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	<title>Verpflegungsamt &#8211; Heimatverein Schortens von 1929 e. V.</title>
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		<title>Noch einmal zu Gast bei &#8222;Carl Orbis&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pressemeldungen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 17:01:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Olympia Werke]]></category>
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					<description><![CDATA[Holger Ansmann und Peter Homfeldt führten die Gruppe über das TCN-Gelände Ein Klassentreffen 58 Jahre nach der Entlassung aus dem „verlängerten achten Schuljahr“ gab es jetzt für die Schulabgänger aus der früheren Volksschule Heidmühle. Die damals geltende achtjährige Schulpflicht hatten die Schülerinnen und Schüler bereits im Herbst des Jahres 1953 erfüllt, aber es herrschte ein &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/noch-einmal-zu-gast-bei-carl-orbis/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Noch einmal zu Gast bei &#8222;Carl Orbis&#8220;“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;">Holger Ansmann und Peter Homfeldt führten die Gruppe über das TCN-Gelände</h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2012/04/120404_OLy_Fuehrung.png" rel="lightbox"><img fetchpriority="high" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border: 0px;" title="120404_OLy_Fuehrung" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2012/04/120404_OLy_Fuehrung_thumb.png" alt="120404_OLy_Fuehrung" width="504" height="287" border="0" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ein Klassentreffen 58 Jahre nach der Entlassung aus dem „verlängerten achten Schuljahr“ gab es jetzt für die Schulabgänger aus der früheren Volksschule Heidmühle.</p>
<p style="text-align: justify;">Die damals geltende achtjährige Schulpflicht hatten die Schülerinnen und Schüler bereits im Herbst des Jahres 1953 erfüllt, aber es herrschte ein großer Mangel an Ausbildungsplätzen. Daher nutzten seinerzeit 80 Mädchen und Jungen der Schulen im Gemeindekern von Schortens die Chance, die Schulzeit um sechs Monate zu verlängern. Dieser zusätzliche Jahrgang wurde in der Volksschule Heidmühle zusammengefasst. Der Unterricht wurde in zwei Klassen und letztmalig getrennt nach Mädchen und Jungen in einer Nebenstelle der Volksschule an der Jeverschen Straße in der Baracke erteilt, die im Park hinter dem einstigen Verpflegungsamt, heute „Alte Brauerei“ genannt, stand. Daher wurde die Nebenstelle zumeist als „Parkschule“ bezeichnet.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2594"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Eingeladen hatten die Organisatoren Horst Ahrends, Hilde Warntjen und Edith Bents ihre ehemaligen Schulkameraden jetzt nach Roffhausen. Bis zum 60. Jahrestag der Schulentlassung wollte man nicht warten, da jetzt ein aufschlussreiches Programm möglich war. Auf dem Parkplatz an der Olympia-Straße versammelten sich rund 30 der ehemaligen Mitschüler, eine Besichtigung des TCN Geländes hatten die Ausrichter angekündigt. Ein größerer Teil der Schülerinnen und Schüler hatte hier einmal einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz in den „Olympia- Werken“ gefunden. So war man auf die heutige Situation in dem weitläufigen Bereich doch sehr gespannt.</p>
<p style="text-align: justify;">Empfangen wurden die Gäste von Holger Ansmann von der TCN-Marketing und von Peter Homfeldt vom Heimatverein Schortens, die nach einer herzlichen Begrüßung die Führung übernahmen. In Gruppen hörte man im Wechsel einen Vortrag über die 1903 von der AEG begonnene Produktion der Schreibmaschine, die bald nach Erfurt verlegt wurde. Nach dem 2. Weltkrieg gingen viele Führungskräfte in den Westen nach Bielefeld, dann aber sehr schnell nach Roffhausen, wo am10.Mai 1946 die Geschichte der „Olympia-Werke“ mit 28 Mitarbeitern begann. Die weitere Geschichte der Werke bis zur Schließung hatte die Mehrzahl der Gäste als Mitarbeiter oder als Bürger in Schortens persönlich erlebt.</p>
<p style="text-align: justify;">Der zweite Programmteil bestand aus einem Rundgang auf dem Gelände, wo jetzt über 60 Betriebe mit fast 2700 Mitarbeitern tätig sind. Ins Auge fiel vielen Besuchern besonders die Sauberkeit in den Hallen und auf dem Gelände. Die hier tätigen Firmen, die ein breites Spektrum abdecken, wurden vorgestellt. Interesse fand dabei besonders das Gründerzentrum der Stadt Schortens, welches jungen Firmen hilft, den Weg in die Selbstständigkeit mit Erfolg zu gehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Fachgespräche gab es dann in der Olympia-Ausstellung des Heimatvereins Schortens, wo Peter Homfeldt die Produktionspalette aus rund hundert Jahren der Firmengeschichte vorstellte. Viele Besucher erinnerten sich an Einzelheiten ihres eigenen Einsatzes, und manch interessante Episode wurde zum Besten gegeben. Eine gemeinsame Kaffeetafel rundete den Besuch ab. Für den größeren Teil war es ein Erlebnis, noch einmal bei „Carl Orbis“ zu sein, wie man den Arbeitgeber früher vielfach nannte, obwohl es eine Person dieses Namens hier nicht gegeben hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Anschließend begaben sich die ehemaligen Schülerinnen und Schüler auf kurzem Weg in die gegenüberliegende Gaststätte „Bistro bei Schlimgen“. Hier hatte man bereits in der Zeit des Berufslebens oftmals eine schmackhafte Stärkung eingekauft. Nun war ein hervorragendes Büfett hergerichtet, und alle griffen kräftig zu. Dabei gab es viel Gelegenheit zum Austausch von Erinnerungen an die Zeit der Schule und der Arbeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Quelle: Jeversches Wochenblatt vom 04.04.12, Seite 4</p>
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		<title>Dampfbäckerei Bernhard Ulfers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rudi Rabe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 13:49:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
		<category><![CDATA[älteste Bäckerei]]></category>
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					<description><![CDATA[Die wohl mit Sicherheit älteste Bäckerei der Stadt Schortens ist die Bäckerei Ulfers in Schortens an der Eilksstrasse/Ecke Klein-Ostiemer-Weg. Nachforschungen haben ergeben, dass bereits im Jahre 1866 eine Bäckerei bestanden hat. Die Einsichtnahme in die Grundakten beim Grundbuchamt haben Erkenntnisse gebracht, die den Beteiligten bis jetzt noch nicht bekannt waren. Der Bäckermeister Anton Warner zu &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/dampfbackerei-bernhard-ulfers/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Dampfbäckerei Bernhard Ulfers“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die wohl mit Sicherheit älteste Bäckerei der Stadt Schortens ist die Bäckerei Ulfers in Schortens an der Eilksstrasse/Ecke Klein-Ostiemer-Weg. Nachforschungen haben ergeben, dass bereits im Jahre 1866 eine Bäckerei bestanden hat. Die Einsichtnahme in die Grundakten beim Grundbuchamt haben Erkenntnisse gebracht, die den Beteiligten bis jetzt noch nicht bekannt waren. Der Bäckermeister Anton Warner zu Schortens erhielt am 13. Juli 1877 Post aus Jever. Das Amtsgericht Jever beabsichtigte, für alle verzeichneten Grundstücke Grundbücher anzulegen. So auch für das Grundstück des Anton Warner.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/dampfb%C3%A4ckerei_eden.jpg" rel="lightbox[2120]"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2121" title="Dampfbächerei Eden Schortens" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/dampfb%C3%A4ckerei_eden-300x210.jpg" alt="Dampfbächerei Eden Schortens" width="300" height="210" /></a><span id="more-2120"></span></p>
<p>Es waren zwar Mutterrollen für jedes Grundstück angelegt, hieß aber nicht, dass wirklich jede Eintragung stimmen musste. Diese Unsicherheit sollte mittels eines Fragebogens beseitigt werden. Und so lautet eingangs der Fragebogen: „Indem das Amtsgericht Ihnen beifolgend einen Auszug aus der Mutterrolle der Gemeinde Schortens betreffend die unter Artikel Nr. 201 befaßte Grundbesitzung zur Einsicht und Prüfung mittheilt, werden Sie auf den 28ten Juli d.J., vormittags 10 Uhr bei einer Brüche von 3 Mark zum Amtsgericht verabladet, um über folgende Punkte Auskunft zu geben:“ &#8211; Es folgen viele Fragen über Lage, Art und Größe, Feuerversicherung und grundheuerliche Gerechtigkeiten.- Die eine Frage ist für uns wichtig: „Wie haben Sie das Grundstück erworben?“</p>
<p>Der Justizrath Graepel und der Protokollist Abrahams entwerfen folgende Urkunde:</p>
<p>„Zu „Protocoll“ wurde gegeben: Nachdem in meinem Besitz befindlichen drei Urkunden, die ich übergebe, verkaufte die Ehefrau des Kaufmanns Johann Friedrich Zimmermann, Sophie Catharine geb. Harms ihr durch Contract vom 21. April 1854 von Peter Graalfs Sidden angekauften Häuslingshaus mit Garten an den Schlächter Jürgen Ammen Zimmermann zu 2/3 und an den Zimmermann Hinrich Jürgens zu 1/3. Hierbei ist bemerkt, daß das Haus abgebrochen werden solle, und jeder Käufer auf seinem Theile ein neues Haus ausführen wolle. Laut Protocoll des Amtsgerichts vom 17. Novbr. 1864 hat sodann Jürgen Ammen Zimmermann das ihm gehörige zu Schortens belegene Haus mit Garten zum Antritt des 1. Mai 1865 an den Lichtzieher Ike Janshen zu Sengwarden verkauft. Laut Contract des Amtsgerichts vom 8. ? 1866 habe ich sodann die Stelle von Iko Janshen zum sofortigen Antritt gekauft. Anton Warner.“</p>
<p>Somit steht fest, dass Anton Warner 1866 der erste Eigentümer des Hauses wurde, der dem Beruf des Bäckermeisters nachging. Anton Warner war verheiratet mit Gesche Margarethe geb. Oltmanns. Er verstarb am 26. Oktober 1900 und hinterließ seinen vier Söhnen das Erbe.<br />
Dies waren der Bäckermeister und spätere Eisenbahnarbeiter Johann Gerhard Warner, Hamburg; der Farmer Heinrich Magnus Warner, Cadarville, Dade County USA, Missouri; der Schneidermeister Johann Warner, Oldenburg; der Hülfswärter August Warner, Heidmühle. Am 11. Juni 1903 ging das Grundstück über auf den Bäckermeister Johann Hinrich Anton Theilen. Bereits drei Jahre später, am 25. Oktober 1906,  verkaufte Theilen das Anwesen an den Bäckermeister Heinrich Johann Martin Oetken. Oetken modernisierte die Backöfen, die fortan mit heissem Dampf arbeiteten. Er verstand es, das Bäckereigeschäft über die Jahre des ersten Weltkriegs und der Weltwirtschaftskrise zu führen. Es war nicht immer leicht. Es herrschte oftmals grosser Mangel an Backmitteln. Was vielleicht noch schlimmer war: Das Geld zerrann in der Inflationszeit. 1923 kostete ein Kilogramm Brot 399 Milliarden Mark.</p>
<p>1937 kaufte der Bäckermeister Bernhard Ulfers die gutgehende Bäckerei. Er und seine Frau Gerda geb. Lütken konnten das Geschäft weiter ausbauen. Der Krieg machte alle weiteren Zukunftspläne zunichte. Bernhard Ulfers wurde eingezogen. Er fiel schon kurz darauf im Jahre 1944. Seine Frau und die zwei minderjährigen Kinder Bernd und Dietward blieben allein zurück.<br />
In den Jahren 1944/45 wurden durch Bedienstete der Wehrmacht Backwaren hergestellt, die zum größten Teil in das Lazarett in Sanderbusch geliefert wurden. Gleich nach Ende des Krieges beschlagnahmten polnische und kurz darauf  kanadische Besatzungssoldaten die Bäckerei, um die Versorgung ihrer Landsleute sicherzustellen. Es folgten die Dänen, deren Produktion kam zum Verpflegungsamt nach Heidmühle, um ebenfalls der Truppenversorgung zu dienen.  Im Jahre 1947 konnte wieder für die heimische Bevölkerung gebacken werden. Die Bäcker Franz Torkewitz, Enno Adden und Hermann Busker versuchten, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln Backwaren herzustellen. Wer kennt nicht das gelbe Brot aus Maismehl? Ein Tempo-Dreirad-Auto stand für Auslieferungen zur Verfügung.</p>
<p>Gerda Ulfers übergab 1964 den Betrieb an ihren ältesten Sohn Bernd. Er hatte seinen Meister gemacht und kannte seinen Betrieb genau. Mit seinem Bruder Dietward und seiner Frau Marie geb. Harms brachten sie weiteren Schwung in den Laden. Es gehörte dazu,  frühmorgens mit dem Moped oder Fahrrad Kunden mit frischen Brötchen zu versorgen. Die Kinder Ralf und Anke Ulfers haben inzwischen die Bäckerei übernommen.  Neue Filialen in der Jeverschen Straße, in Neustadtgödens und Reepsholt sind entstanden. Gut 20 Mitarbeiter haben „Brot“ und Arbeit. Das Warenangebot wurde erheblich erweitert. Neben den leckeren Backwaren sind Waren des täglichen Bedarfs im Angebot. Die Kunden wissen es zu schätzen, alles in frischer Güte einzukaufen  und nebenbei noch ein Schwätzchen halten zu können.</p>
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