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	<title>Oestringfelde &#8211; Heimatverein Schortens von 1929 e. V.</title>
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	<title>Oestringfelde &#8211; Heimatverein Schortens von 1929 e. V.</title>
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		<title>Ausstellung zu Gebeinen aus dem Klosterpark</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Henning Karasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 10:24:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Den Programmablauf entnehmen Sie bitte dem Ausstellungs-Flyer. In die Geschichte des Klosters Oestringfelde können Besucher der kommenden Vereinsausstellung unter dem Titel ‘Die Gebeine des Klosterparks &#8211; Lebten Ebba und Dieka als Nonnen im Kloster Oestringfelde?’ eintauchen. Die Schau im Heimathaus, Jadestraße 8, wird am Sonntag, 30. Oktober, um 11.30 Uhr eröffnet. Die Astringer Strieders sollen &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/ausstellung-zu-gebeinen-aus-dem-klosterpark/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Ausstellung zu Gebeinen aus dem Klosterpark“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Den Programmablauf entnehmen Sie bitte dem <a title="Flyer herunterladen" href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/07/Flyer_Heimatverein_Ebba_und_Dieka.pdf" target="_blank">Ausstellungs-Flyer</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">In die Geschichte des Klosters Oestringfelde können Besucher der kommenden Vereinsausstellung unter dem Titel ‘Die Gebeine des Klosterparks &#8211; Lebten Ebba und Dieka als Nonnen im Kloster Oestringfelde?’ eintauchen. Die Schau im Heimathaus, Jadestraße 8, wird am Sonntag, 30. Oktober, um 11.30 Uhr eröffnet.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/10/Ausstellung_Kloster.jpg" rel="lightbox[2225]"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2226" title="Ausstellung_Kloster" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/10/Ausstellung_Kloster-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" srcset="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/10/Ausstellung_Kloster-300x199.jpg 300w, https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/10/Ausstellung_Kloster.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die <a href="http://astringer-strieders.de.to/" target="_blank">Astringer Strieders</a> sollen draußen Zweikämpfe mit mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Waffen vorführen. Bis Sonntag, 27. November, besteht jeweils sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr Gelegenheit zum Besuch, im Rahmenprogramm können Besucher Steinbearbeitung erleben und sich von Kräuterfrau Heike Duden in die Geheimnisse der Pestkräuter einweihen lassen. Unter 04461/80418 können gerne Wochentermine für Gruppen und Schulklassen vereinbart werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2225"></span>Anlass der Schau war der Fund von sechs Skeletten nach einem Sommergewitter 2010, die von Baumwurzeln hervorgerissen und durch Heino Albers, Vereinsmitglied und Archäologiebeauftragter des Landkreises Friesland, mit “schlafwandlerischer Sicherheit” entdeckt und in einer Notgrabung mit Grabungstechnikern des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege geborgen wurden. Zwei Skelette befinden sich heute in Oldenburg und warten im Magazin des Landesamtes auf ihre Untersuchung.</p>
<p style="text-align: justify;">Die mögliche Lebensgeschichte der fiktiv benannten Dominikanerinnen Ebba und Dieka, vermutlich Häuptlingstöchter, bildet den roten Faden durch die mit viel Liebe zum Detail konzipierte Schau, für die die “emsigen Arbeitsbienen” des Vereins immer neue Exponate entdeckten. Besucher können sich so auf eine spannende Zeitreise von der Klostergründung im zwölften Jahrhundert in der Nähe des vorchristlichen Heiligtums bis zu seiner Auflösung im Zuge der Reformation im Jahre 1596 begeben.  Nachgeschmiedete Archäologiebeauftragter sind ebenso zu sehen wie Tonscherben vom Klostergelände und Kugeltöpfe aus Sillenstede und Stummeldorf zum Vergleich. Eine Pestmaske steht stellvertretend für die Zeit der großen Epidemie um 1350, die 85 Prozent der Bevölkerung dahinraffte, worauf eine Sense anschaulich verweist, und deretwegen die Kanoniker Oestringfelde verließen, um sich südlich von Münster an der Vechte anzusiedeln, und die Dominikanerinnen aus Norden die Anlage übernahmen. Die Kleidung beider Gruppen können Besucher dank der Hilfe des Jever Art Ensembles bewundern, Kleiderpuppen stammen aus Schortens und dem Heimatmuseum Friedeburg.</p>
<p style="text-align: justify;">Durch Heimatvereinsmitglieder geborgene Mauersteine, Granit- und Sandsteinquader sowie Ziegelscherben verdeutlichen ebenso die Baugeschichte wie Dachziegel vom ostfriesischen Kloster Ihlow. Viele Steine wurden später zur Befestigung des Schlossplatzes in Jever, zum Bau der dortigen St.Annenkapelle und der Anlage der Gräben von Burg Kniphausen verwandt.<br />
Das genaue Aussehen von Kirche und Gebäuden ist unbekannt und wird es wohl auch bleiben, denn Grabungen, die zumindest Aufschluss über die Anzahl und Lage der Gebäude gäben, würden nur bei drohender Gefahr durchgeführt. Klosterpark und Grabensystem entstanden Anfang des 19. Jahrhunderts, ein rund 500 Hektar großes Klostergut bestand schon früher.<br />
Dazu zählten Silland, Schortenser Hammrich und die Klosterheide, ungefähr dort, wo heute das AquaToll und der umgebende Stadtteil Jungfernbusch liegen.<br />
Taufstein, Maueranker und Schlüssel der Klosterkirche sowie ein Bild des Turmes von 1747, bis Ende des 18. Jahrhunderts letztes Relikt der Anlage, sind freundliche Leihgaben des Schlossmuseums Jever. Eine Schortenser Flurkarte lässt erkennen, wo Namen wie Mönchenkamp noch heute auf das Kloster hindeuten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> [<a href="https://hv-schortens.de/ausstellung-zu-gebeinen-aus-dem-klosterpark/">See image gallery at hv-schortens.de</a>] </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ausstellung ‘Die Gebeine des Klosterparks’ stößt auf großes Interesse</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zahlreiche Gäste konnten die Mitglieder des Heimatvereins Schortens, allen voran Vorsitzender Michael Kunz sowie die Gestalter der Ausstellung, Regina Rüdebusch, Peter Homfeldt und Heino Albers, zur Eröffnung der Schau ‘Die Gebeine des Klosterparks’ im Heimathaus, Jadestraße 8, begrüßen.<br />
Die stellvertretende Bürgermeisterin Heide Bastrop wünschte im Namen der Stadt viel Erfolg.<br />
Bis zum Sonntag, 27. November, können die Besucher nun an jedem Sonnabend und Sonntag von 14 bis 17 Uhr anhand der Exponate, davon viele Originale vom Gelände des Klosters Oestringfelde, und Begleittexte ein Bild von der Zeit der Gründung des Klosters im 12. Jahrhundert bis zum Abbruch des Kirchturmes als letztem sichtbaren Zeichen im ausgehenden 18. Jahrhundert erhalten.<br />
Zur Eröffnung führten die Astringer Strieders die Gäste in die Kampfkunst mit Schwertern sowie Pfeil und Bogen ein, am ersten und zweiten Novemberwochenende werden mit ‘Allerley Handwerkerey’ und Stein-Hort unter anderem Perlen gemacht, am dritten Wochenende stellt Kräuterfrau Heike Duden Pestkräuter vor, und zum Abschluss dürfen sich die Besucher überraschen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Garten-Eden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rudi Rabe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 17:52:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
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		<category><![CDATA[Gerd Husmann]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Geschichte der Gaststätte „Zum grünen Wald“ in Oestringfelde Vor dem Jahre 1870 gehörte dem Landhäusling Harm Anton Eiben eine kleine Landstelle zur Größe von 6,5 Hektar, gelegen in Oestringfelde an dem Wege nach Upjever. In der Hauptsache wurde Ackerbau betrieben. Auf dem Areal befand sich ein kleines Wäldchen mit Nadel- und Laubgehölz. Zum landwirtschaftlichen &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/garten-eden/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Garten-Eden“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Die Geschichte der Gaststätte „Zum grünen Wald“ in Oestringfelde</h3>
<p>Vor dem Jahre 1870 gehörte dem Landhäusling Harm Anton Eiben eine kleine Landstelle zur Größe von 6,5 Hektar, gelegen in Oestringfelde an dem Wege nach Upjever. In der Hauptsache wurde Ackerbau betrieben. Auf dem Areal befand sich ein kleines Wäldchen mit Nadel- und Laubgehölz. Zum landwirtschaftlichen Anwesen mit Wohnhaus und Stall gehörte das kleine Gasthaus „Grüner Wald“ mit einem großen Garten, ebenfalls am Weg nach Upjever gelegen. Im Jahre 1870 wurde der Sohn Ernst Frerichs Eiben neuer Eigentümer. Durch Tod erhielt 1897 dessen Tochter und spätere Ehefrau des Johann Gerhard Eden, Gesche Margarethe geb. Eiben, den Besitz.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-30erJahre.jpg" rel="lightbox[1721]"><img decoding="async" title="Gruener Wald-30erJahre" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-30erJahre-300x185.jpg" alt="Gruener Wald-30erJahre" width="431" height="266" /></a></p>
<p><span id="more-1721"></span>Dem jung vermählten Ehepaar wird es neben der Landwirtschaft wohl zuviel gewesen sein, auch noch die Gastwirtschaft zu führen. Sie verkauften die Gaststätte mit Garten nach Abschreibung aus der Gesamtfläche 1906 an den Landwirt Melchert (Melchior) Eden in Jever. Er war wohl nur ein Namensvetter. Melchert Eden beabsichtigte mit diesem Kauf, seiner Tochter Hempe Margarethe eine Existenzgrundlage zu geben und die Gaststätte an sie zu verpachten. Hempe Margarethe und ihr Ehemann Albert Cornelius Eden aus Zetel – wiederum ein Namensvetter- waren ein Jahr vorher am 5. Mai 1905 in der St.-Stephanus-Kirche in Schortens getraut worden. Albert Cornelius Eden hatte den Beruf des Gastwirts erlernt, und so lag es nahe, dass sie diesem Angebot zustimmten. Beide 1878 geboren schafften es, die Gaststätte aus kleinen Anfängen heraus zu einem großen Anziehungspunkt werden zu lassen.</p>
<p>1906 wurde die Tochter Gesine Johanne geboren. Ein weiterer Kindersegen stellte sich nicht ein. So gerne hätten sie noch einen Stammhalter gehabt, aber es sollte nicht sein. Sie entschlossen sich, einen Pflegesohn aufzunehmen. Sie fanden ihn im Waisenhaus in Varel. Der kleine, quirlige Junge mit spanischem Aussehen wurde auserkoren. Es war der dreijährige Karl Friedrich Witten, der im späteren Verlauf eine wichtige Rolle übernehmen sollte. Karl kam mit nach Oestringfelde und wurde wie ein eigenes Kind aufgenommen. Er ging bis zum Abschluss in die nahe gelegene Schule Oestringfelde. In der zweiklassigen Volksschule erhielt er vom Lehrer Brakenhoff  das Rüstzeug für das spätere Leben. Interessant in diesem Zusammenhang: Nur alle vier Jahre gab es Zeugnisse. Danach erlernte er den Beruf des Gaststätten- und Hotelkaufmanns und war u.a. im Ratskeller in Wilhelmshaven und in der Schweiz tätig. Vor dem Krieg erwarb Karl Witten, der inzwischen mit Martha Johanne geb. Oltmanns verheiratet war, den „Roland“ in Wilhelmshaven, ein Speiselokal mit Fremdenzimmern und Kegelbahn. Durch Bombeneinwirkung verlor er seine Existenz.</p>
<p>Der nahe gelegene Upjeversche Wald lud zu allen Jahreszeiten zu einem Besuch ein. Reiter- und  Fahrradgruppen, Fuhrwerke und Spaziergänger kehrten gerne ein. Die friedliche Idylle wurde unterbrochen, als Albert Cornelius Eden in den Ersten Weltkrieg ziehen musste. Für die Zeit seiner Abwesenheit wurde der „Grüne Wald“ an den Wirt Eduard Harms verpachtet. Das abgebildete Foto lässt nicht erkennen, dass große Not herrschte. Es hat hier den Anschein, dass das Leben in geordneten Bahnen weiter ging. Glücklich über die Rückkehr des Albert Eden schenkte Melchert Eden durch Vertrag vom 8. Mai 1919 seiner Tochter Hempe Margarethe (genannt Meti) das Anwesen. Während Meti für die Küche zuständig war, betreute Albert seine Gäste. Skatspielen war Alberts große Leidenschaft. Es ist nicht überliefert, dass er jemals ein übernommenes Spiel verloren hat.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-1917-1918.jpg" rel="lightbox[1721]"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-1722" title="Gruener Wald 1917-1918" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-1917-1918-300x212.jpg" alt="Gruener Wald 1917-1918" width="453" height="320" srcset="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-1917-1918-300x212.jpg 300w, https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-1917-1918.jpg 1024w" sizes="(max-width: 453px) 85vw, 453px" /></a></p>
<p>Friedliche Idylle in den Kriegsjahren 1917/1918</p>
<p>In der schweren Zeit nach der überstandenen Inflation erfolgte der erste große Umbau der Gaststätte. 1926 erhielt das Dach einen Giebelausbau, der Grundriss wurde erweitert und das Gemäuer bekam einen hellen Kalkputz. 1928 wurde die neu erbaute Kegelbahn eingeweiht. Der schöne Kaffeegarten erhielt den Namen „Garten Eden.“ Die ruhige Idylle wurde oft durch Gewehrschüsse unterbrochen. Albert Eden hatte dem Kyffhäuser-Bund erlaubt, eine Freiluftschießanlage (50m Kleinkaliber) zu unterhalten. Viele andere Vereine hatten hier ihr Domizil. Der Heimatverein Schortens von 1929 e.V. feierte nach Errichtung des Wolfsgalgens sein erstes Güstkinnelbeer. Es ist zum eigentlichen Stiftungsfest des Heimatvereins geworden. Mit Beginn des Flugplatzbaus in Upjever (1936) traf bei Albert Eden eine Verfügung ein. Im Garten wurde kurzerhand eine große Blockhütte für die staatliche Bauleitung errichtet. Während des Krieges diente sie, wie auch die Kegelbahn, Soldaten als Unterkunft. Nach dem Kriege nutzte die Blockhütte Vertriebenen als Notunterkunft. Mitte der Fünfziger Jahre wurde sie abgebrochen.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-30erJahre.jpg" rel="lightbox[1721]"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-1723" title="Gruener Wald-30erJahre" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-30erJahre-300x185.jpg" alt="Gruener Wald-30erJahre" width="469" height="289" srcset="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-30erJahre-300x185.jpg 300w, https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-30erJahre.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 469px) 85vw, 469px" /></a></p>
<p>Im „Garten-Eden“ wurde scharf geschossen – 1930er Jahre</p>
<p>1951 erhielten die Eheleute Karl Friedrich  und Martha Johanne Witten von Albert Eden das Angebot, den „Grünen Wald“ mit einem Vorkaufsrecht versehen zu pachten. Sie bewirtschafteten das Speiserestaurant „Schütting“ in Varel. Sie sagten zu, und damit kehrte Karl Friedrich Witten an die Stätte seiner Kindheit zurück. Frau Witten kümmerte sich immer mehr um die zusehends kränkliche Meti Eden und führte Regie in der Küche. 1955 wurde Albert Eden Eigentümer, nachdem seine liebe Meti verstorben war. Albert Eden verstarb am 17. Dezember 1957, die Eheleute Witten wurden jetzt die neuen Besitzer. 1966 verkauften die Eheleute Witten die Gastwirtschaft an Frau Antje Franziska –genannt Anni- Wessels aus Aurich. Nach mehrfachen Verpachtungen und Leerständen übernahm 1971 der Bauunternehmer Wilhelm Tietken, Wilhelmshaven, die Gaststätte um sie ein Jahr später an Gerd Husmann weiter zu verkaufen.</p>
<p>1990 erfolgten große Umbaumaßnahmen, der Saal wurde erweitert. 2001 erhielt das Haus neue sanitäre Anlagen. Seitdem stellen Gerd Husmann und Marga Spranger die Räumlichkeiten für Familienfeiern gerne zur Verfügung.</p>
<p>Rudi Rabe</p>
<p>(Das Copyright der Bilder liegt bei <a title="Anfrage an Rudi Rabe stellen" href="mailto:%20rudirabe.schortens@t-online.de" target="_blank">Rudi Rabe</a>, weitere Verwendung nur mit schriftlicher Genehmigung)</p>
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		<title>Der Wolfsgalgen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pressemeldungen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Oct 2004 10:33:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
		<category><![CDATA[Addernhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Anthon Richter]]></category>
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		<category><![CDATA[Freunde des Altertums]]></category>
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					<description><![CDATA[Geschichte Erhard Harms/Georg Schwitters Im Mittelalter war es nicht ungewöhnlich, dass im Winter Wölfe weit nach Westen in unseren Raum vordrangen. Gerissene Schafe und Rinder bedeuteten für die Menschen auf dem Lande herbe Verluste. Noch im 17. Jahrhundert heißt es über das Vorhandensein von Wölfen, dass im Hopelser Wald im Kreise Wittmund so viele Wölfe &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/der-wolfsgalgen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Der Wolfsgalgen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Geschichte</h2>
<h3>Erhard Harms/Georg Schwitters</h3>
<p>Im Mittelalter war es nicht ungewöhnlich, dass im Winter Wölfe weit nach Westen in unseren Raum vordrangen. Gerissene Schafe und Rinder bedeuteten für die Menschen auf dem Lande herbe Verluste.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/heimathuus71.jpg" rel="lightbox[1795]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; margin-left: 0px; margin-right: 0px; border-width: 0px;" title="heimathuus7" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/heimathuus7_thumb1.jpg" alt="heimathuus7" width="148" height="244" align="left" border="0" /></a> Noch im 17. Jahrhundert heißt es über das Vorhandensein von Wölfen, dass im Hopelser Wald im Kreise Wittmund so viele Wölfe hausten, dass sie zur Landplage wurden. Im Jahre 1650 wurde eine Treibjagd auf Wölfe durchgeführt. 1705 setzte Fürst Christian Eberhard eine Wolfsjagd großen Stils an, die im folgenden Jahr wiederholt wurde. 1731 wurde in Friedeburg noch ein einzelner Wolf erlegt. Der letzte?</p>
<p>Seit 1692 war Hermann Anthon Richter Heuermann auf dem alten Klostergut von Oestringfelde. Sein Vater, Krin Richter, hatte die Erbpacht 1680 meistbietend ersteigert und den Weinkauf für seine Nachkommen geleistet. Hermann Anthon Richter trat das Erbe an, und es wurde ihm auch das Amt eines fürstlich- anhaltischen Wildjägers übertragen.</p>
<p>Zu seiner Zeit -man schrieb November 1738- trieb wieder ein verirrter Wolf in der Heide bei Oestringfelde sein Unwesen. In der Nacht vom 20. zum 21. November versuchte er, in den Stall des Wildschützen Richter einzudringen. Dabei wurde er überrascht. Man erzählte sich, Anthon Richter, der Sohn des Wildschützen, sei so erschrocken gewesen, dass er so schnell gar keine Kugel für seine Flinte zu finden vermochte. Er riss sich einen silbernen Knopf von seiner Weste und erschoss den Wolf damit. Den toten Wolf hängten sie an einen in der Nähe stehenden Eichenbaum.</p>
<p>Böse Zungen aus der Nachbarschaft, besonders aus Addernhausen, behaupteten, das erlegte Tier sei gar kein Wolf, sondern ein wildernder Hund gewesen. Man nannte darum die Schortenser in der Folge- zeit gerne scherzhaft »de Hunnenhangers«. Ludwig Strackerjan hat in seinem Werk »Aberglaube und Sagen« dankbar diese Episode aufgenommen und bekannt gemacht. Ein Diedrich Schütte benutzt es als Motiv zu seinem Gedicht »Der letzte Galgen«. Ein Gemälde des Wolfes von Meppe Schwitters ist im jeverschen Heimatmuseum zu sehen.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/Wolfsgalgen21.jpg" rel="lightbox[1795]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; margin-left: 0px; margin-right: 0px; border-width: 0px;" title="Wolfsgalgen2" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/Wolfsgalgen2_thumb1.jpg" alt="Wolfsgalgen2" width="164" height="244" align="right" border="0" /></a>Der Eichenbaum, an dem der Wolf hing, hieß aber seither »Wolfsgalgen«. Als nach 50 Jahren der Eichenbaum gefällt wurde, errichtete man zur Erinnerung einen Baumstamm mit einem galgenartigen Ast, »links vom alten Mühlenwege, 66 m vom Kreuzungspunkte, 10,5 m vom Wallfuße« (nach Angaben von Karl Bock, d.h. auf der östlichen Seite des heutigen Klosterweges). Dieser wurde in den Jahren 1800 und 1878 erneuert.</p>
<p>Der letztere stand bis 1909, und danach wäre die Geschichte des Wolfes von Oestringfelde sicher in Vergessenheit geraten, wenn nicht 1931 »Die Freunde des Altertums der Gemeinde Schortens« sich entschlossen hätten, wieder einen Wolfsgalgen aufzurichten. Er wurde nicht weit von dem ursprünglichen Standort <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Klosterweg+119,+26419+Schortens,+Friesland,+Niedersachsen&amp;sll=53.537425,7.92891&amp;sspn=0.006325,0.01929&amp;g=Klosterweg+117,+26419+Schortens,+Friesland,+Niedersachsen&amp;ie=UTF8&amp;ll=53.536482,7.928267&amp;spn=0.025301,0.077162&amp;z=14">auf dem »Keil« aufgestellt</a> und mit einer Erinnerungstafel versehen.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/Wolfsgalgen3.jpg" rel="lightbox[1795]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border-width: 0px;" title="Wolfsgalgen3" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/Wolfsgalgen3_thumb.jpg" alt="Wolfsgalgen3" width="501" height="335" border="0" /></a></p>
<p>Die Einweihung des neuen Wolfsgalgens wurde anschließend mit einem großen Fest im »Grünen Wald« in Addernhausen gefeiert.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/Wolfsgalgen.jpg" rel="lightbox[1795]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border-width: 0px;" title="Wolfsgalgen" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/Wolfsgalgen_thumb.jpg" alt="Wolfsgalgen" width="506" height="496" border="0" /></a></p>
<p>Die Heimatfreunde nannten es »Güstkindelbeer«, und dies wurde zu ihrem Traditionsfest. Seit der Wiedergründung im Jahr 1956 ist es alljährlich gefeiert worden. Der Wolfsgalgen ist mittlerweile bereits zweimal im feierlichen Rahmen neu aufgestellt worden, 1977 und 1998.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/Wolfsgalgen1.jpg" rel="lightbox[1795]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border-width: 0px;" title="Wolfsgalgen1" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/Wolfsgalgen1_thumb.jpg" alt="Wolfsgalgen1" width="503" height="337" border="0" /></a></p>
<p>Der Wolf von Oestringfelde war aber nicht der letzte in unserer Region. Noch 1767 ist in Spohle ein Wolf erlegt worden und der letzte Wolf in Ostfriesland 1776 von einem Bauern in Coldinne. Auch im 19., sogar noch im letzten Jahrhundert gelangten mehrfach Einzelgänger bis an die Weser.</p>
<h6>Quelle: Festschrift und das Heimatbuch “<a href="https://hv-schortens.de/veroffentlichungen/">75 Jahre Heimatverein Schortens 1929 – 2004</a>”<br />
Bilder: 09/2009, Michael Kunz</h6>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/11/DerletzteWolfWobl2.jpg" rel="lightbox[1795]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="Der letzte Wolf Wobl." src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/11/DerletzteWolfWobl._thumb2.jpg" alt="Der letzte Wolf Wobl." width="507" height="1261" border="0" /></a></p>
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			</item>
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