen Kreises” zur Pflege unserer Muttersprache; ab jetzt jährlich vier Veranstaltungen dieses Kreises, davon ein Theaterbesuch

17.06.1975

Exkursion in das Jeverländer-Ostfriesische Grenzland -Nobiskrug; danach jährliche Exkursion am Tag der deutschen Einheit

1975 -1976

Archäologische Funde von aktiven Vereinsmitgliedern beim Autobahnbau im Bereich Abbickenhausen und Ostiem

08.11.1975

Güstkindelbeer mit Gustav Ehlers, Dirk Heinrich und Dieter Mammen

14.10.1976

Dia-Vortrag von Erhard Harms “Großbaustelle Ostiem-Roffhausen”

Dez. 1976

Theaterfahrt zur August-Hinrichs-Bühne, Oldenburg

03.05.1977

Aufstellung eines Gedenksteins auf dem frühmittelalterlichen Gräberfeld Schortens, Grundstück Onnen, Plaggestr., danach Bronzeplatte angebracht

28. -31.05.1977

Erste Mehrtagesfahrt: Schleswig-Holstein; danach eine jährliche Mehrtagesfahrt

Sommer 1977

Arbeitsaktion zur Erhaltung der Accumer Mühle, seitdem jährliche Besichtigung; Beteiligung am Festumzug zum Jubiläumskramermarkt

02. -10.07.1977

Ausstellung “800 Jahre Sillenstede” im Ev. Gemeindehaus in Sillenstede

08.07.1977

Archäologische Funde in Sillenstede

August 1977

Erneuerung des “Vreschen Pals” bei Conneforde

Sept. 1977

Instandsetzung des “011 GrisM-Steines am Knyphauser Wald

28.09.1977

Einweihung des zum fünften Male errichteten Wolfsgalgens

Dez. 1977

Sillensteder Heimatstube (im alten Rathaus) in Betrieb genommen

26.04.1978

Funde frühmittelalterlicher Keramik im Bereich des Schortenser Friedhofs

02.05.1978

Erster Beitrag in der Heimatbeilage des JW “Friesische Heimat”, bis 1984 13 Beiträge

04. -16.05.1978

Studienfahrt: Auf den Spuren der Friesen in die Schweiz

1978

Archäologische Beobachtungen beim Autobahnbau im Bereich “Preußischer Adler” und Bohrungen beim Stinktief (Leylecker Hörn); Entwurf eines Wanderwegenetzes

15. -18.06.1979

Gegenbesuch der eidgenössischen “Hornussergesellschaft Grünenmatt” in Friesland

06. -08.07.1979

Jubiläumsveranstaltungen zum 50jährigen Bestehen unseres Vereins; “Arbeitsgemeinschaft der Heimatvereine in der Oldenburgischen

Landschaft” zu Gast

Sommer 1980

Vom HVS initiierte Maßnahmen zur Erhaltung der Anlage “Klosterpark Östringfelde, Übergabe einer bronzenen Informationstafel über die Klosteranlage an die Gemeinde;

Untersuchungen und Funde (Keramik) an der Autobahn bei Schleepens, Loppelt, Dollstraße; Bohrungen;

Heimatverein “Boje” aus Wilhelmshaven zu Gast: Führungen zu Sehenswürdigkeiten in Schortens

08.11.1980

Güstkindelbeer: Ehrung der treuen Mitarbeiter Fritz Bentlage, Max Scherf, Rudolf Marken

30.01.1981

Ehrung der langjährigen Mitglieder, 50 Jahre: Hans Wilhelm Grahlmann; über 25 Jahre: 14 Mitglieder

07.11.1981

Güstkindelbeer: Vorstellung des Bildbandes “Schortens in historischen Bildern”

29.04.1982

Erste Vorstandssitzung im Rathaus-Pavillon, in dem die Gemeinde dem HVS einen Raum zur Verfügung gestellt hat; zweiter Raum ab September 1982

24.08.1982 Gründung der Arbeitskreise “Klönen un Warkeln” (I und II), plattdeutsche Singgruppe “Lied und Gesang”, “Instrumentalgruppe”

26.11.1982

Vorstellung des zweiten Bildbandes: “Schortens, eine Gemeinde in Wort und Bild” bei einem Tee- und Klönabend

Sept. 1983

Aufstellung von Findlingen mit bronzenen Informationstafeln in Grafschaft und Moorsum

1984

Hilfestellung bei der Erfassung der vorgeschichtlichen Denkmale in Schortens durch das Institut für Denkmalspflege in Hannover

Herbst 1984

Pflanzaktion Klosterpark: 2.500 Krokusse

03.11.1984

Güstkindelbeer: Vortrag des neuen “Schortensliedes” von und durch Mine Scherf

Jan. 1985

Gründung des Arbeitskreises “Familienkunde”

25.01.I985

Mitgliederversammlung: Übernahme einer Spende der Gewinngemeinschaft der Banken-Raiffeisenbank Jever -über DM 10.000,– für die Sanierung der Accumer Mühle

April 1986

Beginn mit der Erfassung und Kartierung der Flora im Klosterpark in Zusammenarbeit mit der Gemeinde

18.04.1986

Vortragsabend zum Jubiläum “425 Jahre Heidmühle”; Fritz Bentlage Sen. wegen seiner Verdienste um die Mühlenarbeit zum Ehrenmitglied ernannt

08.11.1986

Erstes Güstkinnelbeer in Roffhausen: Begrüßung des neuen amtierenden Schirmherren des HVS, Bürgermeister Peter Torkler

Jan. 1987

Erwerb der zwei großen Gemälde von Ludwig Jürgens .”Die Bockwindmühle Heidmühle”, “Das Kloster Östringfeldem

06.02.1987

Vorstandsneuwahlen: Vorsitzender Georg Schwitters

20.03.1987

Erstmals plattdeutscher Abend zur Ehrung der Sieger im plattdeutschen Lesewettbewerb in den Schulen unserer Gemeinde

13.06.1987

Beteiligung an 400-Jahr-Feier der Ortschaft Addernhausen (Gedenksteinsetzung der Dorfgemeinschaft)

02.08.1987

1 Schortenser Heimatstube im neuen Bürgerhaus mit der Sonderausstellung “Seefahrer-Souvenirs” eröffnet

25.08.1987

Gründungsversammlung des Arbeitskreises “Accumer Mühle” zur Betreuung des nun gemeindeeigenen Mühlenensembles

Sept. 1987

Umzug des Vereinsarchivs vom Rathaus-Pavillon in die Grundschule Jungfernbusch

22.02.1988

Mitgliederversammlung: Ernennung von Hilda Arntz zum Ehrenmitglied wegen ihrer Verdienste um die Pflege der plattdeutschen Sprache

Juni 1988

Fertigstellung der heimatkundlichen Dauerausstellung in der Heimatstube im Bürgerhaus

17.10.1988

Überreichung einer bronzenen Informationstafel an die Gemeinde anlässlich der Einweihung des Mühlenmodells

19.05.1989

Außerordentliche Mitgliederversammlung: Beschluss einer überarbeiteten Vereinssatzung, Antrag auf Eintragung in das Vereinsregister als gemeinnütziger “Heimatverein Schortens von 1929 e.V.”

26.07.1989
Aufnahme des 300. Vereinsmitgliedes

09. -16.09.1989

Festwoche zum 60-jährigen Bestehen des Vereins. Ernennung von Erhard Harms zum Ehrenmitglied wegen seiner Verdienste um die Heimatforschung und langjährige Leitung des Vereins

Quelle: 60 Jahre Heimatverein Schortens
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