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	<title>Heimatkunde &#8211; Heimatverein Schortens von 1929 e. V.</title>
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	<title>Heimatkunde &#8211; Heimatverein Schortens von 1929 e. V.</title>
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		<title>Vom Wolfsgalgen inspiriert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pressemeldungen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 23:21:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit 80 Jahren erforschen die Mitglieder die Geschichte Schortens’ Am 10. Juli 1929 kam der „Freundeskreis der Altertümer“ erstmals in Schortens zusammen. Initiiert wurde er von Karl Bock aus Kloster, der ihn bis 1941 leitete. „Erforsche die Wiegenzeit, die Geschicke, die Taten deines Volkes und deiner Stadt, denn es ist schimpflich, in seinem Vaterland ein &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/vom-wolfsgalgen-inspiriert/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Vom Wolfsgalgen inspiriert“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<h3>Seit 80 Jahren erforschen die Mitglieder die Geschichte Schortens’</h3>
</div>
<p>Am 10. Juli 1929 kam der „Freundeskreis der Altertümer“ erstmals in Schortens zusammen. Initiiert wurde er von Karl Bock aus Kloster, der ihn bis 1941 leitete.</p>
<p>„Erforsche die Wiegenzeit, die Geschicke, die Taten deines Volkes und deiner Stadt, denn es ist schimpflich, in seinem Vaterland ein Fremdling zu sein“, sagte einst ein römischer Gelehrter.</p>
<p><span id="more-53"></span>Diese Worte griffen im Sommer 1929 sieben Einwohner von Schortens auf, um künftig ihre Forschung und die daraus gewonnenen Erkenntnisse über Geschichte, Entwicklung und Landschaft der Gemeinde Schortens zu sammeln, sich auszutauschen und die Ergebnisse interessierten Mitbürgern zugänglich zu machen.</p>
<p>Angeregt hatten dazu archäologische Funde und historische Nachrichten aus der Umgebung. Historische Plätze und alte Gebäude gab es in Schortens ebenfalls aus unterschiedlichen Epochen, mit denen sich einzelne Forscher bisher in Einzelarbeit befasst hatten. So bildete sich der „Freundeskreis der Altertümer der Gemeinde Schortens“, der sich am 10. Juli 1929 erstmals in der Gaststätte Warntjen (heute Friesenhof) in Heidmühle zusammenfand. Dieser Tag ist damit der Gründungstag des heutigen Heimatvereins Schortens, der an diesem Sonntag im Bürgerhaus sein 80-jähriges Bestehen feiert.</p>
<p>Mittelpunkt des Kreises und eifriger Organisator war der Eisenbahnpensionär Karl Bock. Er wohnte in „Kloster“ in Schortens (heute Johannes-Weg) in unmittelbarer Nähe der historischen Stätten „Heiligtum“, des ehemaligen Klosters und des Platzes für den „Wolfsgalgen“. Diese Nachbarschaft könnte ihn inspiriert haben, sich der Forschung im Bereich der Heimatkunde zuzuwenden.</p>
<p>Sein Verdienst ist, dass eine arbeitsfähige Gruppe entstand, die zielstrebige Arbeit leistete, wie ein sorgfältig geführtes Protokollbuch aus jenen Tagen beweist. Doch Karl Bock war auch Praktiker. Zahlreiche Nachforschungen und Aufzeichnungen aus seiner Feder sind vielfach und noch bis heute Grundlagen heimatkundlicher Arbeit. Er rettete örtliches Brauchtum vor dem Vergessen und setzte sich für den Erhalt der historischen Stätten ein.</p>
<p>Fast alle Lehrer der Schortenser Schulen unterstützten seine Arbeit und manche Schuljungen mussten bei praktischer Arbeit, insbesondere bei Grabungen, helfen. Gute Kontakte gab es zu den Heimatforschern Georg Janssen und Pastor Carl Woebken, beide aus Sillenstede, die in den Kreis der Heimatfreunde integriert wurden.</p>
<p>Der Zweite Weltkrieg und der Tod von Karl Bock am 5. Mai 1941 brachten die Arbeit für mehr als ein Jahrzehnt zum Erliegen. Hans-Wilhelm Grahlmann aus Schortens nahm das heimatkundliche Gedankengut in Verwahrung. Der gute Kontakt zwischen den Freunden des Altertums wurde auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Emil Martsfeld aus Addernhausen Anfang 1956 neu geknüpft.</p>
<h4>Neuer Schwung</h4>
<p>Am 20. Januar wurde die Gemeinschaft unter dem neuen Namen „Heimatverein Schortens“ wieder ins Leben gerufen. Erstmals gab es auch einen Vorstand unter Leitung von Lehrer Hermann Mönning aus Jungfernbusch als Vorsitzenden. Dieser gab sein Amt 1962 an Lehrer Hans Luths weiter.</p>
<p>Schon 1969 übernahm Heimatforscher Erhard Harms aus Schortens für mehr als 17 Jahre die Leitung, bis er das Amt 1987 an Georg Schwitters weitergab. Im Mai 2005 übernahm danach Alfred Amman die Leitung der Heimatfreunde, bevor im Januar 2009 mit Garbriele Böhling erstmals eine Frau „ans Ruder“ des Vereinsschiffs kam und jüngere Kräfte in den Vorstand gewählt wurden, die für neuen Schwung sorgen sollten.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild.jpg" rel="lightbox[53]"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-947" title="Gabriele Böhling und Regina Rüdebusch" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/06/Bild.jpg" alt="" width="230" height="162" /></a></p>
<h6><a href="https://www.nwz-online.de/index_regionalausgaben_kreis_friesland_schortens_artikel.php?id=2029917" target="_blank">Quelle</a></h6>
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		<title>Wie die Fürsten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pressemeldungen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jul 2004 18:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Distelfink]]></category>
		<category><![CDATA[Glücksbringer]]></category>
		<category><![CDATA[Heimatkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Lachtaube]]></category>
		<category><![CDATA[Schortens]]></category>
		<category><![CDATA[Tauben]]></category>
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		<category><![CDATA[tierische Alarmanlagen]]></category>
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		<category><![CDATA[Wachhunde]]></category>
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					<description><![CDATA[Taubenhäuser Quelle: Landwirtschaftsblatt Weser-Ems Nr. 27 vom 2. Juli 2004 Was heutzutage seltsam anmutet, war bis vor ungefähr 50 Jahren in Ostfriesland gang und gäbe: Statt Wellensittichen saßen damals Tauben in kunstvoll verzierten Käfigen. In Schortens gibt es jetzt eine Ausstellung. Die Taube, genauer, die Lachtaube, auch Turteltaube plattdeutsch Tuddelduv genannt, galt als Glücksbringer.„Sie hatte &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/wie-die-frsten/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wie die Fürsten“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Taubenhäuser</h1>
<h6>Quelle: Landwirtschaftsblatt Weser-Ems Nr. 27 vom 2. Juli 2004</h6>
<p>Was heutzutage seltsam anmutet, war bis vor ungefähr 50 Jahren in Ostfriesland gang und gäbe: Statt Wellensittichen saßen damals Tauben in kunstvoll verzierten Käfigen. In Schortens gibt es jetzt eine Ausstellung.</p>
<p>Die Taube, genauer, die Lachtaube, auch Turteltaube plattdeutsch Tuddelduv genannt, galt als Glücksbringer.„Sie hatte aber auch praktischen Nutzen&#8220;, so Grahlmann, denn Tauben waren wie Wachhunde: Wenn Fremde den Hof oder das Haus betraten, gurrten sie so laut und durchdringend, dass die Besitzer sogar im Stall oder in der Werkstatt aufmerksam wurden.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2012/01/Grahlmann_Taubenausstellung1.png" rel="lightbox"><img fetchpriority="high" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border: 0pt none;" title="Grahlmann Taubenhaus Lachtauben" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2012/01/Grahlmann_Taubenausstellung_thumb1.png" alt="Bogedan Grahlmann bei der Taubenhausausstellung" width="549" height="311" border="0" /></a></p>
<p>&#8222;Die Käfige hingen in Küchen, in den Wohnstuben, im Flur, sogar im Kinderzimmer. ”Oft wurde direkt über dem Kinderbett ein Taubenkäfig aufgehängt &#8222;, erzählt Bogedan Grahlmann, Leiter des Schortenser Heimathauses.<br />
,,Man glaubte, dass dies Krankheiten von den Kindern fern hielte. &#8222;Die Haustauben und ,,tierischen Alarmanlagen&#8220; mussten nicht etwa in schnöden Käfigen ihr Dasein fristen: ,,Viele Lachtauben wurden in wahren Taubenpalasten gehalten&#8220;, so Bogedan Grahlmann. Er sammelt seit knapp 30 Jahren Taubenhäuser und zeigt in Schortens zurzeit eine Auswahl eigener und geliehener Stucke aus Friesland und Ostfriesland.</p>
<p><span id="more-2447"></span></p>
<h2>Kunstvolle Käfige</h2>
<p>Man sieht: So mancher Tauben-Häuslebauer ließ sich offenbar von echten Häusern inspirieren. “Oft haben die Besitzer richtige Kunstwerke für ihre Tauben gebastelt.</p>
<p>Hier haben wir beispielsweise einen Käfig, der wie eine typische Stadtvilla von 1900 aussieht&#8220;, erklärt Grahlmann. ,Und hier war der Erbauer wohl von christlichen Formen begeistert&#8220;, zeigt er mit Blick auf ein reich mit Schnitzereien verziertes Häuschen.</p>
<p>Nicht selten wurde auch die Unterseite der Käfige bemalt. ,Schließlich hingen die Taubenhäuser in den meisten Fällen von der Decke, oft über der Tür. Damit man von unten etwas Hübsches zu sehen bekam, wurden Blumenmuster oder Sterne auf die Böden gezeichnet&#8220;, weiß der Heimatforscher.</p>
<p>Bei einem Besuch im ostfriesischen lhlow vor rund 30 Jahren sah Bogedan Grahlmann zum ersten Mal ein Taubenhaus mit echter Lachtaube in einer Küche.</p>
<p>,Heute gibt es das wohl kaum mehr. Aber früher ersetzten Tauben nicht nur den Wachhund, sondern dienten auch zur Unterhaltung&#8220;, erzählt der 61-Jährige.</p>
<p>,,Es gab noch keinen Fernseher, die wenigsten Leute hatten ein Radio. Da war besonders für Kinder eine Taube etwas Spannendes. Die Kleinen klebten regelrecht vorm Taubenkäfig und hingen an ihrem ,Haustier&#8216; wie an einem Hund oder einer Katze.&#8220;</p>
<p>Lachtauben wurden bis zu 40 Jahre alt und fast ausschließlich drinnen gehalten. &#8222;Manchmal hingen die Käfige auch draußen.</p>
<p>Aber diese Tauben wurden nicht so alt. Sie konnten die kalte Zugluft nicht vertragen &#8222;, berichtet Grahlmann.</p>
<p>Der Schortenser fand heraus, dass die Vögel nicht nur in Ostfriesland und im Jeverland, sondern auch in Holland und Belgien beliebt waren: ,,Der Brauch zog sich durch alle Bevölkerungsschichten: Vom Bauern,</p>
<p>über Handwerker bis hin zu Kaufleuten -alle hielten Tauben, die ja auch nicht teuer waren.&#8220;</p>
<p>Neben den Tauben waren Stieglitze, auch Distelfinken genannt, beliebte Käfigvögel.“ Sie können wunderschön singen&#8220;, so der Heimatforscher, der in seiner Ausstellung auch ein zweistöckiges Taubenhaus vorweisen kann. ,,Oben ,wohnte&#8216; wohl der Distelfink, unten die Lachtaube&#8220;, vermutet er.</p>
<p>Ein plötzliches Ende fand die Tauben-Tradition nach dem Zweiten Weltkrieg. ,,Die Alliierten verboten das Taubenfuttern&#8220;, erfuhr Bogedan Grahlmann. Das wertvolle Korn sollte nicht an Tauben verschwendet werden.</p>
<h6>Quelle: Landwirtschaftsblatt Weser-Ems Nr. 27 vom 2. Juli 2004</h6>
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