Plattdeutsch in der Altenpflege

Im November waren Altenpflegeschüler und -schülerinnen der Fachschule Altenpflege der Berufsbildenden Schule aus Wilhelmshaven im Heimathaus und haben sich die ostdeutsche Sammlung der Heimatvertriebenen angesehen, weil jetzt vermehrt die Kinder der Nachkriegsheimatvertriebenen in Altenheime kommen und dann von ihren Kindheitserinnerungen in ihrer Heimat erzählen. Dabei wurde auch beklagt, dass es immer wieder Heimbewohner gibt, die fast nur plattdeutsch sprechen oder mit zunehmender Demenz wieder verstärkt anfangen wie in ihrer Jugendzeit mit dem Plattdeutschen. Die Schüler und Schülerinnen könnten dann mit diesen Bewohnern kein Gespräch führen. Wir haben vereinbart, zwei Nachmittage in der Schule eine Kurzeinweisung ins Plattdeutsche zu machen. Der Plattdeutschbeauftragte des Landkreises hatte mir glücklicherweise erzählt, dass es kostenlose Hefte „Plattdeutsch in der Altenpflege“ zu Unterrichtszwecken gibt:

Ich habe zuerst einige plattdeutsche Sätze vorgelesen und sie dann von den Schülern und Schülerinnen nachsprechen lassen. Danach wurden von der Lehrerin Situationen vorgegeben und an einzelne Gruppen verteilt, wie z.B.
– Herr Peters wird ambulant gepflegt
– Herr Peters soll nach Kurzzeitpflege wieder nach Hause
– Morgenvisite im Heim
– Fragen nach der Befindlichkeit
Die Gruppen bekamen Zeit, aus dem Heft passende Sätze für ein Gespräch herauszuschreiben und dann mit mir sich zu unterhalten. Es klappte recht gut, aber es müsste noch viel geübt werden.
Besteht bei Mitgliedern und Gästen Interesse an einer plattdeutschen Klönrunde? Früher gab es so etwas schon einmal im Heimatverein. Wenn ja, bitte melden.

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