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	<title>Geschichte &#8211; Heimatverein Schortens von 1929 e. V.</title>
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	<title>Geschichte &#8211; Heimatverein Schortens von 1929 e. V.</title>
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		<title>Die Moore sind in den Upjeverschen Forst zur&#252;ckgekehrt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pressemeldungen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 17:01:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
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					<description><![CDATA[Vortrag Carsten F. Streufert berichtet über Renaturierung im Upjeverschen Forst „Als ich in den achtziger Jahren meinen Vorgesetzten vorschlug, Moorflächen im Upjeverschen Forst wieder herzustellen, wurde ich mit den Händen an der Hosennaht vor die Tür gesetzt. Lediglich die Herstellung eines kleinen Gewässers im Bereich der Krickmeere wurde mir ‚zähneknirschend’ zugestanden.“ Über die Anfänge und &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/die-moore-sind-in-den-upjeverschen-forst-zurckgekehrt/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Die Moore sind in den Upjeverschen Forst zur&#252;ckgekehrt“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vortrag </strong>Carsten F. Streufert berichtet über Renaturierung im Upjeverschen Forst</p>
<p>„Als ich in den achtziger Jahren meinen Vorgesetzten vorschlug, Moorflächen im Upjeverschen Forst wieder herzustellen, wurde ich mit den Händen an der Hosennaht vor die Tür gesetzt. Lediglich die Herstellung eines kleinen Gewässers im Bereich der Krickmeere wurde mir ‚zähneknirschend’ zugestanden.“ Über die Anfänge und die Entwicklung der Renaturierungen im Upjeverschen Forst berichtete Förster Carsten F. Streufert den Mitgliedern des Heimatvereins.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2012/03/DSC_9818.jpg" rel="lightbox"><img fetchpriority="high" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border: 0px;" title="DSC_9818" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2012/03/DSC_9818_thumb.jpg" alt="DSC_9818" width="504" height="335" border="0" /></a></p>
<p>Bild Macht Lust auf einen Spaziergang durch den Upjeverschen Forst: Carsten F. Streufert berichtete über die Renaturierungen im Forst Upjever</p>
<p>Weit ging Streufert in die Geschichte zurück. Mehr als 20 Gewässer – Meere, Poole und Kuhlen – hat es im 18. Jahrhundert im Forst noch gegeben. Für die Menschen damals war das „Unland“, weil es wirtschaftlich nicht nutzbar war. So wurde trocken gelegt, was nur irgend möglich war und fast alle Gewässer verschwanden und mit ihnen auch der Lebensraum für eine große Vielfalt an Pflanzen und Tieren.</p>
<p><span id="more-2544"></span></p>
<p>„Als dann in den neunziger Jahren für große Bauprojekte Ausgleichsflächen ausgewiesen werden mussten, lagen wir plötzlich mit unseren ‚spinnerten Plänen’ ganz vorne. Jetzt waren Renaturierungsmaßnahmen auch wirtschaftlich darstellbar und Forstwirtschaft orientiert sich natürlich in erster Linie an Wirtschaftlichkeit.“ Streufert hatte fertige Pläne in der Schublade und zusammen mit der unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis wurde eine Agentur für Ausgleichsflächen gebildet.</p>
<p>Und im Jahr 2005 war der erste Abschnitt der Kirckmeere wieder ein Moorgebiet. Das Wasser wurde angestaut und viel schneller als erwartet stieg es von unten wieder an. Ab 2010/2011 sind auch der zweite Teil der Krickmeere und das Engelsmeer wieder vom Nadelholz befreit und als Moor wieder hergestellt.</p>
<p>Und über die Resultate gerät der sonst eher nüchterne Förster ins Schwärmen: „Algen in allen Farben, Wollgras, Laichkraut, Seggen, Schwimmgräser, Sonnentau, Libellen und eine Vielzahl seltener Insekten sind ganz schnell wieder zurückgekehrt. Samen haben im Boden 70 Jahre gewartet, bis die Bedingungen wieder stimmten.“</p>
<p>Auf die Frage von Uta Schüder, was denn sein nächster Wunsch wäre, antwortet er wie aus der Pistole geschossen: Die Renaturierung des Torfmeers. Ob er die Pläne schon in der Schublade hat, lässt er offen.</p>
<p>Vgl. auch <a href="http://www.nwzonline.de/Region/Kreis/Friesland/Schortens/Artikel/2826999/%E2%80%9EUnland%E2%80%9C-jetzt-ein-Naturparadies.html" target="_blank">NWZ-Online</a></p>
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		<title>Wiedersehen mit alter Wirkungsstätte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pressemeldungen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 20:52:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Olympia Werke]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Holger Ansmann]]></category>
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		<category><![CDATA[TCN]]></category>
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					<description><![CDATA[Olympia-Treffen beim TCN in Roffhausen ROFFHAUSEN/GRA – Rund 35 Teilnehmer haben noch einmal die Geschichte der Olympia-Werke in Roffhausen Revue passieren lassen. Vorwiegend waren es Olympianer. Der älteste Teilnehmer war von 1947 bis in die 1980er Jahre bei Olympia beschäftigt. Er hat die Geschichte des 1946 gegründeten Werks also von Anfang an bis fast zum &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/wiedersehen-mit-alter-wirkungsstatte/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wiedersehen mit alter Wirkungsstätte“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Olympia-Treffen beim TCN in Roffhausen</h2>
<p>ROFFHAUSEN/GRA – Rund 35 Teilnehmer haben noch einmal die Geschichte der Olympia-Werke in Roffhausen Revue passieren lassen. Vorwiegend waren es Olympianer. Der älteste Teilnehmer war von 1947 bis in die 1980er Jahre bei Olympia beschäftigt. Er hat die Geschichte des 1946 gegründeten Werks also von Anfang an bis fast zum Schluss Anfang der 1990er Jahre verfolgt.<br />
Holger Ansmann, früher Betriebsrat von Olympia und jetzt Geschäftsführer des Technologie Centrum Nordwest (TCN), erläuterte die Entwicklung und aktuelle Situation des TCN, das auf dem früheren Olympia-Gelände entstand.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/110920_wz.jpg" rel="lightbox[1943]"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-1944" title="110920_wz" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/110920_wz-300x146.jpg" alt="" width="300" height="146" srcset="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/110920_wz-300x146.jpg 300w, https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/110920_wz.jpg 624w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a><span id="more-1943"></span>Meike Harms-Janßen vom TCN führte die Teilnehmer über den historischen Teil des Areals und Peter Homfeldt vom Heimatverein Schortens präsentierte die Olympia-Ausstellung mit historischen Büromaschinen. In diesem Jahr hat es mehrere solcher Treffen gegeben.<br />
TCN und Heimatverein erinnern so an 65 Jahre Industriestandort Roffhausen und den Beginn des Kampfes um Olympia vor 20 Jahren.</p>
<h6>Quelle: Wilhelmshavener Zeitung vom 20.09.2011</h6>
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		<title>Garten-Eden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rudi Rabe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 17:52:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
		<category><![CDATA[Garten-Eden]]></category>
		<category><![CDATA[Gerd Husmann]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Stiftungsfest]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelm Tietken]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Geschichte der Gaststätte „Zum grünen Wald“ in Oestringfelde Vor dem Jahre 1870 gehörte dem Landhäusling Harm Anton Eiben eine kleine Landstelle zur Größe von 6,5 Hektar, gelegen in Oestringfelde an dem Wege nach Upjever. In der Hauptsache wurde Ackerbau betrieben. Auf dem Areal befand sich ein kleines Wäldchen mit Nadel- und Laubgehölz. Zum landwirtschaftlichen &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/garten-eden/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Garten-Eden“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Die Geschichte der Gaststätte „Zum grünen Wald“ in Oestringfelde</h3>
<p>Vor dem Jahre 1870 gehörte dem Landhäusling Harm Anton Eiben eine kleine Landstelle zur Größe von 6,5 Hektar, gelegen in Oestringfelde an dem Wege nach Upjever. In der Hauptsache wurde Ackerbau betrieben. Auf dem Areal befand sich ein kleines Wäldchen mit Nadel- und Laubgehölz. Zum landwirtschaftlichen Anwesen mit Wohnhaus und Stall gehörte das kleine Gasthaus „Grüner Wald“ mit einem großen Garten, ebenfalls am Weg nach Upjever gelegen. Im Jahre 1870 wurde der Sohn Ernst Frerichs Eiben neuer Eigentümer. Durch Tod erhielt 1897 dessen Tochter und spätere Ehefrau des Johann Gerhard Eden, Gesche Margarethe geb. Eiben, den Besitz.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-30erJahre.jpg" rel="lightbox[1721]"><img decoding="async" title="Gruener Wald-30erJahre" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-30erJahre-300x185.jpg" alt="Gruener Wald-30erJahre" width="431" height="266" /></a></p>
<p><span id="more-1721"></span>Dem jung vermählten Ehepaar wird es neben der Landwirtschaft wohl zuviel gewesen sein, auch noch die Gastwirtschaft zu führen. Sie verkauften die Gaststätte mit Garten nach Abschreibung aus der Gesamtfläche 1906 an den Landwirt Melchert (Melchior) Eden in Jever. Er war wohl nur ein Namensvetter. Melchert Eden beabsichtigte mit diesem Kauf, seiner Tochter Hempe Margarethe eine Existenzgrundlage zu geben und die Gaststätte an sie zu verpachten. Hempe Margarethe und ihr Ehemann Albert Cornelius Eden aus Zetel – wiederum ein Namensvetter- waren ein Jahr vorher am 5. Mai 1905 in der St.-Stephanus-Kirche in Schortens getraut worden. Albert Cornelius Eden hatte den Beruf des Gastwirts erlernt, und so lag es nahe, dass sie diesem Angebot zustimmten. Beide 1878 geboren schafften es, die Gaststätte aus kleinen Anfängen heraus zu einem großen Anziehungspunkt werden zu lassen.</p>
<p>1906 wurde die Tochter Gesine Johanne geboren. Ein weiterer Kindersegen stellte sich nicht ein. So gerne hätten sie noch einen Stammhalter gehabt, aber es sollte nicht sein. Sie entschlossen sich, einen Pflegesohn aufzunehmen. Sie fanden ihn im Waisenhaus in Varel. Der kleine, quirlige Junge mit spanischem Aussehen wurde auserkoren. Es war der dreijährige Karl Friedrich Witten, der im späteren Verlauf eine wichtige Rolle übernehmen sollte. Karl kam mit nach Oestringfelde und wurde wie ein eigenes Kind aufgenommen. Er ging bis zum Abschluss in die nahe gelegene Schule Oestringfelde. In der zweiklassigen Volksschule erhielt er vom Lehrer Brakenhoff  das Rüstzeug für das spätere Leben. Interessant in diesem Zusammenhang: Nur alle vier Jahre gab es Zeugnisse. Danach erlernte er den Beruf des Gaststätten- und Hotelkaufmanns und war u.a. im Ratskeller in Wilhelmshaven und in der Schweiz tätig. Vor dem Krieg erwarb Karl Witten, der inzwischen mit Martha Johanne geb. Oltmanns verheiratet war, den „Roland“ in Wilhelmshaven, ein Speiselokal mit Fremdenzimmern und Kegelbahn. Durch Bombeneinwirkung verlor er seine Existenz.</p>
<p>Der nahe gelegene Upjeversche Wald lud zu allen Jahreszeiten zu einem Besuch ein. Reiter- und  Fahrradgruppen, Fuhrwerke und Spaziergänger kehrten gerne ein. Die friedliche Idylle wurde unterbrochen, als Albert Cornelius Eden in den Ersten Weltkrieg ziehen musste. Für die Zeit seiner Abwesenheit wurde der „Grüne Wald“ an den Wirt Eduard Harms verpachtet. Das abgebildete Foto lässt nicht erkennen, dass große Not herrschte. Es hat hier den Anschein, dass das Leben in geordneten Bahnen weiter ging. Glücklich über die Rückkehr des Albert Eden schenkte Melchert Eden durch Vertrag vom 8. Mai 1919 seiner Tochter Hempe Margarethe (genannt Meti) das Anwesen. Während Meti für die Küche zuständig war, betreute Albert seine Gäste. Skatspielen war Alberts große Leidenschaft. Es ist nicht überliefert, dass er jemals ein übernommenes Spiel verloren hat.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-1917-1918.jpg" rel="lightbox[1721]"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-1722" title="Gruener Wald 1917-1918" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-1917-1918-300x212.jpg" alt="Gruener Wald 1917-1918" width="453" height="320" srcset="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-1917-1918-300x212.jpg 300w, https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-1917-1918.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 453px) 85vw, 453px" /></a></p>
<p>Friedliche Idylle in den Kriegsjahren 1917/1918</p>
<p>In der schweren Zeit nach der überstandenen Inflation erfolgte der erste große Umbau der Gaststätte. 1926 erhielt das Dach einen Giebelausbau, der Grundriss wurde erweitert und das Gemäuer bekam einen hellen Kalkputz. 1928 wurde die neu erbaute Kegelbahn eingeweiht. Der schöne Kaffeegarten erhielt den Namen „Garten Eden.“ Die ruhige Idylle wurde oft durch Gewehrschüsse unterbrochen. Albert Eden hatte dem Kyffhäuser-Bund erlaubt, eine Freiluftschießanlage (50m Kleinkaliber) zu unterhalten. Viele andere Vereine hatten hier ihr Domizil. Der Heimatverein Schortens von 1929 e.V. feierte nach Errichtung des Wolfsgalgens sein erstes Güstkinnelbeer. Es ist zum eigentlichen Stiftungsfest des Heimatvereins geworden. Mit Beginn des Flugplatzbaus in Upjever (1936) traf bei Albert Eden eine Verfügung ein. Im Garten wurde kurzerhand eine große Blockhütte für die staatliche Bauleitung errichtet. Während des Krieges diente sie, wie auch die Kegelbahn, Soldaten als Unterkunft. Nach dem Kriege nutzte die Blockhütte Vertriebenen als Notunterkunft. Mitte der Fünfziger Jahre wurde sie abgebrochen.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-30erJahre.jpg" rel="lightbox[1721]"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-1723" title="Gruener Wald-30erJahre" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-30erJahre-300x185.jpg" alt="Gruener Wald-30erJahre" width="469" height="289" srcset="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-30erJahre-300x185.jpg 300w, https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/Gruener-Wald-30erJahre.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 469px) 85vw, 469px" /></a></p>
<p>Im „Garten-Eden“ wurde scharf geschossen – 1930er Jahre</p>
<p>1951 erhielten die Eheleute Karl Friedrich  und Martha Johanne Witten von Albert Eden das Angebot, den „Grünen Wald“ mit einem Vorkaufsrecht versehen zu pachten. Sie bewirtschafteten das Speiserestaurant „Schütting“ in Varel. Sie sagten zu, und damit kehrte Karl Friedrich Witten an die Stätte seiner Kindheit zurück. Frau Witten kümmerte sich immer mehr um die zusehends kränkliche Meti Eden und führte Regie in der Küche. 1955 wurde Albert Eden Eigentümer, nachdem seine liebe Meti verstorben war. Albert Eden verstarb am 17. Dezember 1957, die Eheleute Witten wurden jetzt die neuen Besitzer. 1966 verkauften die Eheleute Witten die Gastwirtschaft an Frau Antje Franziska –genannt Anni- Wessels aus Aurich. Nach mehrfachen Verpachtungen und Leerständen übernahm 1971 der Bauunternehmer Wilhelm Tietken, Wilhelmshaven, die Gaststätte um sie ein Jahr später an Gerd Husmann weiter zu verkaufen.</p>
<p>1990 erfolgten große Umbaumaßnahmen, der Saal wurde erweitert. 2001 erhielt das Haus neue sanitäre Anlagen. Seitdem stellen Gerd Husmann und Marga Spranger die Räumlichkeiten für Familienfeiern gerne zur Verfügung.</p>
<p>Rudi Rabe</p>
<p>(Das Copyright der Bilder liegt bei <a title="Anfrage an Rudi Rabe stellen" href="mailto:%20rudirabe.schortens@t-online.de" target="_blank">Rudi Rabe</a>, weitere Verwendung nur mit schriftlicher Genehmigung)</p>
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		<title>Von der Mühle ist nur Name übrig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Noormann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 14:50:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heidemühle]]></category>
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		<category><![CDATA[Schortens]]></category>
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					<description><![CDATA[Aufblühen Heidmühles und Niedergang der Heidemühle  Mit dem Aufblühen der Ortschaft Heidmühle ging das Ende der Mühle einher. An der Oldenburger Straße waren durchgehend Geschäftshäuser entstanden, doch die Mühle wurde abgebrochen. 1908 wurde die Heidmühler Mühle noch mit einem Antriebsmotor ausgestattet. Doch bereits fünf Jahre später wurde sie abgerissen. Repro: Martin Noormann HEIDMÜHLE &#8211; Mit &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/von-mhle-ist-nur-name-brig/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Von der Mühle ist nur Name übrig“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Aufblühen Heidmühles und Niedergang der Heidemühle<span class="Apple-style-span" style="font-size: 13px; font-weight: normal;"> </span></h3>
<p><img decoding="async" style="display: inline; float: left;" src="http://www.nwzonline.de/nwz-bilder/art_gr/2011/08/20/JEVER_99cb8fa6-49d0-4c8b-8cb8-99b408e4e78c.jpg" alt="Bild" width="230" align="left" /></p>
<p>Mit dem Aufblühen der Ortschaft Heidmühle ging das Ende der Mühle einher.</p>
<p>An der Oldenburger Straße waren durchgehend Geschäftshäuser entstanden, doch die Mühle wurde abgebrochen.</p>
<p>1908 wurde die Heidmühler Mühle noch mit einem Antriebsmotor ausgestattet. Doch bereits fünf Jahre später wurde sie abgerissen.</p>
<p>Repro: Martin Noormann</p>
<p>HEIDMÜHLE &#8211; Mit dem Wachsen und Aufblühen der Ortschaft Heidmühle ging der Niedergang der alten Heidemühle einher. Mit dem technischen Fortschritt wuchsen die Ansprüche – die Abhängigkeit vom Wind wurde zum Nachteil. <span id="more-1690"></span>In alten Nachrichten wird von den Plänen berichtet, in Heidmühle eine Mühle mit Motorbetrieb zu installieren.</p>
<p>Diesen Plänen kam Müller Janßen im Jahr 1908 zunächst zuvor: Er ließ in seine Mühle einen Motor einbauen, der bei Flaute die Mahlgänge antrieb. Der Erfolg hat aber auch die Konkurrenz geweckt: Vom Juni 1909 stammt die Nachricht, dass Bäckermeister Johann Theilen eine Müllerei mit Motorbetrieb errichten lässt.</p>
<p>Das Vorhaben hat Theilen wohl verwirklicht, wenn es darüber auch keine Belege gibt. Aber glücklich ist er damit nicht geworden. Er kam in wirtschaftliche Schwierigkeiten, ein guter Verkauf der neuen Anlage war nicht möglich und so ging sein Unternehmen in Konkurs. Der Zwangsverkauf wurde vom großherzoglichen Amtsgericht zu Jever am 15. Januar 1911 angeordnet und im Lauf des Jahres 1911 ging die Müllerei in den Besitz des Müllers und Bäckers H. W. Janßen aus Wittmund über. In folgenden Jahren gab es noch mehrere Besitzerwechsel.</p>
<p>Durch die neue, wenn auch zunächst wenig erfolgreiche Konkurrenz kaum auch der Heidemüller Ludwig Janßen in wirtschaftliche Bedrängnis. Im Juli 1910 bot er die gesamte Mühlenbesitzung erstmals zum Verkauf an. Diese Bemühungen waren erfolglos und die wirtschaftliche Not wurde größer, so dass auch hier vom Amtsgericht Jever am 28. März 1911 das Konkursverfahren eröffnet wurde.</p>
<p>Es fand sich jedoch kein Interessent, obwohl der bekannte und erfolgreiche amtliche Auktionator Georg Albers aus Sillenstede sich redlich bemühte. Noch im Sommer wurden die holländische Windmühle und ein massiver Schuppen zum Abbruch angeboten. Dafür fand Albers einen Interessenten aus der Gemeinde Apen im südlichen Ammerland. 1913 wurde die geschichtsträchtige Windmühle abgebrochen.</p>
<p>So ging der Niedergang der Mühle mit dem Aufblühen der Ortschaft Heidmühle einher. Auf der ehemaligen einsamen Klosterheide waren etwa zwischen 1900 und 1914 viele neue Gebäude entstanden, darunter auch die Geschäftshäuser an der Oldenburger Straße, die heute noch das Ortsbild prägen. Geblieben ist von der Mühle nur der Name der Ortschaft.</p>
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		<title>Heidmühle ist 450 Jahre alt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Henning Karasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 20:05:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
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		<category><![CDATA[Alfred Amman]]></category>
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					<description><![CDATA[Es begann mit dem Umsetzen der Mühle vom Braunen Berg Heidmühle, der zentrale Schortenser Ortsteil, besteht in diesem Jahr 450 Jahre. Darauf möchten Alfred Amman und Franz Cornelius vom Heimatverein hinweisen. “Wir möchten dieses Jubiläum nicht unerwähnt vorbeistreichen lassen”, erklärt Amman. Der gebürtige Heidmühler Cornelius war vor 50 Jahren Hauptorganisator der Feierlichkeiten. Neben einem Festakt &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/heidmhle-ist-450-jahre-alt/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Heidmühle ist 450 Jahre alt“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Es begann mit dem Umsetzen der Mühle vom Braunen Berg</h3>
<p>Heidmühle, der zentrale Schortenser Ortsteil, besteht in diesem Jahr 450 Jahre. Darauf möchten Alfred Amman und Franz Cornelius vom Heimatverein hinweisen.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/450-Jahre-Heidmhle-Heimatverein-001.jpg" rel="lightbox"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; float: left; padding-top: 0px; border-width: 0px;" title="450 Jahre Heidmühle Heimatverein 001" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/450-Jahre-Heidmhle-Heimatverein-001_thumb.jpg" alt="450 Jahre Heidmühle Heimatverein 001" width="217" height="323" align="left" border="0" /></a></p>
<p>“Wir möchten dieses Jubiläum nicht unerwähnt vorbeistreichen lassen”, erklärt Amman. Der gebürtige Heidmühler Cornelius war vor 50 Jahren Hauptorganisator der Feierlichkeiten. Neben einem Festakt bei Warntjen habe es am 19. und 20. August ein Freilichttheater gegeben, das insgesamt 2000 Besucher gezählt habe. Für das Stück “…un de Wind weiht vergewens” des Bremers Walter Arthur Kreye, das Cornelius mit der damals 25-jährigen Volksbühne Oestringen im Klosterpark aufführte, seien eigens ein kleines Dorf mit Mühle gebaut und Heideplacken in Wiesmoor gestochen worden. Als Dank habe man 1962 das Stück auch dort gezeigt, erinnert sich Cornelius.</p>
<p><span id="more-1672"></span>Im Stück sei es um den Niedergang der Windmüller und ein Dorf, das die Not seines Müllers nicht hinnahm, gegangen. Die Musik besorgte das Akkordeonorchester der Volkshochschule Schortens unter der Leitung von Fritz Skalski, die Trachtentanzgruppe der Volksbühne trat auf. Eigentlich habe man ein Stück über den holländischen Seefahrer Piet Hein und seine Schwester Margareta, angeblich in der Mühle aufgewachsen, spielen wollen, die Carolinensieler Autorin Marie Ulfers verstarb aber leider darüber.</p>
<p>Man habe damals auch ein Mühlenmodell bauen wollen und Spenden gesammelt, das Geld dann aber lieber für die Feier verwendet. Durch Aufforstung in Upjever wurde, so Amman, vor 450 Jahren der Mühle auf dem Braunen Berg, etwa am Papentun bei Schoost, der Wind genommen, und sie sei auf eine alte, einst gegen Ostfriesland errichtete Schanze an einer Wegkreuzung in der Heide zwischen Sillenstede, Jever und Oestringfelde versetzt worden. Erster urkundlich fassbarer Müller war ein gewisser Lambert, der im herrschaftlichen Pachtregister unter dem 3. Juli 1596 auftaucht. Das Gebiet um die Bockwindmühle, der Bauern aus Cleverns, Sandel, Schortens und dem südlichen Sillenstede ihr Korn bringen mussten, blieb zunächst dünn besiedelt, trotzdem die Straße von Sande nach Jever und um 1840 der Weg ‘von der Heidmühle’ nach Groß Ostiem gepflastert wurden, 1841 zählte man zwölf Häuser.</p>
<p>Vier Jahre darauf sei die Mühle durch einen Erdholländer ersetzt worden, der 1913 nach Aperberg im Ammerland verkauft wurde, das Müllerhaus wurde 1908 auf Abbruch verkauft. Heimatfreunde taten die alte Mühle, bis 1948 von der Familie Vohlken betrieben, 1961 auf, die Rückholung der Überreste, wie Holzstapelwerk und ein Strebebalken mit der Inschrift ‘Ostiem’, scheiterten leider an den Kosten. Ein Mühlstein wurde mitgebracht und erinnert an der Alten Ladestraße an die Mühle.</p>
<p>Durch den Bahnhof von 1871 mit zeitweise bis zu sechs Gütergleisen, an dessen Wasserturm die Lokomotiven Wasser bunkerten, das Postamt von 1874, zahlreiche, teils heute noch bestehende Betriebe, Sandabfuhren für den Bau Wilhelmshavens, Wasserwerk 1878, Wilhelmshavener Actienbrauerei und den zweiklassigen Volksschulbau 1910 nahm Heidmühle großen Aufschwung. Landwirt Heinrich Asche, Feldhausen, wurde am 18. April 1906 Bezirksvorsteher der neuen Bauerschaft Heidmühle.</p>
<p>Nach Gründung der Großkommune Oestringen 1936 sei das Rathaus aus einer Baracke am Diekenweg in die Oldenburger Straße verlegt worden, bekräftigt Amman die Bedeutung Heidmühles, mit rund 8 000 Einwohnern heute der größte Schortenser Ortsteil. In der Nachkriegszeit kamen das Naturfreibad und das heutige AquaToll, 1963 die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, 1964 als Dorfgemeinschaftshaus das jetzige Bürgerhaus mit Stadtbücherei und 1983 das Martin-Luther-Haus hinzu. Erinnerungen an Heidmühle wurden von Fritz Irps in seinem Gedicht ‘De Heidemöhln’ und im 150 Seiten starken Buch ‘<a title="Hier können Sie das Buch bestellen" href="https://hv-schortens.de/veroffentlichungen/" target="_blank">Das höchste der Gefühle &#8211; ist ein Mädchen aus Heidmühle’</a>, entstanden auf Initiative des Heimatvereins Schortens, festgehalten.</p>
<p>An der Bundesstraße stellt ein Mühlenmodell seit 1988 den Bezug zum Ortsnamen her, ein Straßenname zwischen Postweg und Menkestraße erinnert an die Müllerfamilie Thaden. Heideflächen sucht man hier derzeit leider vergebens. Sie wurden durch das Plaggenstechen, um bessere Ackerböden zu gewinnen, und den Sandabbau vernichtet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Pressemeldungen vor 50 Jahren:</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/400-J-Heidm.jpg" rel="lightbox"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border: 0px;" title="400 J Heidm" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/400-J-Heidm_thumb.jpg" alt="400 J Heidm" width="517" height="841" border="0" /></a></p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/400-J-Heidm-I.jpg" rel="lightbox"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border: 0px;" title="400 J Heidm I" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/400-J-Heidm-I_thumb.jpg" alt="400 J Heidm I" width="518" height="863" border="0" /></a></p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/gedicht-Heidmhle.jpg" rel="lightbox"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border: 0px;" title="gedicht Heidmühle" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/08/gedicht-Heidmhle_thumb.jpg" alt="gedicht Heidmühle" width="341" height="793" border="0" /></a></p>
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		<title>Dampfbäckerei Bernhard Ulfers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rudi Rabe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 13:49:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
		<category><![CDATA[älteste Bäckerei]]></category>
		<category><![CDATA[Anton Warner]]></category>
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		<category><![CDATA[Backmittel]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heidmühle]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Graalfs Sidden]]></category>
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		<category><![CDATA[Truppenversorgung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die wohl mit Sicherheit älteste Bäckerei der Stadt Schortens ist die Bäckerei Ulfers in Schortens an der Eilksstrasse/Ecke Klein-Ostiemer-Weg. Nachforschungen haben ergeben, dass bereits im Jahre 1866 eine Bäckerei bestanden hat. Die Einsichtnahme in die Grundakten beim Grundbuchamt haben Erkenntnisse gebracht, die den Beteiligten bis jetzt noch nicht bekannt waren. Der Bäckermeister Anton Warner zu &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/dampfbackerei-bernhard-ulfers/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Dampfbäckerei Bernhard Ulfers“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die wohl mit Sicherheit älteste Bäckerei der Stadt Schortens ist die Bäckerei Ulfers in Schortens an der Eilksstrasse/Ecke Klein-Ostiemer-Weg. Nachforschungen haben ergeben, dass bereits im Jahre 1866 eine Bäckerei bestanden hat. Die Einsichtnahme in die Grundakten beim Grundbuchamt haben Erkenntnisse gebracht, die den Beteiligten bis jetzt noch nicht bekannt waren. Der Bäckermeister Anton Warner zu Schortens erhielt am 13. Juli 1877 Post aus Jever. Das Amtsgericht Jever beabsichtigte, für alle verzeichneten Grundstücke Grundbücher anzulegen. So auch für das Grundstück des Anton Warner.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/dampfb%C3%A4ckerei_eden.jpg" rel="lightbox[2120]"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2121" title="Dampfbächerei Eden Schortens" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2011/09/dampfb%C3%A4ckerei_eden-300x210.jpg" alt="Dampfbächerei Eden Schortens" width="300" height="210" /></a><span id="more-2120"></span></p>
<p>Es waren zwar Mutterrollen für jedes Grundstück angelegt, hieß aber nicht, dass wirklich jede Eintragung stimmen musste. Diese Unsicherheit sollte mittels eines Fragebogens beseitigt werden. Und so lautet eingangs der Fragebogen: „Indem das Amtsgericht Ihnen beifolgend einen Auszug aus der Mutterrolle der Gemeinde Schortens betreffend die unter Artikel Nr. 201 befaßte Grundbesitzung zur Einsicht und Prüfung mittheilt, werden Sie auf den 28ten Juli d.J., vormittags 10 Uhr bei einer Brüche von 3 Mark zum Amtsgericht verabladet, um über folgende Punkte Auskunft zu geben:“ &#8211; Es folgen viele Fragen über Lage, Art und Größe, Feuerversicherung und grundheuerliche Gerechtigkeiten.- Die eine Frage ist für uns wichtig: „Wie haben Sie das Grundstück erworben?“</p>
<p>Der Justizrath Graepel und der Protokollist Abrahams entwerfen folgende Urkunde:</p>
<p>„Zu „Protocoll“ wurde gegeben: Nachdem in meinem Besitz befindlichen drei Urkunden, die ich übergebe, verkaufte die Ehefrau des Kaufmanns Johann Friedrich Zimmermann, Sophie Catharine geb. Harms ihr durch Contract vom 21. April 1854 von Peter Graalfs Sidden angekauften Häuslingshaus mit Garten an den Schlächter Jürgen Ammen Zimmermann zu 2/3 und an den Zimmermann Hinrich Jürgens zu 1/3. Hierbei ist bemerkt, daß das Haus abgebrochen werden solle, und jeder Käufer auf seinem Theile ein neues Haus ausführen wolle. Laut Protocoll des Amtsgerichts vom 17. Novbr. 1864 hat sodann Jürgen Ammen Zimmermann das ihm gehörige zu Schortens belegene Haus mit Garten zum Antritt des 1. Mai 1865 an den Lichtzieher Ike Janshen zu Sengwarden verkauft. Laut Contract des Amtsgerichts vom 8. ? 1866 habe ich sodann die Stelle von Iko Janshen zum sofortigen Antritt gekauft. Anton Warner.“</p>
<p>Somit steht fest, dass Anton Warner 1866 der erste Eigentümer des Hauses wurde, der dem Beruf des Bäckermeisters nachging. Anton Warner war verheiratet mit Gesche Margarethe geb. Oltmanns. Er verstarb am 26. Oktober 1900 und hinterließ seinen vier Söhnen das Erbe.<br />
Dies waren der Bäckermeister und spätere Eisenbahnarbeiter Johann Gerhard Warner, Hamburg; der Farmer Heinrich Magnus Warner, Cadarville, Dade County USA, Missouri; der Schneidermeister Johann Warner, Oldenburg; der Hülfswärter August Warner, Heidmühle. Am 11. Juni 1903 ging das Grundstück über auf den Bäckermeister Johann Hinrich Anton Theilen. Bereits drei Jahre später, am 25. Oktober 1906,  verkaufte Theilen das Anwesen an den Bäckermeister Heinrich Johann Martin Oetken. Oetken modernisierte die Backöfen, die fortan mit heissem Dampf arbeiteten. Er verstand es, das Bäckereigeschäft über die Jahre des ersten Weltkriegs und der Weltwirtschaftskrise zu führen. Es war nicht immer leicht. Es herrschte oftmals grosser Mangel an Backmitteln. Was vielleicht noch schlimmer war: Das Geld zerrann in der Inflationszeit. 1923 kostete ein Kilogramm Brot 399 Milliarden Mark.</p>
<p>1937 kaufte der Bäckermeister Bernhard Ulfers die gutgehende Bäckerei. Er und seine Frau Gerda geb. Lütken konnten das Geschäft weiter ausbauen. Der Krieg machte alle weiteren Zukunftspläne zunichte. Bernhard Ulfers wurde eingezogen. Er fiel schon kurz darauf im Jahre 1944. Seine Frau und die zwei minderjährigen Kinder Bernd und Dietward blieben allein zurück.<br />
In den Jahren 1944/45 wurden durch Bedienstete der Wehrmacht Backwaren hergestellt, die zum größten Teil in das Lazarett in Sanderbusch geliefert wurden. Gleich nach Ende des Krieges beschlagnahmten polnische und kurz darauf  kanadische Besatzungssoldaten die Bäckerei, um die Versorgung ihrer Landsleute sicherzustellen. Es folgten die Dänen, deren Produktion kam zum Verpflegungsamt nach Heidmühle, um ebenfalls der Truppenversorgung zu dienen.  Im Jahre 1947 konnte wieder für die heimische Bevölkerung gebacken werden. Die Bäcker Franz Torkewitz, Enno Adden und Hermann Busker versuchten, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln Backwaren herzustellen. Wer kennt nicht das gelbe Brot aus Maismehl? Ein Tempo-Dreirad-Auto stand für Auslieferungen zur Verfügung.</p>
<p>Gerda Ulfers übergab 1964 den Betrieb an ihren ältesten Sohn Bernd. Er hatte seinen Meister gemacht und kannte seinen Betrieb genau. Mit seinem Bruder Dietward und seiner Frau Marie geb. Harms brachten sie weiteren Schwung in den Laden. Es gehörte dazu,  frühmorgens mit dem Moped oder Fahrrad Kunden mit frischen Brötchen zu versorgen. Die Kinder Ralf und Anke Ulfers haben inzwischen die Bäckerei übernommen.  Neue Filialen in der Jeverschen Straße, in Neustadtgödens und Reepsholt sind entstanden. Gut 20 Mitarbeiter haben „Brot“ und Arbeit. Das Warenangebot wurde erheblich erweitert. Neben den leckeren Backwaren sind Waren des täglichen Bedarfs im Angebot. Die Kunden wissen es zu schätzen, alles in frischer Güte einzukaufen  und nebenbei noch ein Schwätzchen halten zu können.</p>
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		<title>Adventsfeier mit etwa 45 Gästen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Henning Karasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Dec 2010 18:08:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Boye aus Humptrup]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heide Bastrop]]></category>
		<category><![CDATA[Heimatverein]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Janssen]]></category>
		<category><![CDATA[Schortens]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine runde Sache war die Adventsfeier unseres Heimatvereins im Obergeschoss des Bürgerhauses. Zu Tee und Stollen trug Horst Janssen die Geschichte von Boye aus Humptrup vor, der zu Kriegsweihnachten versucht, seinem Patenkind Ehlert in Metz ein Schaukelpferd zu besorgen. Berit und Wiebke aus Sillenstede begleiteten den Gesang der Heimatfreunde am Klavier und auf der Blockflöte. &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/adventsfeier-mit-etwa-45-gsten/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Adventsfeier mit etwa 45 Gästen“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine runde Sache war die Adventsfeier unseres Heimatvereins im Obergeschoss des Bürgerhauses. Zu Tee und Stollen trug Horst Janssen die Geschichte von Boye aus Humptrup vor, der zu Kriegsweihnachten versucht, seinem Patenkind Ehlert in Metz ein Schaukelpferd zu besorgen.</p>
<p><a rel="lightbox" href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/12/Heimatverein-Adventsfeier-2010-018.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" style="background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; padding-top: 0px; border-width: 0px;" title="Heimatverein Adventsfeier 2010 018" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/12/Heimatverein-Adventsfeier-2010-018_thumb.jpg" border="0" alt="Heimatverein Adventsfeier 2010 018" width="418" height="280" /></a></p>
<p>Berit und Wiebke aus Sillenstede begleiteten den Gesang der Heimatfreunde am Klavier und auf der Blockflöte.</p>
<p>&#8230; weitere Bilder ansehen<span id="more-1242"></span></p>
 [<a href="https://hv-schortens.de/adventsfeier-mit-etwa-45-gsten/">See image gallery at hv-schortens.de</a>] 
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		<title>16. Deutscher Mühlentag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Peters]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 May 2010 22:16:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
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					<description><![CDATA[Pfingstmontag, 24.Mai 2010 ab 11.00 Uhr in Accum 16. Deutscher Mühlentag Veranstalter:   Arbeitskreis Accumer Mühle e.V.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Pfingstmontag, 24.Mai 2010</h3>
<p>ab 11.00 Uhr in Accum 16. Deutscher Mühlentag</p>
<p>Veranstalter:   <a title="weitere Informationen zum Arbeitskreis Accumer Mühle" href="http://www.schortens.de/168-0-accumer-muehle.html" target="_blank">Arbeitskreis Accumer Mühle e.V.</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Einkaufen &#8211; Erinnerungen an die Jahre 1940 &#8211; 1960</title>
		<link>https://hv-schortens.de/einkaufen-erinnerungen-an-die-jahre-1940-1960/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rudi Rabe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 21:14:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historien]]></category>
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					<description><![CDATA[Die meisten Leute kaufen heute in SB-Läden mit Selbstbedienung. Es soll ja noch Menschen geben, die Spaß daran haben, zwischen den vielen Leuten und den Regalen mit den Einkaufswagen zu hetzen und links und rechts nach den Artikeln zu haschen. Aber wenn man genauer hinsieht, stehen den meisten Menschen Stress im Gesicht geschrieben. Da hilft &#8230; <a href="https://hv-schortens.de/einkaufen-erinnerungen-an-die-jahre-1940-1960/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Einkaufen &#8211; Erinnerungen an die Jahre 1940 &#8211; 1960“ </span>weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die meisten Leute kaufen heute in SB-Läden mit Selbstbedienung. Es soll ja noch Menschen geben, die Spaß daran haben, zwischen den vielen Leuten und den Regalen mit den Einkaufswagen zu hetzen und links und rechts nach den Artikeln zu haschen. Aber wenn man genauer hinsieht, stehen den meisten Menschen Stress im Gesicht geschrieben. Da hilft auch nichts, wenn leis die Musik zu hören ist. Und dann das lange Anstehen an den Kassen. Wie war es doch früher anders! In unserem Dorf unserer Gemeinde, das nun Stadt geworden ist, gab es über vier Dutzend Geschäfte.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/05/Scan10516.jpg" rel="lightbox[973]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="Scan10516" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/05/Scan10516_thumb.jpg" alt="Scan10516" width="434" height="264" border="0" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Und alle hatten gut zu tun. Zumindestens hatten sie das nötige Einkommen und konnten davon leben. Von den Geschäften sind nur noch wenige übrig geblieben. Gern erinnere ich mich an vergangene Zeiten. Ich komme noch heute an Geschäften oder Häusern vorbei, wo wir früher einkauften. Dabei fallen mir die ehemaligen Kaufleute ins Gedächtnis. Wo sind sie bloß geblieben, leben sie noch? Es existieren wohl nur noch fünf alte Geschäfte. In die anderen Häuser sind Versicherungen und Dienstleister eingezogen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-973"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Wo jetzt die Friesen-Apotheke ist, hatte Karl Scuik seine Drogerie. In der Bahnhofstraße gab es die Mühle Gebrüder Zuidhoff. Dort gab es das gute Schwarzbrot von acht Pfund. Vorne im Laden roch es so schön nach frischem Brot. Hinten im Lager gab es Viehfutter und Futter für Hühner und Enten. Sämereien und Kunstdünger gab es dort auch. Maggi Freese mit seiner kräftigen Gestalt hatte für jeden ein gutes Wort. Jetzt ist dort ein Geschäft für Herde und Kamine eingezogen. Gleich daneben befand sich die Papeterie von Frau Horn. Auf der anderen Seite war Theile Mehnen. Dort wurde mit Baustoffen gehandelt. Gegenüber von der Bundesstraße hatte Mimi Sassen ihren Süßwarenladen mit ihren leckeren Dauerlutschern. Willi Sassen, ihr Ehemann, verkaufte Tabak. Das Fotohaus Bernhard Heinemann war gut frequentiert. Wir gehen zurück auf den Bahnhof zu. Hier stand ein Kiosk. Der Besitzer war „Graf von Ripkenstein“, so hat er sich nicht nur einmal bei fremden Leuten vorgestellt.</p>
<p style="text-align: justify;">Gleich am Eingang der Oldenburger Straße gab es den Konsumladen, der aus der Menkestraße nach hier umgezogen war. Viele Leute erledigten hier ihren Einkauf. Waren es die Rabattmarken als Anreiz zum Kaufen, die es hier gab? Aus dieser Zeit ist ein Spruch überliefert, wenn jemand verstorben war: „He köfft ok nich  mehr bi`d Konsum.“ Und dann erst die Drogerie Schütt. Hier konnte man alles kriegen, Zahnbürsten, Seife, Rattengift, Rasierklingen, Knoblauchpillen, Filme und vieles mehr. Heute befindet sich hier eine Textilreinigung. Wo jetzt ein Rechtsanwalt seine Klienten berät, war früher das Milchgeschäft Eiben. Frau Eiben schmiss den Laden und ihr Mann Heinz zog mit seinem Milchwagen über Land und kassierte die Groschen ein. Schuhe, Schulsachen, Spielzeug und Schreibpapier gab es bei Thade Janssen. Heute ist dort die Servicestelle des Jeverschen Wochenblatts. Gegenüber war die Bäckerei Franzen, später das Uhrengeschäft Mönnich.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein ganz altes Geschäft besteht heute noch, E. W. Hayen, Porzellan, Töpfe, Pfannen, Werkzeuge und vieles mehr gibt es dort zu kaufen. Mit Leni und Erwin Willms konnte man schön „snacken“, und sie wussten immer Bescheid. Genau gegenüber befand sich das Kolonialwarengeschäft von Emma Hasenkamp. Hier konnte man auch alles bekommen. Essen und Trinken, Waschmittel, Spirituosen, beinahe so wie bei Karstadt.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/05/Scan10512.jpg" rel="lightbox[973]"><img loading="lazy" decoding="async" style="display: inline; border: 0px;" title="Scan10512" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/05/Scan10512_thumb.jpg" alt="Scan10512" width="441" height="279" border="0" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ihr Sohn Rudolf handelte mit Kohlen. Dann wieder auf der anderen Seite stand die Shell-Tankstelle von Detjen. Hier gab es Öl, Schmierfett und Flickzeug für Fahrräder. Detjen machte auch Reparaturen für Fahrräder. Auf der Nachbarschaft befand sich das Geschäft von Johann Gembler. Auch hier gab es „Kolonialwaren.“ Später ist Gembler ein paar Häuser weiter gezogen. Hier stellte er seinen Handel um. Jetzt gab es im Besonderen Feuerung, Düngemittel, Steckrüben, Kohlarten und Getränke mit Prozenten.</p>
<p style="text-align: justify;">Eines der ältesten Geschäfte war die Schlachterei Hermann Franzen an der Ecke zum Postweg. Sein Sohn Erich führte die Schlachterei fort, er ist dann später an die Menkestraße gezogen. In der Oldenburger Straße gab es das Geschäft Peters, Kurzwaren Peters – Inhaber Herbert Jakobs. Knöpfe, Stricknadeln, Nähgarne, Strümpfe, Unterkleidung für Frauen und Männer waren im Angebot. Und dann gab es dort das Schuhgeschäft von Alice Gerdes. Wir gehen ein paar Schritte zurück und betreten den ehemaligen Schulweg, jetzt die Heinrich-Tönjes-Straße.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier hat sich vieles verändert. Standen hier früher Baracken, so sind dort heute Neubauten zu finden. Ganz vorne an hatte Fritz Hetz seine Gärtnerei und seinen Blumenladen. Auf der anderen Seite lag das Fischgeschäft Ludwig Janssen. „Ludscher“ wurde er genannt. Zum Auffrischen seines Vermögens kutschierte er die Leute mit seinem schwarzen Mercedes-Taxi. Heute gibt es dort eine Heilpraktikerpraxis. Daneben war die Heizmangel Henke. Und dann gab es dort noch zwei Malergeschäfte von Otto Bluschke und Otto Hinrichs (Maler Ott). In der Nähe der Bundesstraße hatte Waldemar Nommensen in einer Baracke seinen Elektroladen eingerichtet. Und gleich dahinter lag die Gewehrfabrik Austmeier. Der Klempner Ernst Rüter führte seinen Betrieb. Auf der anderen Seite der Bundesstraße gab es das Fahrradgeschäft Lipinski. Lipinski verkaufte sicher nicht viele Fahrräder, aber bei Reparaturen war er Spitze.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir gehen jetzt in die Menkestraße. Dort gab es zunächst Kiko Koch. Albert Koch war eine lebendige Litfasssäule für Zigaretten. Er war immerzu am Rauchen und verkaufte nebenher Krimskrams, Obst, Tabak und Lottoscheine. Dem Vernehmen nach soll er Billardmeister von Heidmühle gewesen sein. Dort wo der Mühlenweg abzweigt und jetzt das Hotel „Mühleneck“ steht, hatte Ernst Niemann sein Lebensmittelgeschäft. Ernst Niemann mit seinem roten Gesicht war immer freundlich. Und genau gegenüber lag das Geschäft L. H. Hinrichs. Hier wurde mit Kunstdünger, Kohlen und Torf gehandelt. Vorne im Extrahaus gab es ebenfalls Lebensmittel. Als L. H. Hinrichs finanziell hinten nicht mehr hoch kam, übernahm Theo Rogoss den Laden und verkaufte Textilien und andere Sachen. In das Landhandelsgeschäft zog Helmut Pantke ein. Später zog Pantke auf die andere Seite und hat dort eine Kornmühle aufgezogen. Der Gebäudekomplex L. H. Hinrichs besteht nicht mehr. Dort befindet sich heute das Hillers-Eck.</p>
<p style="text-align: justify;">Fünfzig Meter weiter das Geschäft von Hans Popken. Kohlen, Düngemittel, Futter für Vieh, Hühner und Tauben war das Hauptgeschäft. Das Geschäft gibt es heute noch, nur das Angebot hat sich verändert.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein paar Schritte weiter im Neumannsweg existierte das Lebensmittelgeschäft von Hinrich Hinrichs. „Hinni Hund“ wurde er genannt . Diesen Namen verdiente er sich dadurch, weil er vor seinen Auslieferungswagen oder –schlitten einen Hund einspannte, wenn er auf Kundschaft war.</p>
<p style="text-align: justify;">Später zog er in die Jeversche Straße. Nicht weit weg hatte Grete Sievers ihren Laden. Auch hier gab es Lebensmittel, aber auch Textilien. Kleider konnte man auf Warenkredit bekommen und im Monat mit fünf Mark abzahlen. Bei dem Schneider Gents gab es Anzüge und Hosen und wo jetzt das Elektrogeschäft Reelfs ist, war der Laden vom Schuster Ludwig Niemann. Bruno Reelfs kam 1959 mit dem Elektrogeschäft hinzu. Gegenüber hatte Janssen seinen Milchladen. Gerhard Eiben unterhielt zeitweise drei Geschäfte. Bei Frieda Fischer in der Plaggestraße gab es in ihrem kleinen Laden Textilien. Was Frieda nicht auf Lager hatte, wurde kurzerhand per Katalog bestellt oder ihr Ehemann Max fuhr mit der Kundschaft direkt in die Fabrik. Ein paar Häuser weiter verkaufte Karl Peick Textilien und Gardinen. Auf der anderen Seite führe Willi Offen seinen kleinen Lebensmittelladen. Weiter zur Kirche hin gab es den großen Lebensmitteladen von H.B.Gerdes, der dann später von Egon Caspers übernommen wurde. In Schortens in der Kirchstraße gab es wirklich Klein-Karstadt: L. H. Hinrichs. Hier wurden Porzellan, Küchengeschirr, Öfen, Herde, Fahrräder, Radios, Nägel und Schrauben verkauft. Und auch noch Lebensmittel in allen Sorten.</p>
<p style="text-align: justify;">Gegenüber konnte man Kleidung und Bettzeug bei Heinrich Warmbold kaufen. In der Zeit zog dort Fritz Huck als Pächter ein. Als Huck in das ehemalige Möbelhaus Harms in die Menkestraße zog, übernahm Karl Peick das Geschäft. Seinen Laden an der Plaggestraße gab er auf. In der Nachbarschaft war die Dampfbäckerei Bernhard Ulfers. Der Brot- und Kuchengeruch zog jeden Morgen durch`s Dorf. Auch hier wurde den Einwohnern die Gelegenheit geboten, sich mit Lebensmitteln einzudecken. Auf der anderen Seite der Straße hatte Paul Eichner den Laden für Fahrräder mit Reparaturservice. An der Schooster Straße befand sich die Schlachterei Adi Schröder und Anni Schütt mit ihrem Farbenladen.</p>
<p style="text-align: justify;">In Heidmühle und Schortens gab es noch mehr Läden, wo man Lebensmittel einkaufen konnte. Es waren dies Moulin/Hertha Peekes in der Bebelstraße, Marga Janssen in Ostiem, Wilhelm</p>
<p style="text-align: justify;">Harms in der Jeverschen Straße, Lehmann in Ostiem an der Bundesstraße, Gertrud Garrelfs in der Addernhausener Straße, Hinrich Janssen (Backer Backer) in der Jeverschen Straße, Reinhard Schoormann (Renni) im Steensweg und Benthien am Mühlenweg. Bäcker Heintel hatte auch noch Eßbares zu verkaufen. Und noch ein Lebensmittelgeschäft am Mühlenweg gab es, das von Kalli Husmann.</p>
<p style="text-align: justify;">Über zwanzig Läden mit Lebensmitteln gab es vor 50 – 60 Jahren. Für die Hausfrauen war es bequem, sie brauchten nicht weit zu laufen oder fahren und hatten auch noch Zeit für einen kleinen Klönsnack. Zwischen den Geschäftsinhabern gab es keinen Preiswettbewerb. Die Preise waren meist gleich. Aber die Kaufleute wussten sich zu helfen. Mit Freundlichkeit, Anschreiben lassen und Hauslieferungen banden sie für sich ihre Kundschaft. Bezahlt wurde mit Mark, Groschen und Pfennigen oder mit Bankschecks. Euroschecks und Kreditkarten gab es noch nicht. Die Waren gab es meist in losen Kisten, Zucker und Salz kamen in Papiertüten. Für Milch brachte man eine leere Flasche mit. Die großen Probleme mit dem Abfall so wie heute gab es früher nicht. Was man im Hause nicht mehr gebrauchen konnte, kam einfach in den Ofen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Männer brauchten früher nicht lange zu überlegen, was sie ihrer Frau zum Geburtstag schenken konnten: Eine neue Stofftasche oder ein Netz zum Einkaufen.</p>
<p style="text-align: justify;">Rudi Rabe</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff0000;">(Das Copyright der Bilder liegt bei <a title="Anfrage an Rudi Rabe stellen" href="mailto: rudirabe.schortens@t-online.de" target="_blank">Rudi Rabe</a>, weitere Verwendung nur mit schriftlicher Genehmigung)</span></p>
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		<title>Februarvortrag vor unserem Heimatverein zur Geschichte Frieslands</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Henning Karasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 17:44:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heimatverein]]></category>
		<category><![CDATA[Landkreises Friesland]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. Dr. Gerd Steinwascher]]></category>
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		<category><![CDATA[Staatsarchiv Oldenburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum Vortrag von Prof. Dr. Gerd Steinwascher, Leiter des Staatsarchivs Oldenburg, über die geschichtliche Entwicklung des Gebietes des Landkreises Friesland hatten sich am 18. Februar etwa 20 Heimatfreunde im Bürgerhaus versammelt. Dem interessanten Referat des Historikers folgte eine angeregte Diskussion.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Vortrag von Prof. Dr. Gerd Steinwascher, Leiter des Staatsarchivs Oldenburg, über die geschichtliche Entwicklung des Gebietes des Landkreises Friesland hatten sich am 18. Februar etwa 20 Heimatfreunde im Bürgerhaus versammelt.</p>
<p><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/02/Vortrag-zur-Geschichte-Frieslands-004.jpg" rel="lightbox[951]"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-952" title="Vortrag zur Geschichte Frieslands 004" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/02/Vortrag-zur-Geschichte-Frieslands-004.jpg" alt="" width="368" height="245" srcset="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/02/Vortrag-zur-Geschichte-Frieslands-004.jpg 1024w, https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/02/Vortrag-zur-Geschichte-Frieslands-004-300x199.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 368px) 85vw, 368px" /></a></p>
<p>Dem interessanten Referat des Historikers folgte eine angeregte Diskussion.</p>
<p><span id="more-951"></span><a href="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/02/Vortrag-zur-Geschichte-Frieslands-001.jpg" rel="lightbox[951]"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-953" title="Vortrag zur Geschichte Frieslands 001" src="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/02/Vortrag-zur-Geschichte-Frieslands-001.jpg" alt="" width="368" height="202" srcset="https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/02/Vortrag-zur-Geschichte-Frieslands-001.jpg 1024w, https://hv-schortens.de/wp-content/uploads/2010/02/Vortrag-zur-Geschichte-Frieslands-001-300x164.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 368px) 85vw, 368px" /></a></p>
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