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	<title>Rudi Rabe &#8211; Heimatverein Schortens von 1929 e. V.</title>
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	<title>Rudi Rabe &#8211; Heimatverein Schortens von 1929 e. V.</title>
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		<title>Der Osterhase</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rudi Rabe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 07:45:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Hase ist das Tier der Liebesgöttin Aphrodite, sowie der germanischen Erdgöttin Holda. Der Hase ist aber nicht nur Götterbote, er ist auch –wie das Ei – ein Zeichen für Leben und Fruchtbarkeit. Hasen bekommen im Frühjahr sehr viele Junge, das heißt, sie schenken Leben. Sahen die Menschen früher die Hasenmütter mit ihren Jungen, wussten &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/der-osterhase/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Der Osterhase“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hase ist das Tier der Liebesgöttin Aphrodite, sowie der germanischen Erdgöttin Holda. Der Hase ist aber nicht nur Götterbote, er ist auch –wie das Ei – ein Zeichen für Leben und Fruchtbarkeit.</p>
<p>Hasen bekommen im Frühjahr sehr viele Junge, das heißt, sie schenken Leben. Sahen die Menschen früher die Hasenmütter mit ihren Jungen, wussten sie, dass der Winter vorüber war. Jeder kennt ihn als den Überbringer der Ostereier, nach denen Kinder zum Frohsinn der Erwachsenen so eifrig suchen. Doch nicht immer versteckte der Osterhase die Eier. Noch im vorigen Jahrhundert war der eierlegende Osterhase in einigen Teilen Deutschlands völlig unbekannt.</p>
<p>Der Osterhase hatte in meiner Kindheit noch eine andere Bedeutung, die in jedem Jahr von ganz besonderer Bedeutung war. Sichteten wir Kinder vor Ostern den Osterhasen, durften wir, zumindestens die Jungen,  kurze Hosen anziehen. Dabei spielte es keine Rolle, ob noch Eis und Schnee lag. Trotz heftiger Proteste der Mütter wurden kurze Hosen angezogen. Blasenerkältungen wurden missbilligend in Kauf genommen. Wir Jungen kehrten den dicken Hermann, den abgehärteten „Germanen“ heraus und wollten damit wohl auch einen guten Eindruck bei den Mädchen hervorrufen. Ja, so war es früher! Und was ist heute? Gibt es noch kurze Hosen?</p>
<p><span id="more-2601"></span></p>
<p>Eine Generation weiter: Die Zeit der kurzen Hosen ist vorbei. Die eigenen Kinder erfreuten sich jetzt an dem Osterhasen. Der Osterspaziergang im Wald mit der ganzen Familie, mit den Schwägerinnen, Schwägern und deren Kindern  und den Omas und Opas versprach ein unvergessenes Erlebnis. Ein Opa ging ganz unauffällig voraus und ließ hier und dort ein buntes Osterei fallen. Erst mit einem zeitlichen Abstand wurden die Kinder losgelassen und mit einem großen Gejuchze die Ostereier eingesammelt und bei den Omas abgegeben. Sie kamen nicht dahinter, dass dieselben Eier immer wieder von neuem ausgelegt wurden. Die Freude war riesengroß, sie schwärmten von über 100 Ostereiern. Dabei hatten nur 20 Ostereier die Reise in den Wald angetreten. Den Kindern war die Freude anzumerken. Zu Gute kam ihnen, sie kannten noch nicht das kleine 1 x 1. Und heute? Kinder in dem Alter wandern nicht mehr in den Wald, höchstens kurz durch den Klosterpark.</p>
<p>Die Herkunft des Osterhasen wird frühestens im 17. Jahrhundert beschrieben. Die Ursprünge der Verbindung des Osterhasen mit Ostern – und vor allem mit der Eierherstellung – sind jedoch unklar.</p>
<p>Das eigentliche christliches Symbol des Osterfestes ist das Lamm. Der Osterhase könnte von einem mehr als schlecht gezeichneten Lamm bzw. einem „verbackenen“ Osterlamm herstammen. Dies erklärt zwar den Hasen, aber nicht den Grund, warum er die Eier bringt. Das Ostereiersuchen entwickelte sich im städtischen Bereich und auch die Mär, der Osterhase würde die Eier legen. Bauernkinder hätten eine solche Geschichte nicht geglaubt. Wie sollten auch Hasen Eier legen, das ist doch das Hauptgeschäft der Hennen.</p>
<p>Soll man den Geschichten Glauben schenken, der Osterhase hätte zusätzlich zum schweren Geschäft des Eierlegens auch noch das Bemalen derselben an sich gezogen, so soll hierzu Näheres beschrieben werden. Die ersten Osterhasen haben womöglich dieses Geschäft noch beherrschen können (die Bevölkerungsdichte war längst nicht so groß wie heute),  im Hinblick auf die immer größer werdende Belastung mussten sie aber diese Arbeit auf die Mütter und Omas übertragen. Den heute vielfach im Handel befindlichen Farbmitteln sind die Farbstoffe und Rezepte aus Küche und Garten vorzuziehen. Unsere Mütter bevorzugten zur Färbung Zwiebelschalen, die Eier wirkten wunderbar braun. Sollten sie rot werden, wurden sie in Rote-Beete-Saft getaucht. Petersilie machte die Eier grün, Wurzeln aus der Miete geholt verhalfen den Eiern zur orangegelben Farbe. Mit einer Speckschwarte erhielten die Ostereier den richtigen Glanz. Am besten eigneten sich weiße Eier zum Färben.</p>
<p>Ausgeblasene Ostereier eignen sich hervorragend zum Bemalen. Wir Kinder und auch unsere Kinder waren mit Begeisterung dabei, mit einem spitzen Gegenstand oben und unten kleine Löcher zu pieksen. Mit viel Puste und aufgeblähten Backen (oder sagt man Wangen?) wurde der Inhalt über eine bereitstehende Schüssel geblasen. Kreativität war gefragt, schöne Muster frei nach Picasso, Blumen oder Sprüche waren sehr begehrt. Ausgeblasene und bemalte Ostereier haben den großen Vorteil gegenüber den hart gekochten Eiern, dass sie Generationen überdauern können. Gekochte Eier müssen gegessen werden, jede noch so schöne Dekoration geht dabei unwiederbringlich verloren. Bei einem Besuch in einer Mecklenburgisch-Vorpommerschen Bauernstube konnte ich ausgeblasene und wundervoll bemalte Ostereier aus dem 19. Jahrhundert bewundern.</p>
<p>Das Eierwerfen oder „Eiertrüllen“ war in meiner Kindheit in Mode. Auf einer Weide noch frei von „Kohschiet“ wurden die Eier in die Luft geworfen. Gewonnen hat, dessen Ei nach dem Aufprall auf den Boden noch heil geblieben oder nach mehreren Würfen am wenigsten kaputt war. Auf dem Eierberg im Klosterpark fand das beliebte „Eiertrüllen“ statt. Auch hier galt, wer sein Ei heil herunter bekam durfte von seinem „Gegner“ das angeknackte Ei nehmen. Angeknackte Eier wurden sofort verzehrt, dabei kamen oftmals 10 und mehr Eier in den Verdauungstrakt. Von aufgekommenen Eiweißvergiftungen ist mir nichts bekannt geworden.</p>
<p>Ich wünsche schöne Ostereier!</p>
<p>Rudi Rabe</p>
<p>05.04.2012</p>
<p>Gründonnerstag, Vorgetragen beim Klönschnack im Friesenhof</p>
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		<title>Der Computer ist auch nur ein Mensch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rudi Rabe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 21:34:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Abakus]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Antivirenprogramm]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute frage ich mich, wie haben die Menschen auf der Welt es seit Adam und Eva fertiggebracht, ohne mit einen Computer zu leben? Ein Computer gehört heute zu jedem Haushalt, zu jeder Familie! So wie auch das Telefon! Oder haben Sie zu Hause keinen Computer? Wirklich nicht? Was ist denn mit Ihrer Waschmaschine, mit Ihrem &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/der-computer-ist-auch-nur-ein-mensch/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Der Computer ist auch nur ein Mensch“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute frage ich mich, wie haben die Menschen auf der Welt es seit Adam und Eva fertiggebracht, ohne mit einen Computer zu leben? Ein Computer gehört heute zu jedem Haushalt, zu jeder Familie! So wie auch das Telefon! Oder haben Sie zu Hause keinen Computer?<br />
Wirklich nicht? Was ist denn mit Ihrer Waschmaschine, mit Ihrem Videorecorder oder Telefon? Mit Ihrem Fernseher? Überall sind heute Computerteile und Rechner eingebaut und erleichtern uns die tägliche Arbeit. Menschen, die sagen: „Ich will mit einem Computer <strong>nichts</strong> zu tun haben!“, irren sich, sie bekommen täglich die Arbeit eines Computers zu spüren, nur sie bemerken es nicht! Und wie kommt das? Die nützlichen Rechner haben peu à peu Einzug in unser Leben gehalten, nur wir haben es nicht richtig zur Kenntnis genommen.</p>
<p>Das ist wie in der Natur, Lebewesen und Pflanzen passen sich den veränderten Umwelteinflüssen kontinuierlich an, mit dem einen Unterschied: Während diese Anpassungen mehrere Millionen Jahre beanspruchen können, hat der Computer und dessen Geschichte nur einige Tausend Jahre gebraucht, unser Leben zu verändern. Das früheste Gerät, das mit einem heutigen Computer vergleichbar ist, ist der Abakus, eine mechanische Rechenhilfe, die etwa 1100 v. Chr. erfunden wurde.<br />
In den darauffolgenden Jahrhunderten kamen viele weitere Erfindungen hinzu. Über das Rechenbrett des Pythagoras, den Rechenschieber bis hin zum ersten programmierbaren mechanischen Rechner von Konrad Zuse, der 1938 die Zuse Z 1 vorstellte. Danach setzte eine rasante Weiterentwicklung ein, die auch nicht durch den Weltkrieg aufzuhalten war. Über die rein mechanischen Geräte, über Lochstreifenantrieb, Relais, Röhren bis hin zu volltransistorisierten Serienrechnern und schließlich zu den Mikroprozessoren vollzog sich die Entwicklung. Heute  beeinflussen und erleichtern Prozessoren unser Leben, ob wir es wollen oder nicht.</p>
<p>Es ist schon über dreissig Jahre her, als ich mit dem ersten Computer Kontakt bekam. Ich kann die Menschen gut verstehen, die heute noch sagen: „Ich will mit einem Computer nichts zu tun haben!“ Damals war es für mich eine große Herausforderung, als  mein Arbeitgeber darauf pochte, meine Arbeit der Neuzeit anzupassen. Entweder mit der Zeit gehen oder stehen bleiben. Was blieb mir also übrig? Ich musste Abschied nehmen von meiner geliebten Monika-Schreibmaschine, von meinem handgeführten Journal und auch von meinem erst neu gekauften Taschenrechner für 150 Mark.</p>
<p><span id="more-2480"></span>In Abendkursen –ohne Anrechnung auf die Arbeitszeit!- büffelte ich inmitten meist noch jüngerer Kollegen, bis ich die wesentlichen Grundzüge begriffen hatte. Wir müssen bedenken, dass das damals etwas Neues war, heute wachsen unsere Kinder und Enkelkinder mit der Computertechnik auf. Und, ehrlich gesagt, so schwierig ist die Handhabung eines Computers gar nicht, wenn ich alles über die Jahre rückblickend betrachte. Mein heutiger Computer –der dritte übrigens- ist mir so ans Herz gewachsen, dass ich ihn zu einem Familienmitglied ernannt habe.</p>
<p>Ich hab`mich so an ihn gewöhnt, er heißt Uli. Uli ist ein männlicher Vorname, und das passt auch besser als Ulla. Unter Männern darf ich`mal ein schiefes Wort sagen und muss nicht alles auf die Waagschale legen. Frauen sind leicht verärgert wenn ich sage: „Muck nicht so rum!“  Im Großen und Ganzen kann ich über meinen Uli nicht klagen. Wenn er mal nicht will, hat das sicherlich mit mir zu tun. Wenn er in Ohnmacht fällt –also abstürzt-, habe ich ihn meistens zu grob behandelt oder zuviel hinein gefüttert. Das ist wie bei Kleinkindern – sie fangen an zu weinen oder müssen sich übergeben.  Durch Streicheln und ein gutes Wort werden die Kinder beruhigt, störrische Computer werden durch den Affengriff (Strg-Alt-Entf) zur Raison gebracht.</p>
<p>Gut erzogene Computer begleiten uns ein Leben lang. Oder soll ich besser sagen: Vom Computer gut erzogene Menschen leben ewig gut miteinander? Mein Uli begrüßt mich jeden Morgen mit einem freudigen Blinkern, wenn ich den großen roten Knopf drücke, um ihn mit dem nötigen Lebenssaft zu versorgen.</p>
<p>Wer denkt, mein Uli ist sofort arbeitsbereit, der irrt sich. Er blinkert, surrt und knurrt, bis er dann endlich anzeigt: „Nun man los!“ Er benimmt sich genau so wie ich, wenn früh morgens bei mir der Wecker klingelt und mich auffordert, meine Knochen zu recken, meine Augen mühselig zu öffnen um dann endlich aufzustehen. Mein mit dem Schwanz wedelndes Hündchen Bello zeigt mir auf dem Bildschirm an, dass in meinem Postkorb Briefe angekommen sind. Es sind elektronische Briefe, und weil es fremdsprachlich besser klingt heissen sie E-Mails. Ein E-Mail-Konto einzurichten ist ganz einfach.<br />
So wie Sie z.B. von der Telekom eine Telefonnummer zugewiesen bekommen, erhalten Sie von Ihrem Server (Deutsch: Anbieter) eine E-Mail-Adresse, zu erkennen durch das kleine a mit dem sich selbst einkreisenden eigenen  Wurmfortsatz (bekannt als „at). E-Mails sind so praktisch! Können Sie sich noch an die Telegramme oder Fernschreiben erinnern? „Eintreff morgen um 9. Gruß Tini?“</p>
<p>Ich brauche nicht mehr auf den Postbriefträger warten, der sowieso immer erst am Nachmittag kommt, habe keine Portokosten, brauche mir die PLZ nicht zu merken, kann blitzschnell antworten und Bilder versenden. Weltweit werden jährlich ohne die lästigen Werbemails 15 Billionen E-Mails verschickt, das sind täglich 31 Milliarden!</p>
<p>Ich stelle fest, dass mein Computer mit mir vieles gemein hat. Seine Hardware und Software ist mit mir fast vergleichbar. Zum Verständnis: <strong>Hardware</strong> ist alles, was man anfassen und sehen kann: Gehäuse, Netzteil, Lüfter, Speicherwerke, Platine, Grafikkarte, Drucker, Bildschirm, Tastatur, Maus, Scanner usw. Und bei mir? Kopf, Haare, Beine, Arme, Finger, Augen, Ohren und über Röntgenaufnahmen mein Innenleben.</p>
<p>Die <strong>Software</strong> (weiche Ware) sind die Programme und Daten, die man nicht anfassen kann. Ganze Bataillone von Tüftlern erfinden immer neue Programme, mit denen die Prozessoren im Computer zu tun bekommen. Text- und Bildverarbetung, Brennen von CDs-DVDs, Antivirenprogramme, Programme zum Musikladen und –hören und Spiele aller Art, Rechtschreibung, Schriften und Online-Banking. Die „weiche Ware“ bei mir ist meine Intelligenz, mein Hören und Sehen, das Gefühl, mein Mitleid, mein Lachen und Weinen.</p>
<p>Die Gesundheit geht bei mir und meinem Uli gleichermaßen über alles. Ich sorge für mich, so gut es geht, dafür, dass meine Gesundheit durch Einnahme von frischem Obst und Gemüse und viel frischer Luft erhalten bleibt. Mein Uli bekommt von mir einiges verordnet: Ein gutes Antivirenprogramm soll verhindern, dass Schadprogramme und Trojaner in meinen Uli gelangen, und eine Brandmauer (Firewall) soll gegen das Eindringen von Hackerangriffen schützen. Er soll immer mein treuer Begleiter, mein Ratgeber und Seelentröster sein. Was soll ich bloß machen, wenn er einmal ausfällt und seinen Dienst verweigert? Nicht auszudenken!</p>
<p>Uli muss lieb zu mir sein, ich muss zu Uli lieb sein. Ich achte sehr darauf, dass Uli sich nicht zu heiss arbeitet. Er sendet mir dann ein Warnsignal, und ich weiss sofort, aha, jetzt muss ich aufhören. Es ist schließlich auch für mich gut, mich `mal mit anderen Dingen zu beschäftigen und nicht immer meinen Uli zu fordern. Ruhepausen tun uns beiden gut. Aber Vorsicht! Bevor ich meinen lieben Uli vom Stromkreis trenne, muss ich den Speicherknopf drücken und meine geschriebenen Arbeiten den Dateien zuordnen. Ich darf meinem Uli keinen Vorwurf machen, wenn ich den Speicherknopf nicht gedrückt habe und die stundenlange Zusammenarbeit  für die Katz ist.</p>
<p>Ich wende mich jetzt dem Internet zu. Das Internationale Netzwerk besteht seit ca. zwanzig Jahren. Millionen Computer sind miteinander verbunden und über die ID-Nummer zu erkennen. Fast alles läuft über das Telefonnetz, in einigen Fällen auch über Funk. Eine schnelle Datenübermittlungsmöglichkeit ist z.B. das DSL.</p>
<p><strong>„Ich gehe online,“</strong> heißt es, wenn man sich ins Datennetz begibt.</p>
<p>Über Suchmaschinen (z.B. <strong>Google</strong>, Yahoo) kann alles, aber auch alles gefunden werden, was man gebrauchen kann oder auch nicht. Google ist heute das, was fließendes Wasser im Haushalt vor hundert Jahren war. Die Suchmaschinen verändern heute unser Denken. Unser Gehirn verlernt, sich Dinge zu merken, die wir auch im Internet nachschlagen können. Der „Große Brockhaus“ hat ausgedient, Im Bücherregal  kann Platz geschaffen werden. Google beantwortet jeden Tag mehr als eine Milliarde Anfragen, dies ist so selbstverständlich wie das tägliche Brot. Google wäre nicht Google, wenn es nicht <strong>Google Earth</strong> gäbe.<br />
Sie müssen sich vorstellen, Sie sitzen in einem Satelliten in einer Erd-Umlaufbahn und zeigen auf einen Punkt auf der Erde, den Sie näher beobachten möchten. Gleich einem Zoomeffekt schweben Sie über der Landschaft, über den Ort, können Straßen und Häuser erkennen. Sie können landen und unsere schöne Stadt zu Fuß oder Auto erkunden, Einkaufsmöglichkeiten suchen und ein schönes Speiserestaurant auswählen. Und für den nächsten Urlaub suchen Sie sich ein Reiseziel aus, finden ein schönes Hotel. Sogar die Innenansicht wird Ihnen geboten. Wäre das nichts für Sie, oder vom Sessel aus kurz nach San Fransisco zu reisen ohne Ihre Uhr umzustellen zu müssen und anschließend im eigenen Bett schlafen gehen?</p>
<p>Das größte Online-Kaufhaus der Welt ist <strong>Amazon</strong>. Abermillionen klicken Amazon an und arbeiten sich durch das riesige Warenangebot –Bücher, CD und DVDs, Kleidung, Lebensmittel uvm- und finden vielleicht das was sie suchen. Musiktitel und Filme zum <strong>downloaden</strong> (herunterladen) sind zu erwerben, alles natürlich gegen unsere EUROS. Jeder von Ihnen hat sicherlich schon mal etwas von <strong>e-bay</strong> gehört.</p>
<p>Es ist das größte Auktionshaus der Welt mit einem riesigen Angebot. Ob Sie ein Abendkleid in rot oder eine rostige Kanonenkugel aus dem 18. Jahrhundert ersteigern möchten, alles ist zu haben. Und wenn Sie dann von zu Hause aus die Rechnung per <strong>Online-Banking</strong> überweisen, ist die Ware vielfach bereits am nächsten Tag da.</p>
<p>Jeder von uns träumt sicher einmal, aus seiner Haut heraus zu kommen und etwas Besonders zu sein, nicht immer hinter der Drehbank zu stehen oder am Kochtopf.</p>
<p>Das virtuelle Leben im Internet macht es möglich, eine „echte“ Welt wird vorgegaukelt. Sie treten als Professor auf, kaufen für Ihren Liebling ein teures Auto und zahlen in echten EUROS. 22 Millionen Deutsche sind Mitglied bei <strong>Facebook</strong>. Hier finden sich Menschen zusammen, die ihre Notizen/Blogs, ihre Nachrichten veröffentlichen. Persönliche Freunde können zu Treffen eingeladen werden. Und wer nicht aufpasst, wie kürzlich bei einem Mädchen geschehen, stehen plötzlich tausende feierfreudige „Freunde“ vor der Tür. <strong>Tweets</strong> sind Beiträge bei <strong>Twitter, </strong>die allen angemeldeten Benutzern angezeigt werden. Das „Zwitschern“ ermöglicht, dass Meldungen sich in Windeseile verbreiten können. Sind Sie auf Partnersuche, gehen Sie ins Internet. Bei Parship, im Dating Café oder bei Fischkopf finden Sie genau das Richtige! Oder suchen Sie immer noch wo anders? Auch im Internet Chat finden Sie vielleicht das, was Sie suchen.</p>
<p>Mein Titel „Der Computer ist auch nur ein Mensch“ will nicht verstanden sein, dass der Computer über den Menschen steht. Vielmehr soll er aussagen: Es ist gar nicht so schwer, sich mit der elektronischen Welt auseinander zu setzen.</p>
<p>Fürchten Sie sich nicht vor einem Computer!</p>
<p>Heinz Rühmann hat einmal gesagt: „Ein Optimist ist ein Mensch, der alles halb so schlimm oder doppelt so gut findet.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/10/3512_k-212_thumb.jpg" rel="lightbox[2480]"><img decoding="async" class="alignnone" title="Rudi Rabe" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/10/3512_k-212_thumb.jpg" alt="" width="157" height="208" /></a></p>
<p>Verfasst und vorgetragen von Rudi Rabe beim Grünkohlessen im Friesenhof Heidmühle am 28.01.2012</p>
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		<title>Ein Bauernhof mit Geschichte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rudi Rabe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 18:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
		<category><![CDATA[Beigeordneter]]></category>
		<category><![CDATA[Berend Folkers]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom Kirchenjurat bis zur Pferdezucht Am Ortsrand von Schortens, dort, wo in einigen hundert Metern das Marschenland beginnt, liegt an der Straße nach Dykhausen, der Eilksstraße, ein Bauernhof, dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurück reicht. Bis 1913 war der Hof im Familienbesitz der Nachkommen von Eilk von Moorwarfen. Eilks Name tradierte durch den patronymischen &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/ein-bauernhof-mit-geschichte/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Ein Bauernhof mit Geschichte“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Vom Kirchenjurat bis zur Pferdezucht</h2>
<p>Am Ortsrand von Schortens, dort, wo in einigen hundert Metern das Marschenland beginnt, liegt an der Straße nach Dykhausen, der Eilksstraße, ein Bauernhof, dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurück reicht. Bis 1913 war der Hof im Familienbesitz der Nachkommen von Eilk von Moorwarfen. Eilks Name tradierte durch den patronymischen Namenswechsel durch die Generationen, bis er in der Franzosenzeit (1810-1813) zum festen Familiennamen wurde. Als solcher besteht er in dem Straßennamen bis heute fort.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/12/clip_image002.jpg" rel="lightbox"><img fetchpriority="high" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border: 0px;" title="clip_image002" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/12/clip_image002_thumb.jpg" alt="clip_image002" width="428" height="322" border="0" hspace="12" /></a></p>
<p>Das Bild zeigt die Hofstelle um ca. 1905</p>
<p>(links die Geschwister Anna, Ludwig und Hermann Eilks)</p>
<p>Urkundlich wird das Landgut bereits 1570 erwähnt. Der „Eigner“, so die damalige Bezeichnung des Eigentümers, war Gerdt Jacobs. Gerdt Jacobs war verheiratet mit Tialda Alrichs und war der Sohn des Eilk von Moorwarfen.<br />
Er vererbte das Anwesen an Eilke Gerdes. Gerdes Ehefrau hieß Hauke, ihr Nachname ist nicht überliefert.</p>
<p><span id="more-2306"></span></p>
<p>Nach dessen Tod im Jahre 1685 wurde Amme Eilkes zusammen mit Dudde Hillers und seiner Frau Trinke Eilkes (Schwester von Amme Eilkes) Eigentümer. Amme Eilkes verstarb ohne Kinder. Der Hof ging an Eilke Dudden, verheiratet mit Rünwe Johannsen, über. Nach dessen Tod im Jahre 1747 trat Dudde Ammen Eilks das Erbe an. Neben den Ämtern eines Armen- und Kirchenjurats war er 15 Jahre lang Deputierter der Jeverschen Landschaft.<br />
Der Nachfolger Anton Eilks war Maire (frz.: Bürgermeister) des Kirchspiels Schortens in der Franzosenzeit (1810-1813). Von 1815 bis 1835 bekleidete er das Amt des Kirchspielvogts (eine Art Verwaltungsstelle). Dessen Sohn Dudde Ammen Eilks wurde nach der neuen Oldenburgischen Gemeindeordnung ab 1. Mai 1856 und damit der erste Gemeindevorsteher von Schortens und das bis zu seinem Todestag. Später oblag ihm auch das Amt des Standesbeamten.<br />
Die Interessen des Heimatgebiets vertrat er als Abgeordneter im Landtag. Er war es auch, der das Platzgebäude 1848/49 neu errichten ließ, dessen Wohnhaus heute noch steht. Die heutige Eilksstraße ist nach ihm benannt worden. Er verstarb im Jahre 1877. Der Sohn Hermann Eilks war fast 30 Jahre bis 1912 Ratsmitglied der Gemeinde Schortens und Beigeordneter (vergleichbar mit einem stellvertretenden Bürgermeister).<br />
Er verkaufte den Hof kurz vor dem Beginn des Ersten Weltkriegs (1913) an Berend Folkers (*1855, † 1932) und dessen Frau Anna Helene geb. Behrens (* 1872, † 1937) und zog nach Jever. Aus der Ehe Berend und Anna Folkers gingen drei Kinder hervor. Berend Folkers ließ 1929 das alte Stallgebäude abreißen und errichtete dafür ein neues. Das Wohnhaus blieb erhalten und zeugt heute noch von einem Wohnstil vergangener Tage.</p>
<p>Nach einer Erbauseinandersetzung erwarb der Sohn Helmrich Folkers (* 1906) im Jahre 1933 den Großteil des Hofbesitzes. Zur Hochzeit mit Martha Behrends (* 1913) läuteten die Glocken der St.-Stephanus-Kirche am 12. Dezember 1936. Aus der Ehe gingen vier Töchter hervor, von denen zwei noch leben, die Zwillinge Berbel und Friedel.</p>
<p>Drei Säulen spielten im Leben von Helmrich Folkers eine besonders wichtige Rolle: Natürlichkeit, Gerechtigkeit und die soziale Fürsorge. Folgende Beispiele gibt es hierzu. Gleich nach dem Krieg suchte Folkers in Jever in der Neuen Straße ein bekanntes Eisenwarengeschäft auf, um Nägel für dringend zu reparierende Stallungen zu kaufen. In Arbeitskleidung und mit Spinnweben an seiner Mütze erschien er im Laden, dort wurde er abschlägig beschieden. Er bekam die gewünschten Nägel nicht, obwohl er sie in der Auslage sehen konnte. Das Geschäft hat er nie wieder betreten. So war er &#8211; für die Tour nach Jever zog er keinen guten Anzug an. Das Äußere war ihm nicht so wichtig.</p>
<p>Bekannt für seine soziale Einstellung ist ein anderer Fall. So bat ihn einmal eine ältere Witwe aus der Nachbarschaft um einen Zentner Kartoffeln. Die Frage, welchen Preis sie nun bezahlen müsse, wies er schroff ab: „Wenn Se de Tuffels nich schenkt hebben willt, denn laat Se hör man hier.“ Er hat der Frau die Kartoffeln ohne Bezahlung mitgegeben.</p>
<p>Die Arbeiten im Ackerbau und in der Viehhaltung erforderten wesentlich mehr Hilfskräfte als heute. Obwohl mit der Zeit immer mehr Technik eingesetzt wurde, war die menschliche Einsatzkraft unersetzbar. Die Hilfskräfte gehörten mit zur Familie. Martha Folkers sorgte für deren Wohl und brachte immer ein deftiges Essen auf den Tisch.</p>
<p>Viele Ehrenämter hatte Helmrich Folkers inne. 32 Jahre war er im Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Jever tätig. Über ein Vierteljahrhundert war er treues Gemeindekirchenratsmitglied der Evangelischen Kirchengemeinde Schortens. Sein Wort galt etwas, und den Klingelbeutel-Dienst ließ er sich nicht nehmen. Für die FDP saß er im Gemeinderat und im Kreistag.</p>
<p>Sein besonderes „Steckenpferd“ war die Pferdezucht. Viele Pferde erreichten auf Auktionen gute Preise. Zur Förderung des Reitsports richtete er auf seinem Hof einen Reitplatz ein. Die Freunde des Reit- und Fahrvereins Ostiem und auch andere Pferdeliebhaber übten am Sonntagvormittag den Umgang mit den Pferden. In früheren Jahren noch selbst als Reiter aktiv, schaute er jetzt, genüsslich an seiner „Havanna“ ziehend, den Übungen zu. Fast zwei Jahrzehnte war der Reitplatz zugänglich, bis er dann der Erweiterung des landwirtschaftlichen Hofes weichen musste. Zwei Brände verursachten am Stallgebäude große Schäden. Sie konnten mit vereinten Kräften beseitigt werden.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/12/clip_image004.jpg" rel="lightbox"><img decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border: 0px;" title="clip_image004" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/12/clip_image004_thumb.jpg" alt="clip_image004" width="414" height="281" border="0" /></a></p>
<p>Reit- und Fahrverein Ostiem, 1960 (2 Fotos: Privat)</p>
<p>Im Mai 1973 beendeten die Eheleute Folkers ihre aktive Arbeit. Sie übertrugen den Hof an die Tochter Berbel und ihren Mann Claas Hinrichs. Die Altenteiler zogen um auf die gegenüberliegende Straßenseite in ihren neuen Bungalow. Von hier aus konnten sie nun verfolgen, wie sich der Hof weiter gut entwickelte. Helmrich Folkers segnete das Zeitliche 1983, seine Frau folgte ihm 1988.</p>
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		<title>Peter Homfeldt und Ilse Detjen neu als Stellvertreter im Vorstand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pressemeldungen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Feb 2011 22:37:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Vorstand des Heimatvereins Schortens mit (von links) Peter Homfeldt, Michael Kunz, Ilse Detjen, Annelene Sinske und Rudi Rabe. BILD: Martin Noormann Schortens &#8211; Der Heimatverein Schortens hat seine vielfältige Arbeit 2010 kontinuierlich fortgesetzt. Das ergab jetzt die Jahresbilanz im Bürgerhaus. Dazu begrüßte Vorsitzender Michael Kunz u. a. Bürgermeister Gerhard Böhling. Als Höhepunkt des vergangenen &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/peter-homfeldt-und-ilse-detjen-neu-als-stellvertreter-im-vorstand/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Peter Homfeldt und Ilse Detjen neu als Stellvertreter im Vorstand“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/02/JEVER_9903e7f7-87ea-44f7-a589-4857228da5c6_c8_2538657.jpg" rel="lightbox[1322]"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-4796" alt="JEVER_9903e7f7-87ea-44f7-a589-4857228da5c6_c8_2538657" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/02/JEVER_9903e7f7-87ea-44f7-a589-4857228da5c6_c8_2538657.jpg" width="600" height="336" srcset="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/02/JEVER_9903e7f7-87ea-44f7-a589-4857228da5c6_c8_2538657.jpg 600w, https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/02/JEVER_9903e7f7-87ea-44f7-a589-4857228da5c6_c8_2538657-300x168.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px" /></a></h3>
<p>Der Vorstand des Heimatvereins Schortens mit (von links)</p>
<p>Peter Homfeldt, Michael Kunz, Ilse Detjen, Annelene Sinske und Rudi Rabe.<br />
BILD: Martin Noormann</p>
<p>Schortens &#8211; Der Heimatverein Schortens hat seine vielfältige Arbeit 2010 kontinuierlich fortgesetzt. Das ergab jetzt die Jahresbilanz im Bürgerhaus. Dazu begrüßte Vorsitzender Michael Kunz u. a. Bürgermeister Gerhard Böhling.<br />
Als Höhepunkt des vergangenen Jahres nannte Kunz das Güstkinnelbeer. Ein besonderes Ereignis war auch die Vorstellung des neuen Buchs über die Ortschaft Heidmühle – ein gelungenes Werk, wie der Vorsitzende feststellte. Von der ersten Auflage mit 1000 Exemplaren sind nur noch 17 vorhanden, so dass jetzt über eine Neuauflage nachgedacht werden muss.</p>
<p><span id="more-1322"></span></p>
<p>Aus der Tätigkeit der Arbeitskreise berichtete in einer Zusammenfassung Vorstandsmitglied Annelene Sinske. Über die gesunde finanzielle Lage des Vereins, der jetzt 272 Mitglieder hat, informierte Kassenwart Rudi Rabe.<br />
Bürgermeister Gerhard Böhling dankte den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Er berichtete, dass die Turmruine im Klosterpark jetzt auf Dauer gesichert werden soll. Der Park sei insgesamt ein Denkmal und dabei mit einer der wichtigsten im Land Niedersachsen. Daher müsse intensiv an seinem Erhalt gearbeitet werden.</p>
<p>Die nach dem Sturm im vergangenen Jahr im Klosterpark entdeckten Skelette könnten von Opfern der Pestepidemie im 13. Jahrhundert stammen, berichtete Böhling. Das Ergebnis genauer Untersuchungen steht noch aus. Die Gebeine sollen danach im Stadtgebiet wieder würdevoll beigesetzt werden.<br />
Der Bürgermeister rief ebenfalls dazu auf, vermehrt die plattdeutsche Sprache zu nutzen und setzte das auch sofort in die Praxis um. Der plattdeutsche Unterricht in den Schulen wird von der Stadt nach Kräften unterstützt.</p>
<p>Damit leitete der Bürgermeister zu den fälligen Neuwahlen über, bei denen zunächst Vorsitzender Michael Kunz bestätigt wurde. Seine beiden Stellvertreter sind jetzt Peter Homfeldt und Ilse Detjen. Schriftführerin Annelene Sinske und Kassenwart Rudolf Rabe wurden im Amt bestätigt. In den erweiterten Vorstand wurden Helga Meyer, Georg Schwitters, Regine Hülsebusch und Ingrid Baron berufen. Eine neue Besetzung gab es mit Elfriede Schwitters, Dieter Mögling und Franz Cornelius auch für den Ehrenrat.</p>
<p>Das neue Jahresprogramm für 2011 lag den Mitgliedern bereits vor und wurde genehmigt. Dazu kommen noch der Frühjahrsputz und zwei Ausflüge. In Planung ist weiter eine Ausstellung zum Thema „Heidmühle“ und ein Vortrag zum Standort „450 Jahre Heide-Mühle“.<br />
Georg Schwitters berichtete von den Initiativen zur Förderung der plattdeutschen Sprache. Das Anliegen wurde jetzt an den Landtag herangetragen und mit einer Unterschriftenaktion unterstützt.<br />
Der Verein betreut weiter das Heimathaus an der Jadestraße mit der Sammlung „Ostdeutsche Kultur- und Heimatstiftung“ sowie auch die Olympia-Ausstellung in Roffhausen. Hier sind Anfragen und Wünsche hinsichtlich einer Besichtigung an den Vorsitzenden zu richten. Zum Abschluss wurden die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder mit Blumen und einem Dank für ihre Arbeit aus den Ämtern verabschiedet.</p>
<p><a href="http://www.nwzonline.de/Region/Kreis/Friesland/Schortens/Artikel/2538657/Ausstellung-zu-Heidmuehle-und-Heide-Muehle.html" target="_blank">Quelle</a></p>
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		<title>Größtes Kapital des Heimatvereins sind seine Mitglieder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Henning Karasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 17:51:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
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					<description><![CDATA[Arbeitstage begännen früh genug, so Michael Kunz, er habe seine erste Besprechung morgens um kurz nach sieben gehabt, Bürgermeister Gerhard Böhling, Gast der Jahreshauptversammlung, startete nicht viel später, daher habe man sich vorgenommen, die Sitzung möglichst kurz zu halten. Die anwesenden Mitglieder wählten einstimmig Peter Homfeldt und Ilse Detjen als Stellvertreter von Michael Kunz, der &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/grtes-kapital-des-heimatvereins-sind-seine-mitglieder/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Größtes Kapital des Heimatvereins sind seine Mitglieder“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Arbeitstage begännen früh genug, so Michael Kunz, er habe seine erste Besprechung morgens um kurz nach sieben gehabt, Bürgermeister Gerhard Böhling, Gast der Jahreshauptversammlung, startete nicht viel später, daher habe man sich vorgenommen, die Sitzung möglichst kurz zu halten. Die anwesenden Mitglieder wählten einstimmig Peter Homfeldt und Ilse Detjen als Stellvertreter von Michael Kunz, der im Amt bestätigt wurde. Homfeldt wohnt seit 1959 in Schortens und versprach, “sich tüchtig für den Verein anzustrengen”.</p>
<p><a rel="lightbox" href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/02/JHV-Heimatverein-Schortens-2011-0051.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border: 0px;" title="JHV Heimatverein Schortens 2011 005" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/02/JHV-Heimatverein-Schortens-2011-005_thumb1.jpg" border="0" alt="JHV Heimatverein Schortens 2011 005" width="440" height="295" /></a></p>
<p>Detjen, deren Vater den Verein 1929 mitgründete, arbeitete auch am neuen Buch ’Das höchste der Gefühle &#8211; ist ein Mädchen aus Heidmühle’ mit. Kunz bedankte sich bei seinen scheidenden Stellvertretern Ingrid Baron und Hans-Jürgen Mrotzek und überreichte Blumensträuße.</p>
<p><span id="more-1290"></span></p>
<p>Schriftführerin Annelene Sinske, deren akribische Ringbuch- und Teilnehmerlistenführung ganz ohne Computer von Kunz hervorgehoben wurde, und Kassenwart Rudi Rabe wurden in ihren Ämtern bestätigt. Ingrid Baron wechselte in den vierköpfigen erweiterten Vorstand, neu wurde hierfür auch Helga Meyer, seit 1963 in Grafschaft, bestimmt, Georg Schwitters und “die gute Seele der Olympia-Ausstellung”, Regina Rüdebusch, wurden wiedergewählt. Im dreiköpfigen Ehrenrat, dessen Mitglieder mindestens zehn Jahre lang dem Verein angehören müssen, behielt Franz Cornelius sein Amt, für Helmut Hoffrogge und Gerd Hayen wurden Dieter Mögling und Elfriede Schwitters nachgewählt. Marianne Oetken bleibt Kassenprüferin, Carla Eden-Gerdes kommt dazu.<br />
Michael Kunz dankte Heinz Eilks und Alfred Amman, die sich nach wie vor stark einbrächten. Amman, auf den die Olympia-Schau großenteils zurückgeht, habe auch ein Konzept einer Heidmühle-Ausstellung im Heimathaus erarbeitet. Es wurde vier Verstorbener Mitglieder gedacht. Der Vorsitzende hielt Rückschau auf 2010 und das kürzlich stattgefundene Kohlessen, bei dem die Kohlkönige “mindestens dreimal nachgenommen” hätten. Zum Vortrag über das Regionale Umweltzentrum seien leider außer dem Vorstand keine Gäste erschienen, er werde 2011 erneut angeboten. Im Arbeitskreis Familienkunde sei die Übernahme der Daten ins elektronische Ablagesystem nach Worten Ingrid Barons “mächtig im Gange”. In ihren Berichten über die Gruppen Klönen und Warkeln I und II und den Singkreis stellte Annelene Sinske fest, dass fast nur noch geklönt werde.</p>
<p><a rel="lightbox" href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/02/JHV-Heimatverein-Schortens-2011-0041.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border: 0px;" title="JHV Heimatverein Schortens 2011 004" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/02/JHV-Heimatverein-Schortens-2011-004_thumb1.jpg" border="0" alt="JHV Heimatverein Schortens 2011 004" width="489" height="327" /></a><br />
Kunz lud herzlich zur Teilnahme an den beiden von Ingrid Baron organisierten Fahrten ein. Am Sonnabend, 26.März, geht es nach Hille-Oberlübbe bei Osnabrück zur Modenschau, anschließend wird “Barres Brauwelt” in Lübbecke ein Besuch abgestattet. Vom 25. bis 27. Juli genießen die Heimatvereinsmitglieder das sommerliche Dresden, Gäste sind zu beiden Fahrten gerne gesehen. Der Vorsitzende bat außerdem um rege Teilnahme am Frühjahrsputz, der am Sonnabend, 19.März, durchgeführt wird.</p>
<p>Der Stadtrat habe gemeinsam mit den Kirchen um Ideen zur würdevollen Bestattung der nach dem Sturm 2010 an der Klosterturmruine gefundenen Toten gebeten, die im 12. oder 13 Jahrhundert an der Pest gestorben sein sollen.  Bürgermeister Gerhard Böhling berichtete, der Rat wolle in Zusammenarbeit mit der Oberen Denkmalschutzbehörde in Hannover die Ruine, eine der wichtigsten neben dem Kloster Ihlow, dauerhaft sichern.<br />
Böhling rief auch zur verstärkten Pflege des Plattdeutschen auf. Er erinnerte sich an seinen Schulbeginn, zu dem er nur Platt gekonnt habe, und versprach, ein Teil der im Herbst erscheinenden Neubürgerbroschüre solle auf Plattdeutsch sein. Plattfachmann Georg Schwitters berichtete von 4000 im Oldenburger Land gesammelten Unterschriften, um Plattdeutsch landesweit gesetzlich zu verankern, und rief weiterhin zum Unterzeichnen auf. Der Niedersächsische Heimatbund habe im Mai 2010 Landtagspräsident Hermann Dinkla, selbst Ostfriese, einen Gesetzesvorschlag zur Förderung des Plattdeutschen unterbreitet. Friesland, so der Plattdeutschbeauftragte Schwitters, sei landesweit führend in der Sprachpflege.<br />
Nach Auskunft Rudi Rabes hat der Verein nach einem leichten Rückgang 2010 nun 272 Mitglieder und stehe finanziell so gut da, dass Böhling scherzhaft eine “Heimatvereinssteuer” vorschlug.</p>
<p><a rel="lightbox" href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/02/JHV-Heimatverein-Schortens-2011-0031.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border: 0px;" title="JHV Heimatverein Schortens 2011 003" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/02/JHV-Heimatverein-Schortens-2011-003_thumb1.jpg" border="0" alt="JHV Heimatverein Schortens 2011 003" width="487" height="326" /></a></p>
<p>Rabe berichtete, dass alleine durch den Bücherverkauf 2000 Euro erwirtschaftet wurden. Vom Buch ‘Das höchste der Gefühle’ seien nach nicht einmal vier Monaten von 1000 Exemplaren nur noch 17 vorhanden, so dass ein Nachdruck erwogen würde. “Das größte Kapital sind aber sie, unsere Mitglieder”, lobte Rabe die 43 Anwesenden.</p>
<p><a rel="lightbox" href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/02/JHV-Heimatverein-Schortens-2011-0021.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border: 0px;" title="JHV Heimatverein Schortens 2011 002" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/02/JHV-Heimatverein-Schortens-2011-002_thumb1.jpg" border="0" alt="JHV Heimatverein Schortens 2011 002" width="491" height="329" /></a></p>
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		<title>Heimatverein in ruhigerem Fahrwasser</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Henning Karasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 May 2010 16:59:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
		<category><![CDATA[450. Jubiläum der Mühle auf der Heide]]></category>
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					<description><![CDATA[Wahlen beim Heimatverein Schortens / Buchprojekt Mit der kommissarischen Übernahme des Vorsitzes des Heimatvereins Schortens nach dem überraschenden Rückzug seiner Vorgängerin im letzten Jahr sei er “ins kalte Wasser geworfen worden“, habe sich aber freigeschwommen, beschrieb der 43-jährige Michael Kunz seine Situation. Die rund 50 versammelten Mitglieder beendeten auf der Jahreshauptversammlung diesen Übergangscharakter und wählten &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/heimatverein-in-ruhigerem-fahrwasser/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Heimatverein in ruhigerem Fahrwasser“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Wahlen beim Heimatverein Schortens / Buchprojekt</h3>
<p>Mit der kommissarischen Übernahme des Vorsitzes des Heimatvereins Schortens nach dem überraschenden Rückzug seiner Vorgängerin im letzten Jahr sei er “ins kalte Wasser geworfen worden“, habe sich aber freigeschwommen, beschrieb der 43-jährige Michael Kunz seine Situation.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/05/HeimatvereinJHV001.jpg" rel="lightbox[1059]"><img loading="lazy" decoding="async" title="Heimatverein JHV 001" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/05/HeimatvereinJHV001_thumb.jpg" alt="Heimatverein JHV 001" width="329" height="221" border="0" /></a></p>
<p>Die rund 50 versammelten Mitglieder beendeten auf der Jahreshauptversammlung diesen Übergangscharakter und wählten ihn zunächst für ein Jahr einstimmig nach. Ebenso einstimmig wurde das Provisorium des kommissarischen Kassenwartes Rudi Rabe, der seiner Vorgängerin nach nur 14 Tagen im Amt gefolgt war, in einen regulären Posten überführt. Er dankte Heinz Eilks für dessen Unterstützung. Zum ersten Stellvertreter wählten die Anwesenden Hans-Jürgen Mrotzek, der seit September 2009 die Olympia-Ausstellung betreut.</p>
<p><span id="more-1059"></span></p>
<p>Nachdem der Verein nach einem stürmischen Jubiläumsjahr wieder in ruhigem Gewässer zu sein scheint, möchte man an den Kernelementen wie Vorträgen, Fahrten und dem <a href="https://hv-schortens.de/veroffentlichungen/gstkinnelbeer/" target="_self">Güstkinnelbeer</a> festhalten, so der Vorstand. Kunz erklärte, auch der ehemalige Vorsitzende Alfred Amman stehe weiterhin im Hintergrund bereit, sein riesiges Fachwissen und Archiv solle der Öffentlichkeit möglichst zugänglich gemacht werden. Der Verein hat, nach 220 Mitgliedern vor einem Jahr und einem Zwischenhoch von 350, heute 296 Angehörige.</p>
<p>Rudi Rabe informierte über ein Buchprojekt unter dem Arbeitstitel ‘Geschichten aus Heidmühle und umzu’, das zum 450. Jubiläum der Mühle auf der Heide Anfang 2011 erscheinen soll. Die Anekdotensammlung aus den 1940er bis 1980er Jahren soll auf rund 180 Seiten 40 Portraits bekannter Personen, Gebäude und Vereine enthalten. Acht Autoren schreiben, “was das Zeug hält”, so Rabe, die Buchidee habe enorme Wellen geschlagen und er könne aus dem Stand 200 Bücher verkaufen. Sie hätten bereits viele Informationen, Bilder und Anfragen erhalten, könnten aber gerne noch weiteres Material gebrauchen.</p>
<p>Rund 3600 Euro erhielt der Verein 2009 an Spenden, 750 Euro von einer Diamant-hochzeit und 600 von der Stadt. Einige Gelder seien für die Roffhausener Olympia-Ausstellung zweckgebunden. Jeweils 1000 Euro ließ sich der Verein die Renovierung des Heimathauses in der Jadestraße und das 80. Jubiläumsjahr kosten. Georg Schwitters informierte über einen Gesetzesentwurf des Niedersächsischen Heimatbundes zur Anerkennung von Niederdeutsch als niedersächsische Amtssprache. Nach einer Aussprache mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Heide Bastrop über das Stadtlogo und Kurzberichten aus Arbeitskreisen gingen die Versammelten auseinander.</p>
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		<title>Einkaufen &#8211; Erinnerungen an die Jahre 1940 &#8211; 1960</title>
		<link>https://hv-schortens.de/einkaufen-erinnerungen-an-die-jahre-1940-1960/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rudi Rabe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 21:14:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
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					<description><![CDATA[Die meisten Leute kaufen heute in SB-Läden mit Selbstbedienung. Es soll ja noch Menschen geben, die Spaß daran haben, zwischen den vielen Leuten und den Regalen mit den Einkaufswagen zu hetzen und links und rechts nach den Artikeln zu haschen. Aber wenn man genauer hinsieht, stehen den meisten Menschen Stress im Gesicht geschrieben. Da hilft &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/einkaufen-erinnerungen-an-die-jahre-1940-1960/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Einkaufen &#8211; Erinnerungen an die Jahre 1940 &#8211; 1960“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die meisten Leute kaufen heute in SB-Läden mit Selbstbedienung. Es soll ja noch Menschen geben, die Spaß daran haben, zwischen den vielen Leuten und den Regalen mit den Einkaufswagen zu hetzen und links und rechts nach den Artikeln zu haschen. Aber wenn man genauer hinsieht, stehen den meisten Menschen Stress im Gesicht geschrieben. Da hilft auch nichts, wenn leis die Musik zu hören ist. Und dann das lange Anstehen an den Kassen. Wie war es doch früher anders! In unserem Dorf unserer Gemeinde, das nun Stadt geworden ist, gab es über vier Dutzend Geschäfte.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/05/Scan10516.jpg" rel="lightbox[973]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="Scan10516" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/05/Scan10516_thumb.jpg" alt="Scan10516" width="434" height="264" border="0" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Und alle hatten gut zu tun. Zumindestens hatten sie das nötige Einkommen und konnten davon leben. Von den Geschäften sind nur noch wenige übrig geblieben. Gern erinnere ich mich an vergangene Zeiten. Ich komme noch heute an Geschäften oder Häusern vorbei, wo wir früher einkauften. Dabei fallen mir die ehemaligen Kaufleute ins Gedächtnis. Wo sind sie bloß geblieben, leben sie noch? Es existieren wohl nur noch fünf alte Geschäfte. In die anderen Häuser sind Versicherungen und Dienstleister eingezogen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-973"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Wo jetzt die Friesen-Apotheke ist, hatte Karl Scuik seine Drogerie. In der Bahnhofstraße gab es die Mühle Gebrüder Zuidhoff. Dort gab es das gute Schwarzbrot von acht Pfund. Vorne im Laden roch es so schön nach frischem Brot. Hinten im Lager gab es Viehfutter und Futter für Hühner und Enten. Sämereien und Kunstdünger gab es dort auch. Maggi Freese mit seiner kräftigen Gestalt hatte für jeden ein gutes Wort. Jetzt ist dort ein Geschäft für Herde und Kamine eingezogen. Gleich daneben befand sich die Papeterie von Frau Horn. Auf der anderen Seite war Theile Mehnen. Dort wurde mit Baustoffen gehandelt. Gegenüber von der Bundesstraße hatte Mimi Sassen ihren Süßwarenladen mit ihren leckeren Dauerlutschern. Willi Sassen, ihr Ehemann, verkaufte Tabak. Das Fotohaus Bernhard Heinemann war gut frequentiert. Wir gehen zurück auf den Bahnhof zu. Hier stand ein Kiosk. Der Besitzer war „Graf von Ripkenstein“, so hat er sich nicht nur einmal bei fremden Leuten vorgestellt.</p>
<p style="text-align: justify;">Gleich am Eingang der Oldenburger Straße gab es den Konsumladen, der aus der Menkestraße nach hier umgezogen war. Viele Leute erledigten hier ihren Einkauf. Waren es die Rabattmarken als Anreiz zum Kaufen, die es hier gab? Aus dieser Zeit ist ein Spruch überliefert, wenn jemand verstorben war: „He köfft ok nich  mehr bi`d Konsum.“ Und dann erst die Drogerie Schütt. Hier konnte man alles kriegen, Zahnbürsten, Seife, Rattengift, Rasierklingen, Knoblauchpillen, Filme und vieles mehr. Heute befindet sich hier eine Textilreinigung. Wo jetzt ein Rechtsanwalt seine Klienten berät, war früher das Milchgeschäft Eiben. Frau Eiben schmiss den Laden und ihr Mann Heinz zog mit seinem Milchwagen über Land und kassierte die Groschen ein. Schuhe, Schulsachen, Spielzeug und Schreibpapier gab es bei Thade Janssen. Heute ist dort die Servicestelle des Jeverschen Wochenblatts. Gegenüber war die Bäckerei Franzen, später das Uhrengeschäft Mönnich.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein ganz altes Geschäft besteht heute noch, E. W. Hayen, Porzellan, Töpfe, Pfannen, Werkzeuge und vieles mehr gibt es dort zu kaufen. Mit Leni und Erwin Willms konnte man schön „snacken“, und sie wussten immer Bescheid. Genau gegenüber befand sich das Kolonialwarengeschäft von Emma Hasenkamp. Hier konnte man auch alles bekommen. Essen und Trinken, Waschmittel, Spirituosen, beinahe so wie bei Karstadt.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/05/Scan10512.jpg" rel="lightbox[973]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="Scan10512" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/05/Scan10512_thumb.jpg" alt="Scan10512" width="441" height="279" border="0" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ihr Sohn Rudolf handelte mit Kohlen. Dann wieder auf der anderen Seite stand die Shell-Tankstelle von Detjen. Hier gab es Öl, Schmierfett und Flickzeug für Fahrräder. Detjen machte auch Reparaturen für Fahrräder. Auf der Nachbarschaft befand sich das Geschäft von Johann Gembler. Auch hier gab es „Kolonialwaren.“ Später ist Gembler ein paar Häuser weiter gezogen. Hier stellte er seinen Handel um. Jetzt gab es im Besonderen Feuerung, Düngemittel, Steckrüben, Kohlarten und Getränke mit Prozenten.</p>
<p style="text-align: justify;">Eines der ältesten Geschäfte war die Schlachterei Hermann Franzen an der Ecke zum Postweg. Sein Sohn Erich führte die Schlachterei fort, er ist dann später an die Menkestraße gezogen. In der Oldenburger Straße gab es das Geschäft Peters, Kurzwaren Peters – Inhaber Herbert Jakobs. Knöpfe, Stricknadeln, Nähgarne, Strümpfe, Unterkleidung für Frauen und Männer waren im Angebot. Und dann gab es dort das Schuhgeschäft von Alice Gerdes. Wir gehen ein paar Schritte zurück und betreten den ehemaligen Schulweg, jetzt die Heinrich-Tönjes-Straße.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier hat sich vieles verändert. Standen hier früher Baracken, so sind dort heute Neubauten zu finden. Ganz vorne an hatte Fritz Hetz seine Gärtnerei und seinen Blumenladen. Auf der anderen Seite lag das Fischgeschäft Ludwig Janssen. „Ludscher“ wurde er genannt. Zum Auffrischen seines Vermögens kutschierte er die Leute mit seinem schwarzen Mercedes-Taxi. Heute gibt es dort eine Heilpraktikerpraxis. Daneben war die Heizmangel Henke. Und dann gab es dort noch zwei Malergeschäfte von Otto Bluschke und Otto Hinrichs (Maler Ott). In der Nähe der Bundesstraße hatte Waldemar Nommensen in einer Baracke seinen Elektroladen eingerichtet. Und gleich dahinter lag die Gewehrfabrik Austmeier. Der Klempner Ernst Rüter führte seinen Betrieb. Auf der anderen Seite der Bundesstraße gab es das Fahrradgeschäft Lipinski. Lipinski verkaufte sicher nicht viele Fahrräder, aber bei Reparaturen war er Spitze.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir gehen jetzt in die Menkestraße. Dort gab es zunächst Kiko Koch. Albert Koch war eine lebendige Litfasssäule für Zigaretten. Er war immerzu am Rauchen und verkaufte nebenher Krimskrams, Obst, Tabak und Lottoscheine. Dem Vernehmen nach soll er Billardmeister von Heidmühle gewesen sein. Dort wo der Mühlenweg abzweigt und jetzt das Hotel „Mühleneck“ steht, hatte Ernst Niemann sein Lebensmittelgeschäft. Ernst Niemann mit seinem roten Gesicht war immer freundlich. Und genau gegenüber lag das Geschäft L. H. Hinrichs. Hier wurde mit Kunstdünger, Kohlen und Torf gehandelt. Vorne im Extrahaus gab es ebenfalls Lebensmittel. Als L. H. Hinrichs finanziell hinten nicht mehr hoch kam, übernahm Theo Rogoss den Laden und verkaufte Textilien und andere Sachen. In das Landhandelsgeschäft zog Helmut Pantke ein. Später zog Pantke auf die andere Seite und hat dort eine Kornmühle aufgezogen. Der Gebäudekomplex L. H. Hinrichs besteht nicht mehr. Dort befindet sich heute das Hillers-Eck.</p>
<p style="text-align: justify;">Fünfzig Meter weiter das Geschäft von Hans Popken. Kohlen, Düngemittel, Futter für Vieh, Hühner und Tauben war das Hauptgeschäft. Das Geschäft gibt es heute noch, nur das Angebot hat sich verändert.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein paar Schritte weiter im Neumannsweg existierte das Lebensmittelgeschäft von Hinrich Hinrichs. „Hinni Hund“ wurde er genannt . Diesen Namen verdiente er sich dadurch, weil er vor seinen Auslieferungswagen oder –schlitten einen Hund einspannte, wenn er auf Kundschaft war.</p>
<p style="text-align: justify;">Später zog er in die Jeversche Straße. Nicht weit weg hatte Grete Sievers ihren Laden. Auch hier gab es Lebensmittel, aber auch Textilien. Kleider konnte man auf Warenkredit bekommen und im Monat mit fünf Mark abzahlen. Bei dem Schneider Gents gab es Anzüge und Hosen und wo jetzt das Elektrogeschäft Reelfs ist, war der Laden vom Schuster Ludwig Niemann. Bruno Reelfs kam 1959 mit dem Elektrogeschäft hinzu. Gegenüber hatte Janssen seinen Milchladen. Gerhard Eiben unterhielt zeitweise drei Geschäfte. Bei Frieda Fischer in der Plaggestraße gab es in ihrem kleinen Laden Textilien. Was Frieda nicht auf Lager hatte, wurde kurzerhand per Katalog bestellt oder ihr Ehemann Max fuhr mit der Kundschaft direkt in die Fabrik. Ein paar Häuser weiter verkaufte Karl Peick Textilien und Gardinen. Auf der anderen Seite führe Willi Offen seinen kleinen Lebensmittelladen. Weiter zur Kirche hin gab es den großen Lebensmitteladen von H.B.Gerdes, der dann später von Egon Caspers übernommen wurde. In Schortens in der Kirchstraße gab es wirklich Klein-Karstadt: L. H. Hinrichs. Hier wurden Porzellan, Küchengeschirr, Öfen, Herde, Fahrräder, Radios, Nägel und Schrauben verkauft. Und auch noch Lebensmittel in allen Sorten.</p>
<p style="text-align: justify;">Gegenüber konnte man Kleidung und Bettzeug bei Heinrich Warmbold kaufen. In der Zeit zog dort Fritz Huck als Pächter ein. Als Huck in das ehemalige Möbelhaus Harms in die Menkestraße zog, übernahm Karl Peick das Geschäft. Seinen Laden an der Plaggestraße gab er auf. In der Nachbarschaft war die Dampfbäckerei Bernhard Ulfers. Der Brot- und Kuchengeruch zog jeden Morgen durch`s Dorf. Auch hier wurde den Einwohnern die Gelegenheit geboten, sich mit Lebensmitteln einzudecken. Auf der anderen Seite der Straße hatte Paul Eichner den Laden für Fahrräder mit Reparaturservice. An der Schooster Straße befand sich die Schlachterei Adi Schröder und Anni Schütt mit ihrem Farbenladen.</p>
<p style="text-align: justify;">In Heidmühle und Schortens gab es noch mehr Läden, wo man Lebensmittel einkaufen konnte. Es waren dies Moulin/Hertha Peekes in der Bebelstraße, Marga Janssen in Ostiem, Wilhelm</p>
<p style="text-align: justify;">Harms in der Jeverschen Straße, Lehmann in Ostiem an der Bundesstraße, Gertrud Garrelfs in der Addernhausener Straße, Hinrich Janssen (Backer Backer) in der Jeverschen Straße, Reinhard Schoormann (Renni) im Steensweg und Benthien am Mühlenweg. Bäcker Heintel hatte auch noch Eßbares zu verkaufen. Und noch ein Lebensmittelgeschäft am Mühlenweg gab es, das von Kalli Husmann.</p>
<p style="text-align: justify;">Über zwanzig Läden mit Lebensmitteln gab es vor 50 – 60 Jahren. Für die Hausfrauen war es bequem, sie brauchten nicht weit zu laufen oder fahren und hatten auch noch Zeit für einen kleinen Klönsnack. Zwischen den Geschäftsinhabern gab es keinen Preiswettbewerb. Die Preise waren meist gleich. Aber die Kaufleute wussten sich zu helfen. Mit Freundlichkeit, Anschreiben lassen und Hauslieferungen banden sie für sich ihre Kundschaft. Bezahlt wurde mit Mark, Groschen und Pfennigen oder mit Bankschecks. Euroschecks und Kreditkarten gab es noch nicht. Die Waren gab es meist in losen Kisten, Zucker und Salz kamen in Papiertüten. Für Milch brachte man eine leere Flasche mit. Die großen Probleme mit dem Abfall so wie heute gab es früher nicht. Was man im Hause nicht mehr gebrauchen konnte, kam einfach in den Ofen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Männer brauchten früher nicht lange zu überlegen, was sie ihrer Frau zum Geburtstag schenken konnten: Eine neue Stofftasche oder ein Netz zum Einkaufen.</p>
<p style="text-align: justify;">Rudi Rabe</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff0000;">(Das Copyright der Bilder liegt bei <a title="Anfrage an Rudi Rabe stellen" href="mailto: rudirabe.schortens@t-online.de" target="_blank">Rudi Rabe</a>, weitere Verwendung nur mit schriftlicher Genehmigung)</span></p>
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		<title>Die plattdeutsche Sprache pflegen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pressemeldungen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 May 2008 18:59:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
		<category><![CDATA[De Paster kummt]]></category>
		<category><![CDATA[Heimatverein]]></category>
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		<category><![CDATA[Plattsprecher]]></category>
		<category><![CDATA[Rudi Rabe]]></category>
		<category><![CDATA[Schortens]]></category>
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					<description><![CDATA[Daran ist auch der Heimatverein Schortens interessiert / Lob für den Landkreis Die Pflege der plattdeutschen Sprache stand beim Heimatverein Schortens in seiner monatlichen Veranstaltung im Mittelpunkt. Für den erkrankten Vorsitzenden begrüßte sein Stellvertreter Franz Cornelius an diesem Abend in der Runde der Heimatfreunde im Bürgerhaus neben dem angekündigten Referenten Rudi Rabe auch den früheren &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/die-plattdeutsche-sprache-pflegen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Die plattdeutsche Sprache pflegen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Daran ist auch der Heimatverein Schortens interessiert / Lob für den Landkreis</h3>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/thumbnail.jpg" rel="lightbox[678]"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-679" title="thumbnail" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/thumbnail.jpg" alt="thumbnail" width="250" height="187" /></a></p>
<p>Die Pflege der plattdeutschen Sprache stand beim Heimatverein Schortens in seiner monatlichen Veranstaltung im Mittelpunkt. Für den erkrankten Vorsitzenden begrüßte sein Stellvertreter Franz Cornelius an diesem Abend in der Runde der Heimatfreunde im Bürgerhaus neben dem angekündigten Referenten Rudi Rabe auch den früheren Vorsitzenden Georg Schwitters in seinem neuen Amt als Beauftragter des Landkreises Friesland für die plattdeutsche Sprache für das Gebiet des Nordkreises. Georg Schwitters zeigte sich froh, dass die Aufgabe „Pflege der niederdeutschen Sprache“ vom Landkreis aufgegriffen wurde. Daher habe er auch gerne des Amt des Beauftragten übernommen. <span id="more-678"></span>Nach Ansicht von Schwitters ist die Einsetzung von zwei Beauftragten für den Nord- und den Südkreis richtig. Nicht die Entfernung gab dabei den Ausschlag, sondern die unterschiedlichen kulturellen Einflüsse, die früher sowohl im Jeverland wie auch in der Friesischen Wehde gewirkt haben. Dies hat auch einen Einfluss auf die Sprache.</p>
<p>Aufgabe der Beauftragten ist es, verstärkt für die plattdeutsche Sprache zu werben. Ein Schwerpunkt sind dabei die Schulen und die Kindergärten. Hier können aber die Beauftragten nicht allein wirken, sie werden mit hoffentlich wachsenden Aufgaben dann verstärkt auf ehrenamtliche Helfer angewiesen sein. Die niederdeutsche Sprache hat den gleichen kulturellen Wert wie andere Sprachen Sie wurde noch bis zum zweiten Weltkrieg in Norddeutschland fast flächendeckend gesprochen. Der Heimatverein Schortens wünschte den beiden Beauftragten eine erfolgreiche Arbeit und wird die Pflege der niederdeutschen Sprache wie bisher nach Kräften unterstützen. Plattdeutsch im praktischen Einsatz gab es dann mit Rudi Rabe, der im Heimatverein und in der Gruppe „de plattsnackers“ (die Plattsprecher) in Schortens aktiv ist. In der noch relativ jungen Gruppe der Plattsprecher sind 10 Autoren und einige Helfer aktiv, die inzwischen über 500 Geschichten und Gedichte, zeitgenossische Erzählungen und ähnliche Dinge gesammelt haben. Zur Überraschung der Aktiven besteht an den Gedichten das weitaus größere Interesse. Diese werden von der Gruppe in größerer Zahl abgefordert.<br />
Rudi Rabe trug dann zunächst einige „Kostproben“ von Gedichten und Geschichten aus der Sammlung vor. Mit Hinblick auf den Veranstaltungstag (8. Mai) erinnerte Rudi Rabe an das Ende des zweiten Weltkrieges vor nunmehr 63 Jahren und trug aus eigenem Erleben aus der Kriegszeit vor.</p>
<p>Der vor wenigen Monaten aus Addernhausen gemeldete Fund einer Bombe rief wieder Erinnerungen an die Bombennacht vom 15. Oktober 1944 wach. Es waren in Addernhausen nicht nur große Sachschäden sondern auch vier Tote zu beklagen. So wechselten im Vortrag von Rudi Rabe heitere und sehr besinnliche Teile und der Referent zeigte, dass mit plattdeutscher Sprache nicht nur humorvolle Dinge, sondern recht sensibel schwierige Fragen und traurige Ereignisse behandelt werden können. In einem weiteren Beitrag berichtete Rudi Rabe von einem Klassentreffen mit dem Besuch von Professor Dr. Arnold Schultze, dem Sohn des früheren Hauptlehrers Schultze in Oestringfelde. Arnold Schultze hat ein plattdeutschen Tagebuch von einer Besteigung des Kilimandscharo in Afrika verfasst, welches Rudi Rabe jetzt den Heimatfreunden vortrug.</p>
<p>Viele alte und neue Geschichten hat Rudi Rabe in einem Buch mit dem Titel „De Paster kummt“ zusammengestellt, welches jetzt im Handel erhältlich ist. Daraus trug er zum Abschluss noch eine Passagen vor. Aufgelockert wurde das Programm weiter von Hilde Thaden, die recht humorvoll aus der eigenen Kinderzeit in Schortens und Klein Ostiem erzählte.</p>
<h6><em><strong>Quelle: </strong>Jeversches Wochenblatt, Rubrik: Aktuell, Ausgabe vom 16.05.2008</em></h6>
<h2>Plattdütsch nicht nur für Döntjes</h2>
<h3>KULTUR Heimatverein will Heimatsprache weiter fördern – Vorträge und Lesung</h3>
<p>MIT DER VIELFALT DER PLATTDEUTSCHEN SPRACHE HAT SICH DER HEIMATVEREIN SCHORTENS BEFASST UND GEMERKT: PLATT KANN AUCH SEHR TRAURIG SEIN.</p>
<p>MARTIN NOORMANN</p>
<p>SCHORTENS &#8211; Der Heimatverein Schortens will sich weiterhin für den Erhalt und die Pflege der plattdeutschen Sprache einsetzen. Auf dem jüngsten Treffen ging es ausschließlich ums Platt.</p>
<p>So stellte sich der frühere Heimatverein-Vorsitzende Georg Schwitters als „Beauftragter des Landkreises Friesland für die plattdeutsche Sprache“ vor. Er sei froh, dass die Pflege der niederdeutschen Sprache vom Landkreis aufgegriffen wurde, sagte Schwitters. Zwei Beauftragte – einer für den Nord- und einer für den Südkreis – seien richtig. Nicht die Entfernung gab dabei den Ausschlag, sondern die unterschiedlichen kulturellen Einflüsse, die früher sowohl im Jeverland wie auch in der Friesischen Wehde gewirkt haben. Dies hat auch einen Einfluss auf die Sprache.</p>
<p>Als Plattdeutsch-Beauftragter wolle er verstärkt in Schulen und Kindergärten für die Regionalsprache werben und hoffe dabei auf weitere ehrenamtliche Unterstützer.</p>
<p>Plattdeutsch gab es dann mit Rudi Rabe, der im Heimatverein und in der Gruppe „De Plattsnackers“ in Schortens aktiv ist. In der noch relativ jungen Gruppe der Plattsprecher sind zehn Autoren versammelt, die inzwischen über 500 Geschichten und Gedichte, zeitgenössische Erzählungen und ähnliche Dinge gesammelt haben. Rudi Rabe trug einige Kostproben aus der Sammlung vor.</p>
<p>Er erinnerte up Platt aber auch an die Bombennacht vom 15. Oktober 1944. Damals waren in Addernhausen nicht nur große Sachschäden, sondern auch vier Tote zu beklagen. Der Referent zeigte, dass mit Plattdeutsch nicht nur humorvolle Dinge, sondern auch schwierige Themen und traurige Ereignisse geschildert werden können.</p>
<p>Rudi Rabe berichtete außerdem von einem Klassentreffen mit dem Besuch von Professor Dr. Arnold Schultze, dem Sohn des früheren Hauptlehrers in Oestringfelde. Schultze hat ein plattdeutschen Tagebuch von einer Besteigung des Kilimandscharo in Afrika verfasst, welches Rabe ebenfalls vortrug. Viele alte und neue Geschichten hat Rudi Rabe in einem Buch mit dem Titel „De Paster kummt“ zusammengestellt, das jetzt im Handel erhältlich ist. Auch daraus trug er noch eine Passage vor.</p>
<p>vgl. <a href="http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_kreis_friesland_schortens_artikel.php?id=1666415&amp;offset=" target="_blank">NWZ-Online vom 16.05.2009</a></p>
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