Güstkinnelbeerfeier am 20. September 2025

Die diesjährige Feier fand in kleiner gemütlicher Runde in der
Gaststätte „In`t Dörp“ statt.

Bild: Jürgen Niemann

Der Plattdeutschbeauftragte des Landkreises Hermann Wilken und die neue Beauftragte für den Südkreis Beate Ramm waren zu Gast.
Johannes Peters erklärte zu Beginn, warum die Feier Güstkinnel heißt. Nach Gründung des Vereins wurde 1931 wieder ein Wolfsgalgen aufgestellt und es sollte eine Feier mit Branntwein und Rosinen, dem Kinnelbeer geben. Da dieses Getränk üblicherweise nur nach der Geburt eines Kindes ausgeschenkt wird, nannte man es in Anlehnung an die güste, trocken stehende Kuh nun Güstkinnelbeer.
Diese Feier wurde noch bis vor fünf Jahren mit viel Kinnelbeer nach der Freigabe einer Jury für das vom Wirt zubereitete Getränk begangen. Doch als das Interesse an Kinnelbeer abnahm und der Wirt Energiekosten nehmen musste, wenn nur etwas zu trinken bestellt wird, haben wir uns entschlossen, ein friesisches Essen anzubieten. Diesmal gab es Steckrübeneintopf mit Wurst, Kassler und Speck.

Gudrun Lengen und Karin Hielscher wurden für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Da sie nicht anwesend sein konnten, wird die Urkunde mit einer kleinen Aufmerksamkeit zu Hause überreicht.
Hermann Wilken berichtete von den Schwierigkeiten mit dem Plattdeutschen im Landkreis Friesland. Die Schulen haben keine Zeit mehr mit den Schülern Beiträge für die Plattdeutsche Woche vorzubereiten und auch das Interesse der Bevölkerung nimmt ab.
Erst nach 2 Jahren konnte mit Beate Ramm eine Plattdeutschbeauftragte für den Südkreis gefunden werden. Ganz anders ist die Situation in Ostfriesland. Da hat sogar jede Kommune einen Plattdeutschbeauftragten und die Beteiligung der Bevölkerung ist groß. In den Schulen soll bald Plattdeutsch als Unterrichtsfach eingeführt werden.

Beate Ramm stellte sich vor. Sie sei auch sonst noch ehrenamtlich engagiert, wollte sich aber als gebürtige Ostfriesin um das Plattdeutsche kümmern. Sie hatte mit Ximena Chacon Leeper eine jetzt in Colorado (USA) lebende gebürtige Chilenin mitgebracht, die für eine Woche ihr Gast ist. Es gibt eine Initiative, die ausländische Besucher an deutsche Gastfamilien für die Dauer einer Woche
vermittelt. Frau Leeper war sehr angetan von unserer Feier.

Bild: Jürgen Niemann

Meike Baumann trug plattdeutsche Geschichten auswendig in Gedichtform vor. Es gab auch Beiträge von Hermann Wilken, Johannes Peters und Rudi Rabe.

Tagesfahrt 26.06.2025

Die erste Station war das Museum Kaskade des OOWV in Diekmannshausen, in dem der Beginn der Wasserversorgung durch den OOWV im Jahre 1949 und die Weiterentwicklung bis heute anschaulich dargestellt wird. In 2 Gruppen wurde durch die Ausstellung geführt.

Nachdenklich stimmt die symbolhafte Darstellung der gesamten Wassermenge der Erde durch 100 Flaschen. Nur eine nicht ganz blau gefüllte Flasche links neben der Scheibe steht für die uns Menschen verfügbare Süßwassermenge. Wassersparen ist daher sehr wichtig. Mit einem kleinen Imbiss mit Tee und Kaffee wurde der lohnenswerte Besuch beendet.
Weiter ging es dann zum Mittagessen ins Airfield-Restaurant am Flugplatz Ganderkesee, wo uns ein schön eingedeckter Tisch erwartete und ein sehr gutes Mittagessen serviert wurde.

Es folgte die Weiterfahrt zum Museum der Strohverarbeitung in Twistringen. Die Herstellung von Strohprodukten begann schon um 1700. Es wurden Strohgeflechte hergestellt und Hüte daraus genäht.

    Innerhalb weniger Minuten wird an einer speziellen Maschine aus
    Strohgeflechtbändern ein Hut genäht, der abschließend noch in einer Presse seine endgültige Form erhält. Stolz ist das Museum auf den mit einem Gewicht von 800kg größten Strohhut der Welt.

    Das finanziell einträglichste Geschäft war ab Ende des 19. Jahrhunderts der Verkauf von Verpackungshülsen, Malotten genannt, für Glasprodukte.
    Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wurden noch Strohtrinkhalme in
    Heimarbeit hergestellt. Um 1960 ging die Erfolgsgeschichte der Langstrohverarbeitung zu Ende. Synthetische Materialien und der Einsatz von Mähdreschern waren das Ende der Langstrohverarbeitung.
    Mit Tee, Kaffee und einer fruchtigen Obstschnitte ging ein schöner Tag zu Ende.

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