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	<title>Heidemühle &#8211; Heimatverein Schortens von 1929 e. V.</title>
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		<title>Bahnlinie lässt Heidmühle zügig wachsen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Noormann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 20:46:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
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					<description><![CDATA[Ortsgeschichte &#8211; Wie sich ein Schortenser Anhängsel zum Zentrum der heutigen Stadt entwickelte BILD: Martin Noormann. Diese Aufnahme entstand vor 25 Jahren im Sommer 1986. &#160; Die Oldenburger Straße hatte sich zur Hauptdurchgangs- und Geschäftsstraße entwickelt, bevor im Rahmen der Ortskernsanierung der Durchgangsverkehr über die Ladestraße geführt wurde. Die Heidemühle tauchte bereits Mitte des 16. Jahrhunderts &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/bahnlinie-lasst-heidmuhle-zugig-wachsen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Bahnlinie lässt Heidmühle zügig wachsen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
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<h2 id="articleHead"><span class="Apple-style-span" style="font-size: 15px;">Ortsgeschichte &#8211; Wie sich ein Schortenser Anhängsel zum Zentrum der heutigen Stadt entwickelte</span></h2>
</div>
<h4><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/JEVER_ed0b.jpg" rel="lightbox[1711]"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1712" title="JEVER_ed0b" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/JEVER_ed0b.jpg" alt="" width="600" height="252" srcset="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/JEVER_ed0b.jpg 600w, https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/JEVER_ed0b-300x126.jpg 300w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px" /><br />
</a>BILD: Martin Noormann. Diese Aufnahme entstand vor 25 Jahren im Sommer 1986.</h4>
<p>&nbsp;</p>
<div>Die Oldenburger Straße hatte sich zur Hauptdurchgangs- und Geschäftsstraße entwickelt, bevor im Rahmen der Ortskernsanierung der Durchgangsverkehr über die Ladestraße geführt wurde.</div>
<div>
<p>Die Heidemühle tauchte bereits Mitte des 16. Jahrhunderts auf. Die eigentliche Gründung der Ortschaft Heidmühle liegt 140 Jahre zurück<strong>.</strong></p>
</div>
<p><span id="more-1711"></span>Der jüngste Ort in der heutigen Stadt Schortens ist das Zentrum Heidmühle. Markiert wurde der Standort Heidmühle bereits 1561. In jenem Jahr wurde die Mühle aus Schoost in die weite Heide verlegt. Die eigentliche „Geburtsstunde“ Heidmühles muss man aber in den Jahren 1870 und 1871 suchen müssen.</p>
<p>Das Großherzogtum Oldenburg hatte sich damals entschieden, eine vierte Bahnstrecke von Sande nach Jever zu bauen. Nach längeren Verhandlungen wurde der größere von zwei Bahnhöfen in der Gemeinde Schortens in der Nähe der Mühle in der Heide, bekannt als „Heidemühle“, errichtet und auch mit Heidmühle benannt. Am 15. Oktober 1871 wurde der Bahnverkehr aufgenommen. Das hat die Entwicklung eines Ortes rund um die Heidemühle ausgelöst, der heute der bevölkerungsreichste Teil der Stadt Schortens ist.<br />
Doch der Ort wuchs anfangs langsam: Noch die Volkszählung vom Dezember 1905 ergab in Heidmühle nur 257 Einwohner von damals inzwischen 2550 Einwohnern in der Gemeinde Schortens.</p>
<h3>Immer mehr Schulen</h3>
<p>Auch in der Schulbauplanung der Gemeinde Schortens vor 100 Jahren spiegelt sich die nur langsame Bevölkerungsentwicklung Heidmühles wieder. Etwa seit dem Mittelalter unterhielten alle Gemeinden in ihren Kirchdörfern eine zentrale Schule. Zum Ende des 19. Jahrhunderts begann das Bestreben, in allen größeren Ortsteilen Volksschulen zu unterhalten.</p>
<p>So baute die Gemeinde Schortens zunächst 1888 eine Schule in Ostiem, 1905 in Oestringfelde und erst 1910 in Heidmühle am damaligen Schulweg und der heutigen Heinrich-Tönjes-Straße. Zu jener Zeit hatte sich die Bevölkerungszahl im Gemeindekern deutlich erhöht, denn schon 1913 wurde zur Entlastung von Schortens und Heidmühle in Jungfernbusch eine weitere Volksschule gebaut.</p>
<p>Viel schneller verlief die wirtschaftliche und gewerbliche Entwicklung in Heidmühle nach der Fertigstellung der Bahnlinie. Die Vorzüge der neuen Verkehrsanbindung wurden schnell erkannt. Bereits drei Jahre später, also 1874, wurde im Bahnhof eine Postagentur für den Bereich der Gemeinde eingerichtet. Bis zum Ersten Weltkrieg hatte sich entlang der Oldenburger Straße ein Ortszentrum mit Geschäften und Dienstleistungsbetrieben und Gaststätten entwickelt.</p>
<p>Um das Jahr 1895 entstand das Gebäude der Aktienbrauerei (später „Verpflegungsamt“) an der Jeverschen Straße. Die Brauerei war bis 1920 in Betrieb. Etwas weiter an der heutigen Bebelstraße entstand um die Jahrhundertwende ein Kalksandsteinwerk, das bis zum Jahr 1914 produzierte. Geschäftsbauten entstanden an der Bahn und an der Ladestraße, die zu einem wichtigen Umschlagplatz für Brennstoff und landwirtschaftliche Erzeugnisse wurde.</p>
<h3>Neue Wohngebiete entstehen</h3>
<p>In jener Zeit entstanden auch erste neue Wohngebiete rund um den Ortskern von Heidmühle, der Ort vergrößerte sich in Richtung Klosterneuland und Feldhausen. Der früher für die landwirtschaftliche Nutzung nicht so reizvolle Boden erwies sich als ein idealer Baugrund. Die wohnbaulichen Erschließungen wurden bis in die heutige Zeit fortgesetzt und führten zum Zusammenwachsen der Orte Heidmühle und Schortens.</p>
<p>Endgültig zum neuen Zentrum der Gemeinde wurde Heidmühle 1937. Die Gemeindeväter der inzwischen durch eine Gebietsreform vergrößerten Kommune beschlossen, den Verwaltungssitz von der Ecke Menkestraße/Diekenweg an die Ecke Oldenburger Straße/Johann-Warner-Weg zu verlegen. Am 1. Juli 1937 wurde das neue Rathaus bezogen.</p>
<p>Im Zuge der Nachkriegsentwicklung gab es eine Konzentrierung des gewerblichen Lebens auf Heidmühle. Neue und große Einkaufsmärkte entstanden in Heidmühle, wo sich inzwischen auch das Schulwesen konzentriert hat.</p>
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		<title>Von der Mühle ist nur Name übrig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Noormann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 14:50:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heidemühle]]></category>
		<category><![CDATA[Heidemüller]]></category>
		<category><![CDATA[Heidmühles]]></category>
		<category><![CDATA[Heimatverein]]></category>
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		<category><![CDATA[Ludwig Janßen]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Normann]]></category>
		<category><![CDATA[Schortens]]></category>
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					<description><![CDATA[Aufblühen Heidmühles und Niedergang der Heidemühle  Mit dem Aufblühen der Ortschaft Heidmühle ging das Ende der Mühle einher. An der Oldenburger Straße waren durchgehend Geschäftshäuser entstanden, doch die Mühle wurde abgebrochen. 1908 wurde die Heidmühler Mühle noch mit einem Antriebsmotor ausgestattet. Doch bereits fünf Jahre später wurde sie abgerissen. Repro: Martin Noormann HEIDMÜHLE &#8211; Mit &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/von-mhle-ist-nur-name-brig/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Von der Mühle ist nur Name übrig“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Aufblühen Heidmühles und Niedergang der Heidemühle<span class="Apple-style-span" style="font-size: 13px; font-weight: normal;"> </span></h3>
<p><img decoding="async" style="display: inline; float: left;" src="http://www.nwzonline.de/nwz-bilder/art_gr/2011/08/20/JEVER_99cb8fa6-49d0-4c8b-8cb8-99b408e4e78c.jpg" alt="Bild" width="230" align="left" /></p>
<p>Mit dem Aufblühen der Ortschaft Heidmühle ging das Ende der Mühle einher.</p>
<p>An der Oldenburger Straße waren durchgehend Geschäftshäuser entstanden, doch die Mühle wurde abgebrochen.</p>
<p>1908 wurde die Heidmühler Mühle noch mit einem Antriebsmotor ausgestattet. Doch bereits fünf Jahre später wurde sie abgerissen.</p>
<p>Repro: Martin Noormann</p>
<p>HEIDMÜHLE &#8211; Mit dem Wachsen und Aufblühen der Ortschaft Heidmühle ging der Niedergang der alten Heidemühle einher. Mit dem technischen Fortschritt wuchsen die Ansprüche – die Abhängigkeit vom Wind wurde zum Nachteil. <span id="more-1690"></span>In alten Nachrichten wird von den Plänen berichtet, in Heidmühle eine Mühle mit Motorbetrieb zu installieren.</p>
<p>Diesen Plänen kam Müller Janßen im Jahr 1908 zunächst zuvor: Er ließ in seine Mühle einen Motor einbauen, der bei Flaute die Mahlgänge antrieb. Der Erfolg hat aber auch die Konkurrenz geweckt: Vom Juni 1909 stammt die Nachricht, dass Bäckermeister Johann Theilen eine Müllerei mit Motorbetrieb errichten lässt.</p>
<p>Das Vorhaben hat Theilen wohl verwirklicht, wenn es darüber auch keine Belege gibt. Aber glücklich ist er damit nicht geworden. Er kam in wirtschaftliche Schwierigkeiten, ein guter Verkauf der neuen Anlage war nicht möglich und so ging sein Unternehmen in Konkurs. Der Zwangsverkauf wurde vom großherzoglichen Amtsgericht zu Jever am 15. Januar 1911 angeordnet und im Lauf des Jahres 1911 ging die Müllerei in den Besitz des Müllers und Bäckers H. W. Janßen aus Wittmund über. In folgenden Jahren gab es noch mehrere Besitzerwechsel.</p>
<p>Durch die neue, wenn auch zunächst wenig erfolgreiche Konkurrenz kaum auch der Heidemüller Ludwig Janßen in wirtschaftliche Bedrängnis. Im Juli 1910 bot er die gesamte Mühlenbesitzung erstmals zum Verkauf an. Diese Bemühungen waren erfolglos und die wirtschaftliche Not wurde größer, so dass auch hier vom Amtsgericht Jever am 28. März 1911 das Konkursverfahren eröffnet wurde.</p>
<p>Es fand sich jedoch kein Interessent, obwohl der bekannte und erfolgreiche amtliche Auktionator Georg Albers aus Sillenstede sich redlich bemühte. Noch im Sommer wurden die holländische Windmühle und ein massiver Schuppen zum Abbruch angeboten. Dafür fand Albers einen Interessenten aus der Gemeinde Apen im südlichen Ammerland. 1913 wurde die geschichtsträchtige Windmühle abgebrochen.</p>
<p>So ging der Niedergang der Mühle mit dem Aufblühen der Ortschaft Heidmühle einher. Auf der ehemaligen einsamen Klosterheide waren etwa zwischen 1900 und 1914 viele neue Gebäude entstanden, darunter auch die Geschäftshäuser an der Oldenburger Straße, die heute noch das Ortsbild prägen. Geblieben ist von der Mühle nur der Name der Ortschaft.</p>
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