Schortens sucht neue Museums-Räume

Kultur Olympia-Ausstellung in Roffhausen zu versteckt gelegen – Heimathaus Heidmühle zu klein

Der Heimatverein Schortens will beide Ausstellungen in einem Mu­se­um in zentraler Lage in Heidmühle zusammenfassen. Die Stadt prüft mögliche Alternativen.


SCHORTENS – Wohin mit der Ausstellung zur Geschichte der Olympia-Werke, die zurzeit wenig beachtet in zwei Räumen auf dem TCN-Gelände untergebracht ist? Und wohin mit dem an der Jadestraße in Heidmühle ansässigen Heimathaus mit seiner ostdeutschen Sammlung? Beide Ausstellungen werden vom Heimatverein Schortens betreut und der hätte am liebsten an zentraler Stelle in Heidmühle ein kleines Museum, in dem beide Ausstellungen gemeinsam gezeigt werden können. Optimal wäre es, so Alfred Amman von Heimatverein, wenn sich dort auch gleich ein kleines Museums-Café einrichten ließe.

Mit dem Ansinnen des Vereins hat sich jetzt auch der Schortenser Ausschuss für Kultur und Tourismus befasst. Und der war keineswegs in allen Punkten der gleichen Meinung wie der Heimatverein. Gerhard Ratzel (FDP) hält wenig davon, die Olympia-Ausstellung in den Heidmühler Ortskern zu verlegen: „Wenn wir die Ausstellung fördern wollen, dann muss das dort geschehen, wo die Olympia-Werke waren, nämlich in Roffhausen.“ Auch Peter Gamperl (FdU) meint: „Es muss nicht alles in zentraler Lage sein.“

Laut Anja Müller von der Stadt Schortens seien die etwa 20 Quadratmeter großen Räume in Roffhausen für die Ausstellung zu klein und nach der Erfahrung von zwei Jahren seit der Eröffnung auf dem TCN-Gelände offenbar auch zu versteckt gelegen. Für beide Ausstellungen werden laut Müller zwischen 120 und 150 Quadratmeter nötig.

Denkbar wäre, das Heimathaus an der Jadestraße zur Finanzierung für ein anderes Objekt zu verkaufen, so Müller. Die Verwaltung soll nun verschiedene Museums-Möglichkeiten prüfen und die Kosten ermitteln.

Michael Fischer, SPD-Ratsherr aus Roffhausen, hält die Lage für die Ausstellung in Roffhausen ebenfalls nicht für optimal. Er würde hin und wieder von ehemaligen Olympianern gefragt, die von der Ausstellung gehört haben und nicht wüssten, wo diese zu finden sei. „Es ist eine Ausstellung, die es verdient hat, dass sie von mehr Leuten gesehen wird“, so Fischer. Er regte an, die Ausstellung in leerstehende Räume direkt am TCN-Haupteingang einzuquartieren, so dass man sie von außen sofort sehen kann.

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