Ein „Talk up Platt“ im Klassenzimmer

Jendrik Marschner gewinnt Wettbewerb in Grundschule Roffhausen

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Proten prima Platt: Die Schulsieger Saskia und Jendrik (vorn) sowie die (v.l.) Michaela Zalger, Ann-Cathrin Schmidt, Saskia Jacobs, Melanie Fischer, Lukas Kersten und Marvin Harms mit Bürgermeister, Hausmeister und Schulleiterin.
Bild: OLIVER BRAUN

ROFFHAUSEN/OBN – Jendrik Marschner ist der Sieger des plattdeutschen Vorlesewettbewerbes an der Grundschule Roffhausen und hat sich gemeinsam mit der Zweitplatzierten Saskia Kretschmer für den Kreisentscheid am kommenden Freitag in Hohenkirchen empfohlen.

Acht Kinder hatten unter Anleitung von Schulleiterin Heidi Heidler seit Februar freiwillig einmal die Woche nach Schulschluss eine Stunde drangehängt und sich dem Plattdeutschen gewidmet. Für manche Schüler fast eine Fremdsprache, für andere dagegen Muttersprache – zumindest, wenn sie mit Oma und Opa zu Hause „Platt snacken“. Denn vor allem bei den Älteren ist Plattdeutsch noch lebendige Sprache.

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Als alle Milliardäre waren. . .

AUSSTELLUNG Heimathaus zeigt Notgeld aus dem Jeverland

Der Heimatverein hat die Schau gemeinsam mit dem Münzclub Jever zusammengestellt. Sie ist bis zum 22. Juli zu sehen.

VON ULRICH SCHÖNBORN

SCHORTENS – Die Zahl der Nullen auf den Geldnoten stieg während der Inflation ins Astronomische: 1923 wurden in der Bundesdruckerei zehn Milliarden Geldzeichen im Nennwert von 3877 Trillionen Mark gedruckt. Die Entwicklung machte die Bürger aber nur auf dem Geldpapier zu Milliardären: Die aberwitzige Inflation spiegelte nur die wirtschaftliche Katastrophe und den galoppierenden Wertverlust im Land wider.

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Riesenfindling für Friesenfriedhof

Schortens. Der frühmittelalterliche Friedhof an der Plaggestraße in Schortens, der in den letzten Jahren vor allem von dem Archäologen Hartmut Rötting durch umfangreiche Grabungen genau erforscht wurde, war mehrfach Anlaß zu ausführlichen Berichten in »aktuell«. Die auch als »Friesenfriedhof« bekannte alte Friedhofsanlage in Schortens stammt nach den gemachten Funden, Grabbeigaben, Lage der Gräber, Art der Bestattungen usw. aus der Zeit zwischen dem 5. bis 6. und dem 14. Jahrhundert n. Chr.
Der Heimatverein Schortens hat kürzlich beschlossen, auch diesen heimatgeschichtlichen wertvollen Platz durch einen Erinnerungsstein für die Nachwelt kenntlich zu machen und in der Erinnerung zu halten. Ein »passender« Findling, etwa 60 Zentner schwer, der bei Bauarbeiten am Friesenweg in Heidmühle zutage kam, wurde mit Hilfe der Bundeswehr Upjever nach Schortens transportiert und auf dem Grundstück Onnen, direkt an der Plaggestraße, aufgestellt.
Der Stein soll eine Erinnerungsplatte mit Hinweisen auf den Friedhof und die gemachten Grabungen bekommen. Wie uns Heimatvereinsvorsitzender Erhard Harms sagte, soll das in Kürze geschehen. Man ist schon bei der Arbeit, um sich über die Inschrift und die Art der Platte zu einigen. Die Enthüllung wird nach Fertigstellung in einem schlichten feierlichen Rahmen erfolgen.
Ähnlich ging der Heimatverein auch schon in Heidmühle an der Oldenburger Straße vor, wo ein Mahlstein der ehemaligen Heidemühle bei der Landessparkasse, also am früheren Standort der Mühle, zur Erinnerung aufgestellt und mit einer Hinweisplatte versehen wurde. Unser Foto zeigt den Findling nach der Ausgrabung in Heidmühle.

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Foto: »aktuell«

Archiviert von Alfred Amman, 2013 digital aufbereitet von Michael Kunz