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	<title>Heidmühle &#8211; Heimatverein Schortens von 1929 e. V.</title>
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	<title>Heidmühle &#8211; Heimatverein Schortens von 1929 e. V.</title>
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		<title>Bahnlinie lässt Heidmühle zügig wachsen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Noormann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 20:46:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
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					<description><![CDATA[Ortsgeschichte &#8211; Wie sich ein Schortenser Anhängsel zum Zentrum der heutigen Stadt entwickelte BILD: Martin Noormann. Diese Aufnahme entstand vor 25 Jahren im Sommer 1986. &#160; Die Oldenburger Straße hatte sich zur Hauptdurchgangs- und Geschäftsstraße entwickelt, bevor im Rahmen der Ortskernsanierung der Durchgangsverkehr über die Ladestraße geführt wurde. Die Heidemühle tauchte bereits Mitte des 16. Jahrhunderts &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/bahnlinie-lasst-heidmuhle-zugig-wachsen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Bahnlinie lässt Heidmühle zügig wachsen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<h2 id="articleHead"><span class="Apple-style-span" style="font-size: 15px;">Ortsgeschichte &#8211; Wie sich ein Schortenser Anhängsel zum Zentrum der heutigen Stadt entwickelte</span></h2>
</div>
<h4><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/JEVER_ed0b.jpg" rel="lightbox[1711]"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1712" title="JEVER_ed0b" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/JEVER_ed0b.jpg" alt="" width="600" height="252" srcset="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/JEVER_ed0b.jpg 600w, https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/JEVER_ed0b-300x126.jpg 300w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px" /><br />
</a>BILD: Martin Noormann. Diese Aufnahme entstand vor 25 Jahren im Sommer 1986.</h4>
<p>&nbsp;</p>
<div>Die Oldenburger Straße hatte sich zur Hauptdurchgangs- und Geschäftsstraße entwickelt, bevor im Rahmen der Ortskernsanierung der Durchgangsverkehr über die Ladestraße geführt wurde.</div>
<div>
<p>Die Heidemühle tauchte bereits Mitte des 16. Jahrhunderts auf. Die eigentliche Gründung der Ortschaft Heidmühle liegt 140 Jahre zurück<strong>.</strong></p>
</div>
<p><span id="more-1711"></span>Der jüngste Ort in der heutigen Stadt Schortens ist das Zentrum Heidmühle. Markiert wurde der Standort Heidmühle bereits 1561. In jenem Jahr wurde die Mühle aus Schoost in die weite Heide verlegt. Die eigentliche „Geburtsstunde“ Heidmühles muss man aber in den Jahren 1870 und 1871 suchen müssen.</p>
<p>Das Großherzogtum Oldenburg hatte sich damals entschieden, eine vierte Bahnstrecke von Sande nach Jever zu bauen. Nach längeren Verhandlungen wurde der größere von zwei Bahnhöfen in der Gemeinde Schortens in der Nähe der Mühle in der Heide, bekannt als „Heidemühle“, errichtet und auch mit Heidmühle benannt. Am 15. Oktober 1871 wurde der Bahnverkehr aufgenommen. Das hat die Entwicklung eines Ortes rund um die Heidemühle ausgelöst, der heute der bevölkerungsreichste Teil der Stadt Schortens ist.<br />
Doch der Ort wuchs anfangs langsam: Noch die Volkszählung vom Dezember 1905 ergab in Heidmühle nur 257 Einwohner von damals inzwischen 2550 Einwohnern in der Gemeinde Schortens.</p>
<h3>Immer mehr Schulen</h3>
<p>Auch in der Schulbauplanung der Gemeinde Schortens vor 100 Jahren spiegelt sich die nur langsame Bevölkerungsentwicklung Heidmühles wieder. Etwa seit dem Mittelalter unterhielten alle Gemeinden in ihren Kirchdörfern eine zentrale Schule. Zum Ende des 19. Jahrhunderts begann das Bestreben, in allen größeren Ortsteilen Volksschulen zu unterhalten.</p>
<p>So baute die Gemeinde Schortens zunächst 1888 eine Schule in Ostiem, 1905 in Oestringfelde und erst 1910 in Heidmühle am damaligen Schulweg und der heutigen Heinrich-Tönjes-Straße. Zu jener Zeit hatte sich die Bevölkerungszahl im Gemeindekern deutlich erhöht, denn schon 1913 wurde zur Entlastung von Schortens und Heidmühle in Jungfernbusch eine weitere Volksschule gebaut.</p>
<p>Viel schneller verlief die wirtschaftliche und gewerbliche Entwicklung in Heidmühle nach der Fertigstellung der Bahnlinie. Die Vorzüge der neuen Verkehrsanbindung wurden schnell erkannt. Bereits drei Jahre später, also 1874, wurde im Bahnhof eine Postagentur für den Bereich der Gemeinde eingerichtet. Bis zum Ersten Weltkrieg hatte sich entlang der Oldenburger Straße ein Ortszentrum mit Geschäften und Dienstleistungsbetrieben und Gaststätten entwickelt.</p>
<p>Um das Jahr 1895 entstand das Gebäude der Aktienbrauerei (später „Verpflegungsamt“) an der Jeverschen Straße. Die Brauerei war bis 1920 in Betrieb. Etwas weiter an der heutigen Bebelstraße entstand um die Jahrhundertwende ein Kalksandsteinwerk, das bis zum Jahr 1914 produzierte. Geschäftsbauten entstanden an der Bahn und an der Ladestraße, die zu einem wichtigen Umschlagplatz für Brennstoff und landwirtschaftliche Erzeugnisse wurde.</p>
<h3>Neue Wohngebiete entstehen</h3>
<p>In jener Zeit entstanden auch erste neue Wohngebiete rund um den Ortskern von Heidmühle, der Ort vergrößerte sich in Richtung Klosterneuland und Feldhausen. Der früher für die landwirtschaftliche Nutzung nicht so reizvolle Boden erwies sich als ein idealer Baugrund. Die wohnbaulichen Erschließungen wurden bis in die heutige Zeit fortgesetzt und führten zum Zusammenwachsen der Orte Heidmühle und Schortens.</p>
<p>Endgültig zum neuen Zentrum der Gemeinde wurde Heidmühle 1937. Die Gemeindeväter der inzwischen durch eine Gebietsreform vergrößerten Kommune beschlossen, den Verwaltungssitz von der Ecke Menkestraße/Diekenweg an die Ecke Oldenburger Straße/Johann-Warner-Weg zu verlegen. Am 1. Juli 1937 wurde das neue Rathaus bezogen.</p>
<p>Im Zuge der Nachkriegsentwicklung gab es eine Konzentrierung des gewerblichen Lebens auf Heidmühle. Neue und große Einkaufsmärkte entstanden in Heidmühle, wo sich inzwischen auch das Schulwesen konzentriert hat.</p>
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		<title>Heidmühle ist 450 Jahre alt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Henning Karasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 20:05:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
		<category><![CDATA[450]]></category>
		<category><![CDATA[Alfred Amman]]></category>
		<category><![CDATA[Bockwindmühle]]></category>
		<category><![CDATA[Cleverns]]></category>
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		<category><![CDATA[un de Wind weiht vergewens]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Arthur Kreye]]></category>
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					<description><![CDATA[Es begann mit dem Umsetzen der Mühle vom Braunen Berg Heidmühle, der zentrale Schortenser Ortsteil, besteht in diesem Jahr 450 Jahre. Darauf möchten Alfred Amman und Franz Cornelius vom Heimatverein hinweisen. “Wir möchten dieses Jubiläum nicht unerwähnt vorbeistreichen lassen”, erklärt Amman. Der gebürtige Heidmühler Cornelius war vor 50 Jahren Hauptorganisator der Feierlichkeiten. Neben einem Festakt &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/heidmhle-ist-450-jahre-alt/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Heidmühle ist 450 Jahre alt“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Es begann mit dem Umsetzen der Mühle vom Braunen Berg</h3>
<p>Heidmühle, der zentrale Schortenser Ortsteil, besteht in diesem Jahr 450 Jahre. Darauf möchten Alfred Amman und Franz Cornelius vom Heimatverein hinweisen.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/450-Jahre-Heidmhle-Heimatverein-001.jpg" rel="lightbox"><img decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; float: left; padding-top: 0px; border-width: 0px;" title="450 Jahre Heidmühle Heimatverein 001" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/450-Jahre-Heidmhle-Heimatverein-001_thumb.jpg" alt="450 Jahre Heidmühle Heimatverein 001" width="217" height="323" align="left" border="0" /></a></p>
<p>“Wir möchten dieses Jubiläum nicht unerwähnt vorbeistreichen lassen”, erklärt Amman. Der gebürtige Heidmühler Cornelius war vor 50 Jahren Hauptorganisator der Feierlichkeiten. Neben einem Festakt bei Warntjen habe es am 19. und 20. August ein Freilichttheater gegeben, das insgesamt 2000 Besucher gezählt habe. Für das Stück “…un de Wind weiht vergewens” des Bremers Walter Arthur Kreye, das Cornelius mit der damals 25-jährigen Volksbühne Oestringen im Klosterpark aufführte, seien eigens ein kleines Dorf mit Mühle gebaut und Heideplacken in Wiesmoor gestochen worden. Als Dank habe man 1962 das Stück auch dort gezeigt, erinnert sich Cornelius.</p>
<p><span id="more-1672"></span>Im Stück sei es um den Niedergang der Windmüller und ein Dorf, das die Not seines Müllers nicht hinnahm, gegangen. Die Musik besorgte das Akkordeonorchester der Volkshochschule Schortens unter der Leitung von Fritz Skalski, die Trachtentanzgruppe der Volksbühne trat auf. Eigentlich habe man ein Stück über den holländischen Seefahrer Piet Hein und seine Schwester Margareta, angeblich in der Mühle aufgewachsen, spielen wollen, die Carolinensieler Autorin Marie Ulfers verstarb aber leider darüber.</p>
<p>Man habe damals auch ein Mühlenmodell bauen wollen und Spenden gesammelt, das Geld dann aber lieber für die Feier verwendet. Durch Aufforstung in Upjever wurde, so Amman, vor 450 Jahren der Mühle auf dem Braunen Berg, etwa am Papentun bei Schoost, der Wind genommen, und sie sei auf eine alte, einst gegen Ostfriesland errichtete Schanze an einer Wegkreuzung in der Heide zwischen Sillenstede, Jever und Oestringfelde versetzt worden. Erster urkundlich fassbarer Müller war ein gewisser Lambert, der im herrschaftlichen Pachtregister unter dem 3. Juli 1596 auftaucht. Das Gebiet um die Bockwindmühle, der Bauern aus Cleverns, Sandel, Schortens und dem südlichen Sillenstede ihr Korn bringen mussten, blieb zunächst dünn besiedelt, trotzdem die Straße von Sande nach Jever und um 1840 der Weg ‘von der Heidmühle’ nach Groß Ostiem gepflastert wurden, 1841 zählte man zwölf Häuser.</p>
<p>Vier Jahre darauf sei die Mühle durch einen Erdholländer ersetzt worden, der 1913 nach Aperberg im Ammerland verkauft wurde, das Müllerhaus wurde 1908 auf Abbruch verkauft. Heimatfreunde taten die alte Mühle, bis 1948 von der Familie Vohlken betrieben, 1961 auf, die Rückholung der Überreste, wie Holzstapelwerk und ein Strebebalken mit der Inschrift ‘Ostiem’, scheiterten leider an den Kosten. Ein Mühlstein wurde mitgebracht und erinnert an der Alten Ladestraße an die Mühle.</p>
<p>Durch den Bahnhof von 1871 mit zeitweise bis zu sechs Gütergleisen, an dessen Wasserturm die Lokomotiven Wasser bunkerten, das Postamt von 1874, zahlreiche, teils heute noch bestehende Betriebe, Sandabfuhren für den Bau Wilhelmshavens, Wasserwerk 1878, Wilhelmshavener Actienbrauerei und den zweiklassigen Volksschulbau 1910 nahm Heidmühle großen Aufschwung. Landwirt Heinrich Asche, Feldhausen, wurde am 18. April 1906 Bezirksvorsteher der neuen Bauerschaft Heidmühle.</p>
<p>Nach Gründung der Großkommune Oestringen 1936 sei das Rathaus aus einer Baracke am Diekenweg in die Oldenburger Straße verlegt worden, bekräftigt Amman die Bedeutung Heidmühles, mit rund 8 000 Einwohnern heute der größte Schortenser Ortsteil. In der Nachkriegszeit kamen das Naturfreibad und das heutige AquaToll, 1963 die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, 1964 als Dorfgemeinschaftshaus das jetzige Bürgerhaus mit Stadtbücherei und 1983 das Martin-Luther-Haus hinzu. Erinnerungen an Heidmühle wurden von Fritz Irps in seinem Gedicht ‘De Heidemöhln’ und im 150 Seiten starken Buch ‘<a title="Hier können Sie das Buch bestellen" href="https://hv-schortens.de/veroffentlichungen/" target="_blank">Das höchste der Gefühle &#8211; ist ein Mädchen aus Heidmühle’</a>, entstanden auf Initiative des Heimatvereins Schortens, festgehalten.</p>
<p>An der Bundesstraße stellt ein Mühlenmodell seit 1988 den Bezug zum Ortsnamen her, ein Straßenname zwischen Postweg und Menkestraße erinnert an die Müllerfamilie Thaden. Heideflächen sucht man hier derzeit leider vergebens. Sie wurden durch das Plaggenstechen, um bessere Ackerböden zu gewinnen, und den Sandabbau vernichtet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Pressemeldungen vor 50 Jahren:</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/400-J-Heidm.jpg" rel="lightbox"><img decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border: 0px;" title="400 J Heidm" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/400-J-Heidm_thumb.jpg" alt="400 J Heidm" width="517" height="841" border="0" /></a></p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/400-J-Heidm-I.jpg" rel="lightbox"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border: 0px;" title="400 J Heidm I" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/400-J-Heidm-I_thumb.jpg" alt="400 J Heidm I" width="518" height="863" border="0" /></a></p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/gedicht-Heidmhle.jpg" rel="lightbox"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border: 0px;" title="gedicht Heidmühle" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/gedicht-Heidmhle_thumb.jpg" alt="gedicht Heidmühle" width="341" height="793" border="0" /></a></p>
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		<title>Dampfbäckerei Bernhard Ulfers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rudi Rabe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 13:49:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
		<category><![CDATA[älteste Bäckerei]]></category>
		<category><![CDATA[Anton Warner]]></category>
		<category><![CDATA[Bäckerei Ulfers]]></category>
		<category><![CDATA[Backmittel]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Peter Graalfs Sidden]]></category>
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		<category><![CDATA[Truppenversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Verpflegungsamt]]></category>
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					<description><![CDATA[Die wohl mit Sicherheit älteste Bäckerei der Stadt Schortens ist die Bäckerei Ulfers in Schortens an der Eilksstrasse/Ecke Klein-Ostiemer-Weg. Nachforschungen haben ergeben, dass bereits im Jahre 1866 eine Bäckerei bestanden hat. Die Einsichtnahme in die Grundakten beim Grundbuchamt haben Erkenntnisse gebracht, die den Beteiligten bis jetzt noch nicht bekannt waren. Der Bäckermeister Anton Warner zu &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/dampfbackerei-bernhard-ulfers/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Dampfbäckerei Bernhard Ulfers“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die wohl mit Sicherheit älteste Bäckerei der Stadt Schortens ist die Bäckerei Ulfers in Schortens an der Eilksstrasse/Ecke Klein-Ostiemer-Weg. Nachforschungen haben ergeben, dass bereits im Jahre 1866 eine Bäckerei bestanden hat. Die Einsichtnahme in die Grundakten beim Grundbuchamt haben Erkenntnisse gebracht, die den Beteiligten bis jetzt noch nicht bekannt waren. Der Bäckermeister Anton Warner zu Schortens erhielt am 13. Juli 1877 Post aus Jever. Das Amtsgericht Jever beabsichtigte, für alle verzeichneten Grundstücke Grundbücher anzulegen. So auch für das Grundstück des Anton Warner.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/dampfb%C3%A4ckerei_eden.jpg" rel="lightbox[2120]"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2121" title="Dampfbächerei Eden Schortens" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/dampfb%C3%A4ckerei_eden-300x210.jpg" alt="Dampfbächerei Eden Schortens" width="300" height="210" /></a><span id="more-2120"></span></p>
<p>Es waren zwar Mutterrollen für jedes Grundstück angelegt, hieß aber nicht, dass wirklich jede Eintragung stimmen musste. Diese Unsicherheit sollte mittels eines Fragebogens beseitigt werden. Und so lautet eingangs der Fragebogen: „Indem das Amtsgericht Ihnen beifolgend einen Auszug aus der Mutterrolle der Gemeinde Schortens betreffend die unter Artikel Nr. 201 befaßte Grundbesitzung zur Einsicht und Prüfung mittheilt, werden Sie auf den 28ten Juli d.J., vormittags 10 Uhr bei einer Brüche von 3 Mark zum Amtsgericht verabladet, um über folgende Punkte Auskunft zu geben:“ &#8211; Es folgen viele Fragen über Lage, Art und Größe, Feuerversicherung und grundheuerliche Gerechtigkeiten.- Die eine Frage ist für uns wichtig: „Wie haben Sie das Grundstück erworben?“</p>
<p>Der Justizrath Graepel und der Protokollist Abrahams entwerfen folgende Urkunde:</p>
<p>„Zu „Protocoll“ wurde gegeben: Nachdem in meinem Besitz befindlichen drei Urkunden, die ich übergebe, verkaufte die Ehefrau des Kaufmanns Johann Friedrich Zimmermann, Sophie Catharine geb. Harms ihr durch Contract vom 21. April 1854 von Peter Graalfs Sidden angekauften Häuslingshaus mit Garten an den Schlächter Jürgen Ammen Zimmermann zu 2/3 und an den Zimmermann Hinrich Jürgens zu 1/3. Hierbei ist bemerkt, daß das Haus abgebrochen werden solle, und jeder Käufer auf seinem Theile ein neues Haus ausführen wolle. Laut Protocoll des Amtsgerichts vom 17. Novbr. 1864 hat sodann Jürgen Ammen Zimmermann das ihm gehörige zu Schortens belegene Haus mit Garten zum Antritt des 1. Mai 1865 an den Lichtzieher Ike Janshen zu Sengwarden verkauft. Laut Contract des Amtsgerichts vom 8. ? 1866 habe ich sodann die Stelle von Iko Janshen zum sofortigen Antritt gekauft. Anton Warner.“</p>
<p>Somit steht fest, dass Anton Warner 1866 der erste Eigentümer des Hauses wurde, der dem Beruf des Bäckermeisters nachging. Anton Warner war verheiratet mit Gesche Margarethe geb. Oltmanns. Er verstarb am 26. Oktober 1900 und hinterließ seinen vier Söhnen das Erbe.<br />
Dies waren der Bäckermeister und spätere Eisenbahnarbeiter Johann Gerhard Warner, Hamburg; der Farmer Heinrich Magnus Warner, Cadarville, Dade County USA, Missouri; der Schneidermeister Johann Warner, Oldenburg; der Hülfswärter August Warner, Heidmühle. Am 11. Juni 1903 ging das Grundstück über auf den Bäckermeister Johann Hinrich Anton Theilen. Bereits drei Jahre später, am 25. Oktober 1906,  verkaufte Theilen das Anwesen an den Bäckermeister Heinrich Johann Martin Oetken. Oetken modernisierte die Backöfen, die fortan mit heissem Dampf arbeiteten. Er verstand es, das Bäckereigeschäft über die Jahre des ersten Weltkriegs und der Weltwirtschaftskrise zu führen. Es war nicht immer leicht. Es herrschte oftmals grosser Mangel an Backmitteln. Was vielleicht noch schlimmer war: Das Geld zerrann in der Inflationszeit. 1923 kostete ein Kilogramm Brot 399 Milliarden Mark.</p>
<p>1937 kaufte der Bäckermeister Bernhard Ulfers die gutgehende Bäckerei. Er und seine Frau Gerda geb. Lütken konnten das Geschäft weiter ausbauen. Der Krieg machte alle weiteren Zukunftspläne zunichte. Bernhard Ulfers wurde eingezogen. Er fiel schon kurz darauf im Jahre 1944. Seine Frau und die zwei minderjährigen Kinder Bernd und Dietward blieben allein zurück.<br />
In den Jahren 1944/45 wurden durch Bedienstete der Wehrmacht Backwaren hergestellt, die zum größten Teil in das Lazarett in Sanderbusch geliefert wurden. Gleich nach Ende des Krieges beschlagnahmten polnische und kurz darauf  kanadische Besatzungssoldaten die Bäckerei, um die Versorgung ihrer Landsleute sicherzustellen. Es folgten die Dänen, deren Produktion kam zum Verpflegungsamt nach Heidmühle, um ebenfalls der Truppenversorgung zu dienen.  Im Jahre 1947 konnte wieder für die heimische Bevölkerung gebacken werden. Die Bäcker Franz Torkewitz, Enno Adden und Hermann Busker versuchten, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln Backwaren herzustellen. Wer kennt nicht das gelbe Brot aus Maismehl? Ein Tempo-Dreirad-Auto stand für Auslieferungen zur Verfügung.</p>
<p>Gerda Ulfers übergab 1964 den Betrieb an ihren ältesten Sohn Bernd. Er hatte seinen Meister gemacht und kannte seinen Betrieb genau. Mit seinem Bruder Dietward und seiner Frau Marie geb. Harms brachten sie weiteren Schwung in den Laden. Es gehörte dazu,  frühmorgens mit dem Moped oder Fahrrad Kunden mit frischen Brötchen zu versorgen. Die Kinder Ralf und Anke Ulfers haben inzwischen die Bäckerei übernommen.  Neue Filialen in der Jeverschen Straße, in Neustadtgödens und Reepsholt sind entstanden. Gut 20 Mitarbeiter haben „Brot“ und Arbeit. Das Warenangebot wurde erheblich erweitert. Neben den leckeren Backwaren sind Waren des täglichen Bedarfs im Angebot. Die Kunden wissen es zu schätzen, alles in frischer Güte einzukaufen  und nebenbei noch ein Schwätzchen halten zu können.</p>
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		<title>Heimatliche Gefühle in gebundener Form</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Henning Karasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Nov 2010 09:05:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
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		<category><![CDATA[Bandoneonspieler]]></category>
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		<category><![CDATA[Volksbühne Oestringe]]></category>
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					<description><![CDATA[Heimatverein Schortens brachte Buch mit Geschichten und Biografien heraus Alles begann mit alten Akten, die Karin Toben von ihrer Mutter geerbt hatte. Darin waren unter anderem Dokumente über ihren Großvater Karl Gerhäuser, der, obwohl gebürtiger Franke, nach dem Zweiten Weltkrieg Bühnenleiter der Volksbühne Oestringen war. Diesen Fund bot sie Anfang dieses Jahres Rudi Rabe vom &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/heimatliche-gefhle-in-gebundener-form/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Heimatliche Gefühle in gebundener Form“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Heimatverein Schortens brachte Buch mit Geschichten und Biografien heraus</h2>
<p>Alles begann mit alten Akten, die Karin Toben von ihrer Mutter geerbt hatte. Darin waren unter anderem Dokumente über ihren Großvater Karl Gerhäuser, der, obwohl gebürtiger Franke, nach dem Zweiten Weltkrieg Bühnenleiter der Volksbühne Oestringen war.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/11/Das-hchste-der-Gefhle-017.jpg" rel="lightbox"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border-width: 0px;" title="Das höchste der Gefühle 017" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/11/Das-hchste-der-Gefhle-017_thumb.jpg" alt="Das höchste der Gefühle 017" width="244" height="164" border="0" /></a></p>
<p>Diesen Fund bot sie Anfang dieses Jahres Rudi Rabe vom Heimatverein Schortens an, der die Initialzündung zum jetzt vorgestellten, 148seitigen Buch ‘Das höchste der Gefühle &#8211; ist ein Mädchen aus Heidmühle’ wurde. Autoren sind neben Toben und Rabe Ilse Detjen, Alfred Amman, Horst Janßen, Otto Meins und Georg Schwitters (Verlag Hermann Lüers, Jever, 18 Euro). Für die Korrektur wurde Hermann Lüers und Gerd Frerichs gedankt.</p>
<p><span id="more-1224"></span></p>
<p>Heimatvereinsvorsitzender Michael Kunz verriet den rund 130 Gästen, die ihm vorliegende pdf-Datei könne keineswegs mit dem tatsächlichen Buch mithalten, und hob die gute Bildauswahl hervor.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/11/Das-hchste-der-Gefhle-022.jpg" rel="lightbox"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border-width: 0px;" title="Das höchste der Gefühle 022" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/11/Das-hchste-der-Gefhle-022_thumb.jpg" alt="Das höchste der Gefühle 022" width="244" height="164" border="0" /></a></p>
<p>Rudi Rabe erklärte den “Heimatfreunden und erwartungsvollen Bucherwerbern” im Schortenser Bürgerhaus die Entstehungsgeschichte des Buches wie die eines Hauses, bei dem sich aus Plänen innerhalb eines halben Jahres, das man auch eingeplant hätte, ein fertiges Werkstück entwickelt habe. Eines sonnigen Februartages rief Karin Toben bei Rudi Rabe an und bot ihm nicht nur besagte Akten an, sondern auch ihre Mithilfe, unter dem Eindruck des drohenden Abrisses in der Bahnhof- und Oldenburger Straße das Gesicht Alt-Heidmühles zu bewahren. Heidmühle als Ortsname sei nach 1945 schrittweise aus Urkunden und Siegeln verschwunden. Die einzigartige Verbundenheit der Menschen mit ihrem Herkunftsort, gewissermaßen ein “Heimatsehnen”, werde durch derartige Reformen verletzt.</p>
<p>Der Heimatvereinsvorstand war sofort einverstanden, Herausgeber einer Dokumentation zu werden, die “für die Nachwelt Fakten festhält” und nun „einen Wimpernschlag nach dem ersten Kontakt“ vorliegt. Die genannten Autoren suchten Personen, die zu bekannten Persönlichkeiten wie Pastor Gerhard Aden und Hein Detjen, zu Firmen wie Hasenkamp oder E.W.Hayen und zu Ereignissen wie dem Zweiten Weltkrieg oder dem Kramermarkt Auskunft geben konnten. Für das Buch wurden rund 600 Fotos eingescant und archiviert und Kontakt zu etwa 200 Personen bis nach Plauen zum 90-jährigen Walter Herkens aufgenommen, dessen Berichte aus seiner Elektrikerlehre bei Hermann Held am Schulweg und von Aufträgen auf dem entstehenden Fliegerhorst leider für das Buch zu spät kamen. Die Autoren stellten ihre Texte im Wettstreit fertig und spielten sich dabei die Bälle zu. Von dem Buch wurden 1000 Exemplare gedruckt und ein Zehntel gleich am ersten Abend von Antchen Siuts, Dorothea Drost-Knötig und Brigitte Höth verkauft. Rabe, Toben und Janßen gaben im Wechsel mit musikalischen Beiträgen des Bandoneonspielers Rocco Boness und des Gemischten Chores Schortens Kostproben ihrer Texte.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/11/Das-hchste-der-Gefhle-010.jpg" rel="lightbox"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border-width: 0px;" title="Das höchste der Gefühle 010" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/11/Das-hchste-der-Gefhle-010_thumb.jpg" alt="Das höchste der Gefühle 010" width="164" height="244" border="0" /></a></p>
<p>Der Chor kam aus der Probe heraus und brachte unter anderem ‘Mien Moderspraak, wo klingst du schöön’ zum Besten, und auch Boness war nicht zufällig hier.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/11/Das-hchste-der-Gefhle-013.jpg" rel="lightbox"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border-width: 0px;" title="Das höchste der Gefühle 013" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/11/Das-hchste-der-Gefhle-013_thumb.jpg" alt="Das höchste der Gefühle 013" width="244" height="164" border="0" /></a></p>
<p>Karin Toben hatte im April eine Musikkritik über den Oldenburger gelesen und war der Ansicht, das von ihr vor zehn Jahren vom Scheiterhaufen geborgene Bandoneon, das sie ihm aus diesem Anlass überreichte, sei bei dem Musiker am besten aufgehoben. Die Autorin erinnerte an Heidmühler Lehrer und Pastor Aden, an Hebammen und Bestatter in der selben Familie. Horst Janßen ließ, angeregt durch einen Fotofund auf dem Dachboden, Bombennächte Revue passieren und ebenso die Kletterei auf Bunkerruinen nach Kriegsende. Von Rudi Rabe erfuhren die Anwesenden von der Biberzucht der Familie Niemann und Hermann Brocke, Förderer des Sports. Alfred Amman gibt im Buch einen Abriss der Geschichte Heidmühles. Bis auf Georg Schwitters schrieben alle Autoren auf Hochdeutsch und beschränkten das Plattdeutsche auf Zitate und Spitznamen. Schwitters führte das darauf zurück, dass Heidmühle früh im 20. Jahrhundert ein “Schmelztiegel von Immigranten” gewesen sei, in dem die Ostfriesen allerdings ein Gegengewicht zu sprachlicher Überfremdung dargestellt hätten. Noch Mitte des 20. Jahrhunderts habe Heidmühle zur Hälfte Platt gesprochen, seine eigenen Heidmühler Mitschüler am Mariengymnasium Jever, Arzt- und Lehrerkinder, gehörten allerdings zum überwiegenden Teil nicht dazu.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/11/Das-hchste-der-Gefhle-005.jpg" rel="lightbox"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border-width: 0px;" title="Das höchste der Gefühle 005" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/11/Das-hchste-der-Gefhle-005_thumb.jpg" alt="Das höchste der Gefühle 005" width="244" height="164" border="0" /></a></p>
<p>Die Autoren wünschten ihren Lesern vergnügliche Stunden mit dem Werk, in das man mit einem Bild vom Kramermarktsumzug oder aus dem Freibad, wie sie auf der Bühne gezeigt wurden, oder einem Namen einsteigen und Erinnerungen wachrufen kann. Es soll helfen, jenseits der Hektik die Umwelt mit anderen Augen zu sehen. Hingewiesen sei an dieser Stelle darauf, dass bereits sieben lesenswerte Bücher vom Heimatverein veröffentlicht wurden. Michael Kunz verwies auch auf Rudi Rabes Beiträge auf der Vereinshomepage, die innerhalb eines halben Jahres 1500 Zugriffe verzeichnen konnten.</p>
 [<a href="https://hv-schortens.de/heimatliche-gefhle-in-gebundener-form/">See image gallery at hv-schortens.de</a>] 
<p>Hintergrundpräsentation während der Vorstellung</p>
 [<a href="https://hv-schortens.de/heimatliche-gefhle-in-gebundener-form/">See image gallery at hv-schortens.de</a>] 
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		<title>Buchveröffentlichung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rudi Rabe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 21:28:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
		<category><![CDATA[Buchveröffentlichung]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Heidmühle]]></category>
		<category><![CDATA[Lesebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorstellung]]></category>
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					<description><![CDATA[Das höchste der Gefühle &#8211; ist ein Mädchen aus Heidmühle Viele haben mit ihren Informationen über die Familien und ihr Leben in Heidmühle dazu beigetragen, dass es zu einem informativen, amüsanten und auch anrührenden Lesebuch mit Geschichten aus den vergangenen Jahrzehnten geworden ist. Zahlreiche Fotos illustrieren die 150 Seiten mit mehr als vierzig Geschichten. Wir &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/buchveroffentlichung/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Buchveröffentlichung“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das höchste der Gefühle &#8211; ist ein Mädchen aus Heidmühle</strong></p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/09/image2.png" rel="lightbox[1112]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="image" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/09/image_thumb2.png" alt="image" width="197" height="244" border="0" /></a></p>
<p>Viele haben mit ihren Informationen über die Familien und ihr Leben in Heidmühle dazu beigetragen, dass es zu einem informativen, amüsanten und auch anrührenden Lesebuch mit Geschichten aus den vergangenen Jahrzehnten geworden ist. Zahlreiche Fotos illustrieren die 150 Seiten mit mehr als vierzig Geschichten. Wir wollen Sie zur ersten öffentlichen Vorstellung des Buches einladen und würden uns freuen, wenn Sie die Gelegenheit zum Gedankenaustausch, zum Wiedersehen und natürlich zum Erwerb des Buches nutzen wollen.</p>
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		<title>Neues Buch vom Heimatverein Schortens</title>
		<link>https://hv-schortens.de/neues-buch-vom-heimatverein-schortens/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Pressemeldungen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 11:37:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Alfred Amman]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Das höchste der Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Friesland]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Schwitters]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Heidmühle]]></category>
		<category><![CDATA[Heimatverein]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Janßen]]></category>
		<category><![CDATA[Ilse Detjen]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Toben]]></category>
		<category><![CDATA[Otto Meins]]></category>
		<category><![CDATA[Schortens]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt Schortens]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag Hermann Lüers]]></category>
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					<description><![CDATA[Das höchste der Gefühle &#8211; ist ein Mädchen aus Heidmühle Der Heimatverein Schortens hat ein neues Buch herausgebracht. Der 150 Seiten umfassende Band trägt den Titel „Das höchste der Gefühle &#8211; ist ein Mädchen aus Heidmühle“ und ist im Verlag Hermann Lüers erschienen. Mehr als vierzig Geschichten aus Heidmühle, dem heutigen Stadtteil von Schortens, sind &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/neues-buch-vom-heimatverein-schortens/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Neues Buch vom Heimatverein Schortens“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Das höchste der Gefühle &#8211; ist ein Mädchen aus Heidmühle</h1>
<p>Der Heimatverein Schortens hat ein neues Buch herausgebracht. Der 150 Seiten umfassende Band trägt den Titel „Das höchste der Gefühle &#8211; ist ein Mädchen aus Heidmühle“ und ist im Verlag Hermann Lüers erschienen. Mehr als vierzig Geschichten aus Heidmühle, dem heutigen Stadtteil von Schortens, sind reich illustriert darin enthalten.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/10/Buch_dhdgefuehle.jpg" rel="lightbox[1204]"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-1206" title="Das höchste der Gefühle" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/10/Buch_dhdgefuehle-300x201.jpg" alt="Das höchste der Gefühle - ein Mädchen aus Heidmühle" width="300" height="201" srcset="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/10/Buch_dhdgefuehle-300x201.jpg 300w, https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/10/Buch_dhdgefuehle.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a></p>
<p>Die meisten haben Rudi Rabe vom Heimatverein, bekannt aus zahlreichen plattdeutschen Veröffentlichungen, und die 1948 in Heidmühle geborene Journalistin Karin Toben geschrieben. Vervollständigt werden ihre Porträts und Erzählungen durch Beiträge von Ilse Detjen, Horst Janßen, Alfred Amman, Georg Schwitters und Otto Meins. Das Buch wurde am <strong>28. Oktober</strong> 2010 im Rahmen einer öffentlichen Lesung im Bürgerhaus der Stadt Schortens vorgestellt.</p>
<p><span id="more-1204"></span>„Geschichten über Jungs und Deerns, Bauern, Kaufleute und Handwerker“ heißt der Untertitel des Buches, dessen Titelbild weißgekleidete Mädchen auf bunt geschmückten Fahrrädern vor einem Schützenumzug in den Fünfziger Jahren zeigt. Auf der Rückseite ist das Foto von Heidmühler Schülern abgebildet, die einen Fahrradausflug machen. „Das Lesebuch, das ausdrücklich keine Chronik sein sollte, enthält vor allem die Erinnerungen jener Generation, die den Zweiten Weltkrieg als junge Menschen erlitten oder in der Nachkriegszeit hier ihre Kindheit verbrachten“, sagt Karin Toben. Sie hat ihre ersten 21 Jahre in Heidmühle verlebt und lebt jetzt im ehemaligen DDR-Grenzgebiet an der Elbe. Der Fund von Unterlagen über die Heimatbühne Oestringen im Nachlass ihrer Mutter Elfriede Toben hatte sie im Frühjahr Kontakt zu Rudi Rabe aufnehmen lassen. „Am Ende unseres Gedankenaustauschs am Telefon stand die Buch-Idee.“</p>
<p>Die Geschichten des Buchs sind ausgewählt worden nach dem Motto „Weißt du noch, wer der war, weißt du noch, was sich dort abgespielt hat, weißt du noch, warum die nicht vergessen sind?“ Der Wert der Geschichten liege in der Wiedergabe von Zitaten, der Beschreibung von Lebenssituationen, der Zeichnung eines Ausschnitts aus einem Dorfleben, das in dieser Form untergegangen ist, sagen die Autoren. Neben Döntjes und dem Beschreiben von skurrilen Details aus dem Leben oftmals nicht mehr lebender Heidmühler fehlen natürlich auch nicht Porträts einzelner Lehrer der Nachkriegszeit. Und, mit Zustimmung seiner Kinder, wird in einem Beitrag die Person des Pastors beleuchtet, der sich mit seiner Nazi-Vergangenheit auseinandersetzte. „Es ist eine unglaubliche Fülle auch von alten Fotos ans Licht gekommen“, sagt Rudi Rabe. Kein Wunder, dass der Heimatverein im Stillen schon an einen Fortsetzungsband denkt.<br />
<a href="http://www.fri-tv.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=7404:neues-buch-vom-heimatverein-schortens-das-hoechste-der-gefuehle-ist-ein-maedchen-aus-heidmuehle&amp;catid=14:veranstaltungen&amp;Itemid=77" target="_blank">Quelle</a></p>
<p>Sie können das Buch für 18€ plus Versand bei <a href="https://hv-schortens.de/vorstand/">Georg Schwitters</a> erwerben.</p>
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		<title>16. Deutscher Mühlentag</title>
		<link>https://hv-schortens.de/muhlenfest-in-accum/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Peters]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 May 2010 22:16:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Accum]]></category>
		<category><![CDATA[Accumer Mühle]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskreis]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Mühlentag]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heidmühle]]></category>
		<category><![CDATA[Heimatverein]]></category>
		<category><![CDATA[Mühlen]]></category>
		<category><![CDATA[Mühlenfest]]></category>
		<category><![CDATA[Schortens]]></category>
		<category><![CDATA[Windmühle]]></category>
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					<description><![CDATA[Pfingstmontag, 24.Mai 2010 ab 11.00 Uhr in Accum 16. Deutscher Mühlentag Veranstalter:   Arbeitskreis Accumer Mühle e.V.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Pfingstmontag, 24.Mai 2010</h3>
<p>ab 11.00 Uhr in Accum 16. Deutscher Mühlentag</p>
<p>Veranstalter:   <a title="weitere Informationen zum Arbeitskreis Accumer Mühle" href="http://www.schortens.de/168-0-accumer-muehle.html" target="_blank">Arbeitskreis Accumer Mühle e.V.</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Berlin ist eine Reise wert – 02. bis 04. September 2009</title>
		<link>https://hv-schortens.de/berlin-ist-eine-reise-wert-02-bis-04-september-2009/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Henning Karasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 14:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Akademie der Wissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzübergang]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Heidmühle]]></category>
		<category><![CDATA[Heimatverein]]></category>
		<category><![CDATA[Helmstedt]]></category>
		<category><![CDATA[Marienborn]]></category>
		<category><![CDATA[Schortens]]></category>
		<category><![CDATA[Transitabkommen]]></category>
		<category><![CDATA[Wieland Golder]]></category>
		<category><![CDATA[Zeughaus unter den Linden]]></category>
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					<description><![CDATA[Drei spannende und unterhaltsame Tage voller politischer Bildung in der deutschen Hauptstadt liegen hinter 35 Mitgliedern und Freunden des Heimatvereins Schortens. Auf Einladung von Hans-Werner Kammer fuhren wir am Mittwoch morgen in aller Frühe mit unserem Doppeldeckerbus in Heidmühle los, ab Varel begleitet von Reiseleiter Wieland Golder und ab Oldenburg bestens mit Getränken versorgt durch &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/berlin-ist-eine-reise-wert-02-bis-04-september-2009/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Berlin ist eine Reise wert – 02. bis 04. September 2009“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/06.09.09050.jpg" rel="lightbox[334]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; margin-left: 0px; margin-right: 0px; border: 0px;" title="06.09.09 050" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/06.09.09050_thumb.jpg" alt="06.09.09 050" width="164" height="244" align="left" border="0" /></a> Drei spannende und unterhaltsame Tage voller politischer Bildung in der deutschen Hauptstadt liegen hinter 35 Mitgliedern und Freunden des Heimatvereins Schortens. Auf Einladung von Hans-Werner Kammer fuhren wir am Mittwoch morgen in aller Frühe mit unserem Doppeldeckerbus in Heidmühle los, ab Varel begleitet von Reiseleiter Wieland Golder und ab Oldenburg bestens mit Getränken versorgt durch Käthe. Die Fahrt wurde geplant durch Vorsitzende Gabriele Böhling als Organisatorin.</p>
<p>Schon die zweite Pause am ehemaligen Grenzübergang Helmstedt-Marienborn war ein Ausflug in die deutsche Geschichte.</p>
<p><span id="more-334"></span></p>
<p>Dort ist in den Hallen und Wachgebäuden, die nach dem Transitabkommen 1971 errichtet wurden, eine Gedenkstätte an jene Zeit eingerichtete worden, in der 1000 Grenzbeamte Durchreisende nach West-Berlin so-wie Einreisende in die DDR und andere Ostblockstaaten kontrollierten.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/grenze_041.jpg" rel="lightbox[334]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; margin-left: 0px; margin-right: 0px; border: 0px;" title="grenze_041" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/grenze_041_thumb.jpg" alt="grenze_041" width="244" height="164" border="0" /></a><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/marin1.jpg" rel="lightbox[334]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; margin-left: 0px; margin-right: 0px; border: 0px;" title="marin" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/marin_thumb1.jpg" alt="marin" width="244" height="164" border="0" /></a></p>
<p>Allein in der Zeit von 1985 bis 1989 sollen hier 34,6 Millionen Menschen abgefertigt worden sein, und auf der 35 Hektar großen Anlage, die nachts von zwölf begehbaren Lichtmasten, von denen jeder bis zu 8000 Watt Leistung hatte, ausgeleuchtet wurde, endete so mancher Fluchtversuch.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/06.09.09004.jpg" rel="lightbox[334]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; margin-left: 0px; margin-right: 0px; border: 0px;" title="06.09.09 004" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/06.09.09004_thumb.jpg" alt="06.09.09 004" width="244" height="164" border="0" /></a></p>
<p>Wir kamen gegen halb zwei in unserem Hotel direkt am Teltowkanal an, und nach einer kleinen Verschnaufpause ging es um drei Uhr weiter zum Bundesrat. Das mächtige Gebäude mit seinem Säuleneingang, 1904 als Preußisches Herrenhaus errichtet und zu Zeiten der DDR als Akademie der Wissenschaften genutzt, beeindruckte uns mit seinen hohen Räumen, obgleich der Plenarsaal wegen eines ‘Dachschadens’ zur Zeit eine Baustelle ist. Bis vor 20 Jahren stand das Haus unmittelbar am Todesstreifen, der hier nur sieben Meter breit gewesen sein soll.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/06.09.09009.jpg" rel="lightbox[334]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="06.09.09 009" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/06.09.09009_thumb.jpg" alt="06.09.09 009" width="244" height="164" border="0" /></a> <a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/06.09.09010.jpg" rel="lightbox[334]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="06.09.09 010" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/06.09.09010_thumb.jpg" alt="06.09.09 010" width="244" height="164" border="0" /></a></p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/06.09.09013.jpg" rel="lightbox[334]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="06.09.09 013" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/06.09.09013_thumb.jpg" alt="06.09.09 013" width="244" height="164" border="0" /></a> <a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/06.09.09028.jpg" rel="lightbox[334]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="06.09.09 028" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/06.09.09028_thumb.jpg" alt="06.09.09 028" width="244" height="164" border="0" /></a></p>
<p>Die Wandelhalle des Hauses zeigt noch Reste von Deckenmalerei, die allerdings zu DDR-Zeiten beschädigt wurden, als man eine Zwischendecke einzog und den oberen Teil als Kantine nutzte. In den nun wieder freiliegenden drei Lichtkuppeln schweben Pendel, die ‘drei Grazien’, durch die darunter laufenden Menschen wie von Geisterhand bewegt. Die Sitzordnung, die Stimmverhältnisse und der Vermittlungsausschuss wurden uns erklärt, und auch, dass die vor der Tür stehenden 35 Pflanzkübel die absolute Stimmenmehrheit symbolisieren, die für einen Beschluss erforderlich sind.</p>
<p>Unser Bus wartete schon am Leipziger Platz, wo sich noch bis 1990 Fuchs und Hase Gute Nacht sagten, und weiter ging es zur Stadtrundfahrt. Vorbei am Bundesfinanzministerium, einem Klotz aus dem Dritten Reich, dem topmodernen Außenministerium, Schinkels Friedrichwerderscher Kirche, dem Alexanderplatz mit seinen Hochhäusern und der Wiese, auf der in den nächsten Jahren das Berliner Stadtschloss wiedererstehen soll ging es auf die Prachtstraße Unter den Linden und schließlich ins italienische Restaurant Cinque, dem Stammlokal vieler Politiker in unmittelbarer Nähe zur Berliner FDP-Zentrale.</p>
<p>Am Donnerstag fuhren wir bei Schauerwetter zum Bundeskanzleramt, wo es allein schon ein Erlebnis war, durch die Sicherheitsschleuse zu kommen. Im Gebäude selbst, das außen wie innen monumental wirkt, wurden wir ständig von Bundespolizisten begleitet, die auf keinen Fall mit aufs Foto durften. Unsere Führerin zeigte uns den Sitzungssaal des Kabinetts im sechsten Stock, in dem sich Bundeskanzlerin und Finanzminister mit Blickkontakt am großen Konferenztisch gegenüber sitzen, die Glocke, mit der Angela Merkel aber noch nie zur Ordnung rufen musste und die vierseitige Uhr, die Konrad Adenauer anschaffen ließ, um seinen Ministern das peinliche Heraussuchen der Taschenuhren zu ersparen. Am Tisch unter der wellenförmigen Decke, die die Entscheidungsfindung symbolisieren soll, sitzen Minister junger Ministerien näher zum Rand. Im Stockwerk darüber, auf Augenhöhe mit dem Bundestag, befindet sich das Büro der Kanzlerin. Die Rohrpost wurde uns gezeigt, und nach einem Blick auf großformatige Kunstwerke und den Bankettsaal, dessen helle Stuhlbezüge und Vorhänge einst von Doris Schröder-Köpf ausgesucht wurden, standen wir der Kanzlergalerie gegenüber. Am Ende der sieben Porträts leuchtete Gerhard Schröders goldener Kopf, umringt von Affen.</p>
<p>Weiter ging es ins Deutsche Historische Museum im ehemaligen Zeughaus unter den Linden. Im riesigen Lichthof mussten wir uns entscheiden für den Rundgang von den Germanen zum 19. Jahrhundert oder für die Neueste Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. Im Obergeschoss werden unter anderem Rüstungen und eine Pesthaube aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, ein Türkenzelt von der Belagerung Wiens 1689 und die Verfassung der Paulskirche von 1848 aufbewahrt.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/06.09.09124.jpg" rel="lightbox[334]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="06.09.09 124" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/06.09.09124_thumb.jpg" alt="06.09.09 124" width="244" height="164" border="0" /></a></p>
<p>Zurück ging es in Richtung Regierungsviertel, diesmal zum Bundestag. Im Plenarsaal wurde uns erklärt, wie Dauerrednern der Strom abgestellt wird, wie viel ein Abgeordneter oder auch nur sein Praktikant verdienen und wie der Hammelsprung funktioniert. Das Fragenstellen überließen wir lieber den Schülern, die die Tribünen um uns herum bevölkerten und wohl zum Teil unter Schlafentzug litten. Der anschließende Blick auf die Reichstagskuppel war leider durch Regen getrübt.</p>
<p>Nach einem Imbiss am Berlin Pavillon fuhren wir stadtauswärts nach Hohenschönhausen, wo sich in einer ehemaligen Volksküche der NS-Zeit das Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit befand. In zwei Gruppen, geführt von ehemaligen Häftlingen, wurden wir durch beklemmende Kellerräume ohne Fenster geführt, in denen die Menschen nach dem Aufstand vom 17. Juni 1953 mit 24 Personen auf ihre Vernehmung warten mussten. Gleich nach Kriegsende war das Gebäude Internierungslager der Sowjets, in dem unter anderem der Schauspieler Heinrich George starb. Die Zeitzeugen beschrieben eindringlich, wie sie sich im U-Boot genannten Kellerbereich in ihren nur mit Holzpritsche und Kübel ausgestatteten Zellen weder hinsetzen noch tagsüber hinlegen durften, wenn sie nicht gleich in die Wasserzelle kamen, wo sie stundenlang im Nassen stehen mussten, und wie sehr sie sich sogar auf das Verhör freuten, um endlich mit jemandem sprechen zu können. Nach dem Mauerbau wurde 1961 nebenan ein großes Gefängnis errichtet, in dem es mehr Vernehmerzimmer als Zellen gab. Die ehemaligen Gefangenen führten mit uns ein Verhör und zeigten uns die psychologischen Tricks der Stasi-Offiziere. Wenn ein Häftling krank wurde, wurde er nicht einfach über den Hof in die Krankenstation gebracht, sondern mit einem Wagen durch halb Berlin gefahren, bei Verlegungen aus anderen Gefängnissen konnten inhaftierte schon mal eine Woche mit dem Zug in der gesamten DDR unterwegs sein.</p>
<p>Zeit zum Nachdenken hatten alle dann beim Abendbrot in der Nähe des Charlottenburger Schlosses, nach dem es wieder zurück ins Hotel ging.</p>
<p>Am Freitagmorgen fuhren wir, bereits mit gepackten Koffern, ins alte Westberlin an den Wittenbergplatz, um die Riesenauswahl des Kaufhauses des Westens (KadeWe) zu bewundern. Wen Geld ausgeben weniger interessierte, konnte sich auch in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche umsehen. Am Abend waren wir gegen sieben Uhr wieder zurück in Heidmühle.</p>
<p>Ein besonderer Dank gilt der Organisatorin und Vorsitzenden Gabriele Böhling.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle171.jpg" rel="lightbox[334]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="san_heidmuehle17" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle17_thumb1.jpg" alt="san_heidmuehle17" width="164" height="244" border="0" /></a></p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/090912_hv_berlin2.jpg" rel="lightbox[334]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="090912_hv_berlin" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/090912_hv_berlin_thumb2.jpg" alt="090912_hv_berlin" width="504" height="304" border="0" /></a></p>
<p>JeWo vom 10.09.09</p>
 [<a href="https://hv-schortens.de/berlin-ist-eine-reise-wert-02-bis-04-september-2009/">See image gallery at hv-schortens.de</a>] 
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 57px; width: 1px; height: 1px;"><span style="font-family: Arial; font-size: x-small;">Vorsitzende Gabriele Böhling als Organisatorin</span></div>
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		<title>Ortskernsanierung Heidmühle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Peters]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Sep 2004 10:46:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[1. Ausgangssituation von Wolfgang Schmitz Heidmühle in den 80er Jahren -der Ortskern war funktional gestaltet, aber er war kein Schmuckstück. Laternenmasten wie an Autoschnellstraßen, Bäume und Grün waren nur vereinzelt zu entdecken, Verkehrsanlagen lenkten den Verkehr und die Geschäftsgebäude wirkten nur durch Werbung und ihren Zweck. Im Bereich des Bahnübergangs an der Menkestraße sah man &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/ortskernsanierung-heidmuhle/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Ortskernsanierung Heidmühle“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>1. Ausgangssituation</h2>
<h3>von Wolfgang Schmitz</h3>
<p>Heidmühle in den 80er Jahren -der Ortskern war funktional gestaltet, aber er war kein Schmuckstück. Laternenmasten wie an Autoschnellstraßen, Bäume und Grün waren nur vereinzelt zu entdecken, Verkehrsanlagen lenkten den Verkehr und die Geschäftsgebäude wirkten nur durch Werbung und ihren Zweck.</p>
<p>Im Bereich des Bahnübergangs an der Menkestraße sah man leerstehende und verfallende Betriebsgebäude, die alte Mühle Pantke stand wirkungsvoll dort, aber ihr Anblick war wenig einladend. Der Straßenraum in Heidmühle war ungestaltet, der Kraftfahrzeugverkehr kam zurecht, aber er fand keine klar gegliederten Verkehrsräume vor. Das musste geändert werden, denn so konnte es in Schortens nicht weitergehen.</p>
<p>Die Gemeinde erteilte 1985 dem Büro Thalen, Neuenburg, den Auftrag, für die Ortsmitte Heidmühle eine detaillierte städtebauliche Untersuchung durchzuführen. Damit war der Auftrag an Fachleute erteilt, Basisdaten für eine zügige und langfristig wirkungsvolle Sanierung im Ortskern zu erarbeiten</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle11.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border-width: 0px;" title="san_heidmuehle1" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle1_thumb1.jpg" alt="san_heidmuehle1" width="497" height="403" border="0" /></a></p>
<p>Nachdem der Gemeinderat am 17. Oktober 1985 die grundsätzliche Einleitung eines Sanierungsverfahrens für die Ortsmitte Heidmühle beschlossen hatte, führte das Büro Thalen vorbereitende Untersuchungen nach dem Städtebauförderungsgesetz durch.<br />
Im Rahmen dieser vorbereitenden Untersuchungen wurden die städtebaulichen Missstände festgestellt, die im Rahmen einer Ortskernsanierung mit Förderung von Bund und Land beseitigt werden sollten.<br />
Diese Untersuchungen wurden im November 1985 fertig gestellt und in einer Bürgerversammlung am 17.11.1985 in der Realschule Schortens den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt.</p>
<p>Die Fachplaner hatten für den Ortskern folgende Neuordnungsziele erarbeitet:</p>
<ul>
<li>Erhöhung der allgemeinen Einkaufsattraktivität der Oldenburger Straße und der Menkestraße.</li>
<li>Entwicklung einer stärker in sich geschlossenen Geschäftszone, U. a. durch ergänzende Einkaufs-und Dienstleistungsangebote, so-wie eine störungsfreiere Verkehrsverbindung zwischen dem nördlich und südlich der Bahnlinie gelegenen Untersuchungsbereich.</li>
<li>Verbesserung der Verkehrssituation hinsichtlich des fließenden und ruhenden Verkehrs U. a. durch verkehrsberuhigende Maßnahmen, zusätzliches zentrumsnahes Parkplatzangebot sowie Entschärfung konfliktreicher Kreuzungsbereiche.</li>
<li>Schaffung einer räumlich erlebbaren Ortsmitte mit vertikaler Nutzungsverflechtung von Wohnen / Einkaufen I Dienstleistungen.</li>
<li>Stärkere Verknüpfung des Geschäftsbereiches mit kulturellen Einrichtungen sowie Spiel-und Freizeiteinrichtungen.</li>
</ul>
<p>Es bestand die planerische Absicht, die Ortsmitte Heidmühle zu einem attraktiven, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Versorgungsmittelpunkt für die Gemeinde Schortens zu entwickeln. »Die planerische Grundkonzeption schlägt daher vor, die gewerblichen Einrichtungen des Einzelhandels und Laden-und Dienstleistungshandwerks im heutigen Hauptgeschäftsbereich der Gemeinde (Menkestraße / Teilabschnitt der Oldenburger Straße) zu konzentrieren.</p>
<p>Für die Geschäftsleute bringt es den Vorteil der gegenseitigen Fühlungnahme und für den Kunden den Vorteil, bei einem Minimum an Zeitaufwand und Wegen ein Maximum an Waren und Dienstleistungen in Anspruch nehmen zu können«, so die Planer).</p>
<p>Damals waren noch das Dorfgemeinschaftshaus und der Asphaltplatz davor kultureller Treffpunkt: das Bürgerhaus gab es noch nicht. Aber die Entwicklung war bereits eingeleitet, so dass die Planer die markante Lage des Dorfgemeinschaftshauses an einem multifunktional gestalteten Platz als Mittel- punkt und Treffpunkt für alle Gemeindemitglieder in der Perspektive gesehen haben.</p>
<p>Die Überlegungen im Teilbereich Verkehr zielten darauf ab. zur Verkehrsentlastung der Oldenburger Straße eine neue Verbindung von der Menkestraße zur Bahnhofstraße und B 210 über die Ladestraße (damals Bundesbahnareal) zu schaffen.</p>
<p>Die geringe Nutzung der im Bereich der Ladestraße liegenden Anschluss- bzw. Nebengleise führte zu den Überlegungen, die dort noch bestehenden Umschlagmöglichkeiten (Brennmaterialien usw.) ganz aufzugeben. Dann würde sich das Ortsbild hier ganz entscheidend positiv verändern können.</p>
<p>Ebenso wurde das Ortsbild in den vorbereitenden Untersuchungen an- gesprochen. In diesem Punkt waren wesentliche Veränderungen not-wendig. Störende Elemente sollten entfernt werden, gewachsene Baustrukturen waren zu erhalten. Neubauten sollten sich in das Ortsbild einfügen, es aber auch, wenn notwendig, neu prägen. Straßen und Nebenräume sollten gegliedert werden durch Grüngestaltung, in den Einkaufszonen durch Bäume, Buschgruppen, Grasflächen und Rankgewächse.</p>
<p>Das waren alles Wünsche, Forderungen und Träume von Planern und Politikern in der Gemeinde Schortens. Man sah in vielen Bereichen des Landes Niedersachsen sanierte Städte und Gemeinden wachsen und in ihrer Funktion neu erblühen. Dabei hatten es historisch gewachsene</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle2.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border-width: 0px;" title="san_heidmuehle2" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle2_thumb.jpg" alt="san_heidmuehle2" width="499" height="363" border="0" /></a></p>
<p>Orte mit ihren Baudenkmälern und modernisierungsbedürftigen Gebäuden leichter, in das Städtebau- Förderprogramm des Bundes und des Landes zu kommen. Somit musste deutlich gemacht werden, dass Heidmühle in seiner städtebaulichen Wirkung langweilig war und seinen Funktionen für die Einwohner nicht mehr in der Zukunft gerecht werden konnte.</p>
<h2>2. Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm</h2>
<p>Das Ergebnis der vorbereitenden Untersuchungen war Grundlage für den Antrag der Gemeinde auf Aufnahme in das Förderprogramm nach dem Städtebauförderungsgesetz in Niedersachsen. Dieses Programm wird mit Bundes- und Landesmitteln ausgestattet und fördert die Maßnahmen in den Sanierungsstädten und -gemeinden grundsätzlich mit 213 der anerkannten Kosten.</p>
<p>Es war für die Gemeinde Schortens zu der Zeit nicht einfach, in das Städte- bauförderungsprogramm Niedersachsen aufgenommen zu werden. Viele Städte und Gemeinden erhielten daraus ihre Fördermittel und belegten den finanziellen Rahmen des Programms über viele Jahre.<br />
Erst wenn Städte wie Hameln, Einbeck. Hannoversch Münden und viele andere mit ihrer historischen Bausubstanz Platz für Nachfolger machten. bestanden für andere Gemeinden Chancen.<br />
Nach vergeblichen Anträgen in den Jahren 1985/86 gab Schortens nicht auf. Im Mai 1987 wurde für das Programmjahr 1988 erneut ein Aufnahmeantrag gestellt. Der Sanierungsbedarf wurde mit 11,5 Mio. DM für die nächsten 10 Jahre beziffert.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle3.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border-width: 0px;" title="san_heidmuehle3" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle3_thumb.jpg" alt="san_heidmuehle3" width="516" height="373" border="0" /></a></p>
<p>Da in Schortens ein umfangreicher Finanzierungsbedarf für Öffentliche Infrastrukturmaßnahmen, also Neugestaltung des öffentlichen Raumes und weniger für private Modernisierungsmaßen bestand, war es immer noch schwierig, in den Kreis der Sanierungsgemeinden aufgenommen zu werden.<br />
Im November 1987 besuchte der Niedersächsische Sozialminister Hermann Schnipkoweit den Landkreis Friesland und seine Gemeinden. Thema seines Besuchs war die  Städtebauförderung des Landes.</p>
<p>Bis auf Varel wollten alle friesländischen Gemeinden mit Bauprojekten in das Förderprogramm aufgenommen werden. Für Schortens sah der Minister bei diesem Besuch wenig Chancen, obwohl ihm deutlich gemacht wurde, dass in Heidmühle die Atmosphäre fehlt und der alte Ortskern eine Fehlentwicklung darstellt.</p>
<p>So machte dieser Ministerbesuch den Schortensern wenig Hoffnung. Schon im März 1988 musste man im Schortenser Rathaus erneut erkennen, dass für die Sanierung des Ortskerns kein Geld aus Hannover zur Verfügung gestellt werden kann. Das Land Niedersachsen konnte zu dem Zeitpunkt seinen Förderungsrahmen nicht aufstocken und benötigte die Mittel des Bundes und des Landes zur Fortführung bereits laufender städtebaulicher Maßnahmen. Damit sah man wieder alle Chancen schwinden.</p>
<p>Wenige Monate nach negativen Mitteilungen und nach einem Besuch des Bundesbauministers Oscar Schneider im August 1988 gab es dann für Schortens die große Überraschung.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle4.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border-width: 0px;" title="san_heidmuehle4" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle4_thumb.jpg" alt="san_heidmuehle4" width="511" height="368" border="0" /></a></p>
<p>Aus Hannover erreichte uns die Pressemitteilung vom 12. Oktober 1988 -am gleichen Tag war auch der Aufnahmebescheid ausgefertigt:</p>
<p>Der niedesächsische Sozialminister hatte entschieden, 20 Städte und Gemeinden neu in das Städtebauförderungsprogramm 1988 aufzunehmen.</p>
<p>Im Nachtragshaushalt des Landes waren die Mittel für die Stadtsanierung aufgestockt worden. Rat und Verwaltung der Gemeinde Schortens konnten sich freuen. Neben Städten wie Munster, Bodenwerder oder Bad Sachsa war die Gemeinde Schortens in das Förderprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen, und zwar mit einem Förderbetrag von 2 Mio. DM. Das bedeutete für das Jahr 1988 ein Programmvolumen von 3 Mio. DM, und das zum Jahresende.</p>
<p>Nun kam in das Projekt Tempo. Im Oktober die Programmaufnahme, anschließend gleich die Bewilligung der Mittel für 1988. Das Programmjahr 1989 stand vor der Tür und auch dafür waren Mittel zu erwarten. Außerdem hatte die Gemeinde für Baumaßnahmen an Hauptverkehrsstraßen Fördermittel nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beantragt. Auch diese Anträge waren aussichtsreich und wurden Anfang 1989 von der Bezirksregierung in Oldenburg positiv entschieden.<br />
Insgesamt gesehen gab es zu diesem Zeitpunkt nur positive Nachrichten. Die Programmaufnahme bedeutete, dass die Gemeinde Schortens ihren Ortskern in Heidmühle neu strukturieren und gestalten konnte, und das nicht nur in diesem einen Jahr, sondern in den nächsten Jahren.</p>
<p>Etwa 10 Jahre hatte man sich in der Programmperspektive dafür vorgenommen. Gleich zu Beginn waren jedoch Mittel in erheblicher Höhe bereitgestellt, die es den Ausschüssen des Gemeinderates und dem Bauamt der Gemeinde nicht einfach machten, die Bauprojekte vorzubereiten und durchzuführen. Schortens hatte eine Schwerpunktaufgabe und packte diese mit vereinten Kräften und Bundes- und Landesmitteln aus dem Förderprogramm zügig an.</p>
<h2>3. Ortsrecht und Finanzierungsrahmen</h2>
<p>Um die Sanierung ordnungsgemäß nach den Vorschriften des Städtebauförderungsgesetzes, danach des Baugesetzbuches, durchführen zu können, war es zunächst erforderlich, das entsprechende Ortsrecht zu schaffen. In der Ratssitzung am 23. Februar 1989 wurde die Satzung der Gemeinde Schortens über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes im Ortskern Heidmühle beschlossen.</p>
<p>Damit wurde ein etwa 26 ha großes Sanierungsgebiet festgesetzt; dieses Gebiet begann an der B 210 Bahnhofstraße und reichte vom Bahnhof bis zum Rathaus Heidmühle, von der Menkestraße reichte es weiter Richtung Süden bis zum Bürgerhaus. Jedes Grundstück, das im Sanierungsgebiet liegt, ist in der Satzung im Einzelnen aufgeführt. Wegen der besonderen Wirkung der Sanierung wurde in das Grundbuch je Grundstück ein Sanierungsvermerk eingetragen.</p>
<p>Damit war deutlich. auch für etwaige Grundstückskäufer. dass die Grundstücke für einen bestimmten Zeitraum einem besonderen Sanierungsrecht unterliegen.<br />
Die Gemeinde hatte nicht vor, ihre Sanierungsmaßnahmen gegen die Bürgerinnen und Bürger, gegen den Willen der GrundstückseigentümerInnen durchzusetzen. Sie sollte partnerschaftlich und konstruktiv ihre Sanierungsziele umsetzen und war von Beginn an sicher, dass die Bürger und Bürgerinnen Verständnis zeigen und die</p>
<p>Vorteile der Sanierung sehen. Genauso sind die Sanierungsmaßnahmen durchgeführt worden, obwohl besonders in den ersten Jahren die Baumaßnahmen im Ortskern zu Einschränkungen und Unannehmlichkeiten führten, die für manchen nicht einfach zu ertragen waren.<br />
Der Finanzierungsrahmen war schon im Jahr 1987 mit 11,6 Mio. DM gerechnet worden. Man hatte noch keine ganz genaue Übersicht, besonders nicht über die Größenordnung der Modernisierung und Instandsetzung von privaten Gebäuden. Sicher war jedoch, dass die Umgestaltung der Menkestraße, der Oldenburger Straße, ein neuer Dorfplatz am Bürgerhaus sowie die Neugestaltung des Bahnhofbereichs Mittel in einer Größenordnung von 7 Mio. DM erfordern würden.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle5.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border-width: 0px;" title="san_heidmuehle5" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle5_thumb.jpg" alt="san_heidmuehle5" width="506" height="366" border="0" /></a></p>
<p>Die Gemeinde Schortens selbst erklärte sich bereit, von den Sanierungsmaßnahmen etwa 113, das sind 3,5 Mio. DM, zu tragen.</p>
<p>1 Mio. DM sollte aus Ausgleichsbeträgen finanziert werden. Das bedeutete, dass etwa 7 Mio. DM Fördermittel in den nächsten Jahren in Schortens investiert werden sollten.</p>
<p>Bei allem wussten die Beteiligten und die Fachleute, dass Sanierungsmaßnahmen nicht nur im eigentlichen Investitionsbereich wirken, sondern das Umfeld geht mit. Stadtsanierung oder Ortssanierung bedeutet, dass parallel dazu private Investitionen stattfinden, die die Ziele und Erwartungen der Sanierung zum Anlass nehmen, mit privaten Mitteln selbst zu investieren. Die Sanierung des Ortskerns verspricht oder versprach für Heidmühle Zukunft und das galt dann auch für private Investitionen. Beispiele in Heidmühle zeigen dies.</p>
<p>Um die wichtigen Aufgaben der Ortskernsanierung vom Förderprogramm her und finanztechnisch umsetzen zu können, war die Beauftragung eines Sanierungsträgers notwendig. Im März 1989 wurde nach eingehenden Beratungen im Gemeinderat die Neue Heimat als Sanierungsträger eingesetzt. Die Unternehmensentwicklung führte nachher zu der neuen Bezeichnung Deutsche BauBeCon. Die BauBeCon führt die Sanierung in Schortens mit der Gemeinde gemeinsam als Treuhänderin durch und rechnet alle Maßnahmen gegenüber den Förderstellen im Einzelnen ab.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle6.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border-width: 0px;" title="san_heidmuehle6" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle6_thumb.jpg" alt="san_heidmuehle6" width="512" height="364" border="0" /></a></p>
<h2>4. Maßnahmen</h2>
<p>Im Jahr 1989 begannen die wesentlichen Tiefbaumaßnahmen. Am 26.6.1989 fand der erste Spatenstich öffentlich statt, der Neubau der Menkestraße nahm seinen Anfang.<br />
Zuerst wurde der Teilabschnitt vom Neumannsweg bis zum Mühlenweg ausgebaut. Im August schloss sich der Ausbau der Menkestraße im zweiten Bauabschnitt vom Mühlenweg bis zum Bahnübergang an, und die Alte Ladestraße entstand als neue Hauptverkehrsstraße vom Bahnübergang bis zum Bahnhof.<br />
Damit waren einschneidende und wegweisende Baumaßnahmen eingeleitet. Im Ort &#8211; das ist im Wesentlichen die Menkestraße als Hauptgeschäftstraße &#8211; wurde Granitstein eingebaut, Parkbuchten entstanden, breite Fußwege mit angeschlossenen Radwegen wurden zu beiden Seiten in Naturklinker gebaut.<br />
Die amerikanische Roteiche wurde als prägender Straßenbaum ausgewählt und gepflanzt.</p>
<p>Die Straße mit ihrem Nebenraum erhielt Aufenthaltscharakter, die Fahrbahn erlaubt keine hohen Geschwindigkeiten und die Gehwege bieten eiligen und bummelnden Kunden sowie Gästen viel Platz.</p>
<p>Im ersten Sanierungsjahr 1989 mussten weitere Maßnahmen vorbereitet werden, Gelder für die Zukunft waren absehbar und das Engagement in Rat und Verwaltung so wie beim Gewerbeverein mit seinen UnternehmerInnen war groß.</p>
<p>Also wurden die weiteren Maßnahmen geplant. In 1990 stand noch der alte Kohlenschuppen neben der Ladestraße, das Hillers Eck war bereits in privater Regie gebaut worden. Die Oldenburger Straße sollte daneben nicht vergessen werden.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle7.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border-width: 0px;" title="san_heidmuehle7" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle7_thumb.jpg" alt="san_heidmuehle7" width="505" height="359" border="0" /></a><br />
Es wurde ein weiterer Abschnitt</p>
<p>der Menkestraße vom Neumannsweg bis zur Elsa-Brändström-Straße in 1992 gebaut. Die Bahnhofstraße von der B 10 bis zur Kreuzung Jeversche Straße erhielt 1993 ein völlig neues Gesicht.<br />
Neben den Maßnahmen für den Individualverkehr wurden die Anlagen um den Bahnhof herum neu geplant.</p>
<p>Ein zentraler Busbahnhof sollte im Ortskern den ÖPNV Straße mit dem ÖPNV Schiene verbinden. So konnte das Gelände von der Bahn erworben werden, und 1993 war der Busbahnhof eine ansprechende grüne Verkehrsfläche. Nur das Bahnhofgebäude machte uns städtebaulich Sorgen. Die Frage war, ob die Gemeinde es kauft und dort investiert oder ob ein privater Investor gefunden werden kann.<br />
Seit 1979 bereits war die Gemeinde Schortens Eigentümerin des Hetzschen Geländes hinter der Oldenburger Straße am Rathaus. Zu Anfang gab es planerische Überlegungen, dort das kulturelle Zentrum für Schortens entstehen zu lassen. Aber das 1987 fertig gestellte Bürgerhaus machte diese Überlegung entbehrlich.<br />
Deswegen ergab sich die folgen- de Entwicklung: Im Sanierungsgebiet soll die Funktion Wohnen gestärkt werden. Neugestaltete öffentliche Anlagen bieten nicht nur Geschäften und Kunden ein attraktives Umfeld.</p>
<p>Gerade ein Ort erhält Leben, wenn Wohnraum in zentraler Lage geschaffen wird. So ist im Grunde Heidmühle generell konzipiert. Aus dem Hausgarten in die Geschäftszone &#8211; das ist praktisches Wohnen im Ortskern. Unter diesem Gedanken entstand eine Neuplanung für das Hetzsche Gelände.</p>
<p>Wohnen für Senioren und allgemeines Wohnen in Eigentumsanlagen war Ziel des Bebauungsplanes Oldenburger Straße. Ein privater Investor kaufte die Gemeindeflächen 1994 und stellte ein Jahr später 26 Seniorenwohnen und 27 Eigentumswohnungen fertig.</p>
<p>Die neue Wohnanlage »Grön Winkel« war entstanden mit einem kleinen öffentlichen Park, der das Rathaus mit der Oldenburger Straße verbindet.<br />
Im den Jahren 1989 und 1990 konnte die Gemeinde die Wohnhäuser Jadestraße 8 und 9 erwerben und begann mit der Planung zur Neugestaltung und Erweiterung des sogenannten City-Parkplatzes.</p>
<p>Es entstand der mutige Gedanke, Teile des City-Parkplatzes zur Menkestraße hin mit einem Geschäftshaus zu überbauen, um eine geschlossene Bauzeile zu erhalten. Parkplätze könnten hinter einem Neubau entstehen und im herausgehobenen Untergeschoss. Aufmerksame und kritische Bürger wandten sich 1995 gegen diese Planung und drohten mit einem Bürgerbegehren. Der Gemeinderat nahm die Stimmung in der Bevölkerung auf und ließ von seiner Planung ab.<br />
Zwischenzeitlich waren die Wirkungen der deutschen Einheit seit 1990 spürbar. Der Fluss der Sanierungsmittel nahm merklich ab und die Landesregierung ließ nur noch Sanierungsmaßnahmen zu, die begonnen oder deren Vollendung unbedingt notwendig war.</p>
<p>Straßenbauliche Maßnahmen waren schwieriger durchzusetzen und wurden mit Verzögerungen bewilligt.<br />
Es kam dennoch zu dem Bau einer zusätzlichen Parkplatzanlage an der Jadestraße, deren Schwerpunkt die besondere Grüngestaltung war. Der City-Parkplatz fiel dem Rotstift in Hannover zum Opfer und konnte 1998 in einem kleineren Rahmen verändert und verbessert werden.<br />
Zu einem kulturellen Mittelpunkt und Treffpunkt hatte sich das Bürgerhaus Schortens entwickelt. Es war vor dem Beginn der Sanierung bereits vom Dorfgemeinschaftshaus zum Bürgerhaus erweitert worden. Aber das Umfeld, der Marktplatz, zugleich auch wichtig als attraktiver Parkplatz, stimmte nicht und wirkte sich negativ auf das städtebaulich eindrucksvolle Bürgerhaus) aus.</p>
<p>Schwarzer alter Asphalt aus den 50er Jahren wirkte wenig einladend. Ziel der Gemeinde war es, im Rahmen der Sanierung vom Bürgerhaus bis zum Rathaus eine städtebauliche Attraktivität und eine Verbindung im gleichen Standard herzustellen. Schon<br />
1990 konnte nach einem Plankonzept der örtlichen Architekten Rodieck und Seelkopf der Bürgerhausplatz im ersten Bauabschnitt, anschließend gegenüber die Stellplatzanlage »unter den Linden« fertig gestellt werden.</p>
<p>Der rote Bockhorner Klinker, die Lampenkugeln und der intensiv diskutierte Brunnen geben diesem Ortsbereich am Bürgerhaus seit 1992 ein völlig neues Gesicht. Entgegen ersten Planungen blieb das Wohngrundstück Ecke Menkestraße / Rheinstraße als solches erhalten. Eine Teilfläche dahinter wurde zu einem Parkplatz mit 25 Rosensorten umgestaltet.<br />
Nach dem Neubau der Alten Ladestraße war der städtebauliche Mangel, das war der Kohlen- und Lagerschuppen, dort noch nicht beseitigt.</p>
<p>Nach erfolgreichen Grundstücksverhandlungen übernahm die Gemeinde Ende 1992 dieses Grund- stück. Nach einer ersten Überlegung, diesen Schuppen zu erhalten und für multikulturelle Zwecke zu nutzen, entschied der Gemeinderat sich jedoch für eine 0ffnung als Grün- und Parkplatzanlage, die in 1994 fertig gestellt wurde.</p>
<p>Damit sollte eine Öffnung für die Geschäfte der Oldenburger Straße zur Alten Ladestraße hin erreicht werden. Die Oldenburger Straße selbst hatte jedoch in den 90er Jahren trotz Umgestaltung ihre wirtschaftlichen Probleme im Einzelhandel.</p>
<p>Erst der Umbau von dominierenden Einzelhandelsgeschäften sowie die Ansiedlung eines Verbrauchermarktes an der Bahnhofstraße mit einem größeren Parkplatz brachten neues Leben in diese Oldenburger Straße.<br />
Mit dem Umbau der Menkestraße bis zur Rheinstrasse in 2001 war in den vergangenen 10 Jahren von der</p>
<p>B 210 bis zum Bürgerhaus ein neu- es und atmosphärisches Straßenbild entstanden. Zu den letzten Baumaßnahmen im öffentlichen Bereich gehörte der Neubau der Oldenburger Straße in Höhe des Postweges bis zum Rathaus im Jahr 2003. Eine alte Klinkerstraße wurde durch Granitquadersteine ersetzt. Den alten Linden wurde bei Planung und Bau große Bedeutung zugemessen, denn sie sind ein wesentlicher historischer Bestandteil dieses Straßenbildes am Rathaus.</p>
<p>Der neue Verbrauchermarkt an der Heinrich-Tönjes-Straße / B 210 sollte an den Ortsbereich gestalterisch angebunden werden. Die Umgestaltung dieser ortsnahen Wohnstraße war ursprünglich nicht im Bauprogramm enthalten. Die Maßnahme war jedoch aufgrund des Zustandes und zur Abrundung äußerst wichtig. Auch die Heinrich-Tönjes-Straße zeigt seit 2003 ein neues städtebauliches Gesicht.</p>
<p>Nun lag es am oder im privaten Bereich, parallel zu den umfangreichen öffentlichen Maßnahmen eigene oder auch zu fördernde Investitionen zu entwickeln, denn Sanierung im öffentlichen Bereich ist die Vorbereitung wichtiger privater Aktivitäten und Investitionen.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle8.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border-width: 0px;" title="san_heidmuehle8" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle8_thumb.jpg" alt="san_heidmuehle8" width="522" height="386" border="0" /></a></p>
<h2>5. Wirtschaftliche und städtebauliche Ergebnisse</h2>
<p>Gleich zu Beginn der Ortskernsanierung 1988 entstand auf dem Grundstück Hillers zwischen der Menkestraße und der Jadestraße ein vollständig neues Geschäftsgebäude mit großer Parkplatzfläche und anschließendem Verbrauchermarkt. Alte, unansehnliche Gebäude wurden abgerissen, an der Jadestraße wurde das Haus Nr. 7 und zuletzt im Jahr 2003 wurde das Wohngebäude Jadestraße Nr. 9 entfernt und in das Gelände integriert.</p>
<p>Es war gleich zu Beginn der Sanierung ein attraktives Geschäftszentrum im Jahr 1989 entstanden. Und diesem folgten viele private Investitionen, die Menke-<br />
Passage, das Ärztehaus / Geschäftshaus an der Menkestraße / Bahnübergang,<br />
die 3 Banken im Ort veränderten ihre Gebäude oder ihre Standorte positiv.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/heidm09.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="heidm09" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/heidm09_thumb.jpg" alt="heidm09" width="507" height="339" border="0" /></a></p>
<p>Viele örtliche Unternehmen des Einzelhandels verstanden es, ihre Standorte aufzuwerten.</p>
<p>Sie investierten in Erneuerungen und machten damit ihr Angebot weit attraktiver. Dieses war eine Ergänzung der Ortssanierung; aber auch der Druck der Entwicklungen in Wilhelmshaven und Jever machte es notwendig, den Schortensern und ihren Gästen in ihrer Gemeinde ein gutes und interessantes Angebot vorzuhalten.</p>
<p>Die Sanierungsförderung eines Ortes umfasst auch private Modernisierungsmaßnahmen, jedoch nicht den Neubau von Gebäuden. So<br />
konnte die Gemeinde in einigen Fällen Dachausbauten, die das Ortsbild<br />
positiv veränderten, ergänzend mitfinanzieren.</p>
<p>Ansprechende Gebäude entstanden dadurch U. a. an der<br />
Menkestraße / Einmündung Rhein-Straße und an der Kreuzung Mühlenweg.<br />
Ein typischer und besonderer Fall der privaten Modernisierung war die Sanierung des Bahnhofs.</p>
<p>Dieses mehr als 100 Jahre alte Gebäude konnte rentabel nur instandgesetzt<br />
und modernisiert werden, wenn Sanierungsmittel maßgeblich eingesetzt wurden. Mit Hilfe dieser Mittel hat ein privater Investor vom Erwerb des Gebäudes in 2001 bis zum Jahr 2003 durch seinen Einsatz einen wichtigen Akzent in der Sanierung gesetzt. In strahlendem Gelb begrüßt dieses Geschäftshaus jeden Gast und Besucherin Heidmühle, und die Farbe setzt sich aufmunternd in der Oldenburger Straße fort.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle9.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border-width: 0px;" title="san_heidmuehle9" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle9_thumb.jpg" alt="san_heidmuehle9" width="520" height="351" border="0" /></a></p>
<p>Nachdem dann die Deutsche Bahn den Bereich der Bahngleise parallel dazu saniert hat (2003/2004) und die Gemeinde zusätzliche Parkplätze für Kfz und<br />
Stellplätze für Fahrräder errichtete, kann der Bahnhof Heidmühle als erfolgreiches Sanierungsobjekt angesehen werden, zu dem Private, das StBF (Städtebauförderung) &#8211; Programm und das GVFG (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz)  &#8211; Programm mit der Gemeinde<br />
ihren gemeinsamen Beitrag geleistet haben.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle13.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="san_heidmuehle13" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle13_thumb.jpg" alt="san_heidmuehle13" width="521" height="349" border="0" /></a></p>
<p>Nicht zuletzt haben dann die Einzelhandelsmärkte in Heidmühle ihre<br />
Versorgungsposition überdacht und es gab in den Jahren 2002 &#8211; 2004<br />
ganz wesentliche Veränderungen.</p>
<p>Nach dem GMA8) &#8211; Gutachten aus dem Jahr 1999 gab es einen enormen<br />
Kaufkraftabfluss (Kaufkraftkoeffizient mit 92,6% unterdurchschnittlich).<br />
Die öffentlichen Sanierungsinvestitionen sollten die Attraktivität aber auch Zentralität des Ortskerns stärken. Infolge dessen haben 4 Einzelhandelsmärkte<br />
ihre Standorte im Ortskern verändert und haben im Wesentlichen neu gebaut, ein weiterer Markt hat in Heidmühle einen freien Standort neu besetzt.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle15.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="san_heidmuehle15" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle15_thumb.jpg" alt="san_heidmuehle15" width="527" height="353" border="0" /></a></p>
<p>Damit kommt Schortens auf eine Verkaufsfläche von 33 qm je 100 Einwohner und hat einen Rückstand im kommunalen Vergleich aufgeholt. In dem Zusammenhang ist das Angebot an Parkflächen in Heidmühle zu sehen. Mehr als 700 Stellplätze finden die Besucher im engeren Ortskern Heidmühle vom Eingangsbereich Bahnhofstraße bis zum Bürgerhaus im Ort.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle14.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="san_heidmuehle14" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle14_thumb.jpg" alt="san_heidmuehle14" width="530" height="355" border="0" /></a></p>
<p>Das führt dazu, dass die Schortenser und viele Besucher gerne kommen, denn für sie sind in vielfältiger Hinsicht die besten Voraussetzungen geschaffen worden -von der Kultur über kleine Kunstwerke im Öffentlichen Raum -die Kröten, die Figurengruppe »Gemeinsam ins nächste Jahrtausend«, »Begegnung«, »Beugung«, die Kompassrose, die Stettiner Waage, die Achse aus Meiningen -geht es zur Dienstleistung und zum Handel.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle10.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border-width: 0px;" title="san_heidmuehle10" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle10_thumb.jpg" alt="san_heidmuehle10" width="528" height="441" border="0" /></a></p>
<h2>6. Schlussbetrachtung</h2>
<p>Eine Vielzahl öffentlicher und privater Maßnahmen hat zu wesentlichen Veränderungen des Ortskerns geführt. Mehr als 7 Mio. Euro wurden in die Sanierungsaufgaben investiert.</p>
<p>Davon hat die Gemeinde Schortens 2,41 Mio. Euro geleistet, die übrigen 2/3 sind Bundes- und Landesmittel, die hier investiert wurden. Erkennt man das Bild von 1988 und vorher wieder?<br />
In Teilen sind ursprüngliche alte Baustrukturen erkennbar -aber: wir wollten etwas verändern und das ist wesentlich gelungen. Die städtebaulichen Missstände aus der Voruntersuchung »Thalen« sind beseitigt.</p>
<p>In der Menkestraße strahlt im Sommer das Grün der Bäume, der öffentliche Raum wirkt farbenfroh, die Geschäfte wirken einladend.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle12.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="san_heidmuehle12" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle12_thumb.jpg" alt="san_heidmuehle12" width="495" height="331" border="0" /></a></p>
<p>&#8211; Und der Betrieb im Ort mit seinen Menschen, den Fahrrädern und Fahrzeugen bedeutet Leben und Geschäftigkeit &#8211; mit einem fröhlichen »Moin« begegnen sich die Menschen im sanierten Ortskern Heidmühle, als wenn nichts gewesen wäre.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle17.jpg" rel="lightbox[1797]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="san_heidmuehle17" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2009/09/san_heidmuehle17_thumb.jpg" alt="san_heidmuehle17" width="164" height="244" border="0" /></a></p>
<h6>Quelle: Festschrift und das Heimatbuch “<a href="https://hv-schortens.de/veroffentlichungen/">75 Jahre Heimatverein Schortens 1929 – 2004</a>”<br />
Bilder: 09/2009, Michael Kunz</h6>
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