Olympia-Schau soll persönlicher werden

INDUSTRIEGESCHICHTE – Ausstellung zu Olympia-Werken wieder geöffnet – Olympianer im Mittelpunkt

Leiten die Ausstellung zur Geschichte der Olympia-Werke auf dem TCN-Gelände in Roffhausen:

Hans-Jürgen Mrotzek und Regina Rüdebusch

Hans-Jürgen Mrotzek und Regina Rüdebusch

Die Ausstellung auf dem TCN-Gelände will den Einfluss von OLYMPIA auf die Region stärker herausstellen. Dafür werden Zeitzeugen gesucht.

Roffhausen – Ein halbes Jahr nach Eröffnung der Ausstellung zur Geschichte der Olympia-Werke in Roffhausen wollen Regina Rüdebusch und der neue Leiter Hans-Jürgen Mrotzek den Schwerpunkt von den Büromaschinen mehr zu den Olympianern verlagern: „Die Ausstellung soll persönlicher werden“, sagt Regina Rüdebusch, die die Ausstellung mit Alfred Amman vom Heimatverein Schortens maßgeblich mit aufgebaut und konzipiert hat.

„Wir wollen noch mehr Geschichten hinter der Geschichte von Olympia erzählen und den Bezug zur Bevölkerung und den Einfluss von Olympia auf die Region herausarbeiten“, so Rüdebusch.

So haben bereits einige ehemalige Olympianer für die Dauerausstellung Bilder und sogar ganze Fotoalben aus ihrem privaten Fundus zur Verfügung gestellt. Die Bilder zeigen u. a eine Olympia-Lehrlingsfahrt von 1958, Betriebsfeste und geben auch Einblick in den Arbeitsalltag.

Nach wie vor gibt es in dem Ausstellungsraum im Gebäude 7 auf dem TCN-Gelände etliche Büromaschinen mit dem orangefarbenen Firmenlogo zu sehen. Zu den in Regalen und Vitrinen gezeigten Exponaten zählen dank großzügiger Spenden und Leihgaben aber auch „Olympia“-Werbegeschenke, Text- und Bilddokumente vom Arbeitsalltag bei Olympia und sogar das gusseiserne Firmenschild vom Werkstor.

Die Ausstellung bildet nicht nur die Epoche ab 1945, als in Roffhausen in ehemaligen Kasernenanlagen die Olympia-Werke aufgebaut wurden, bis zum Niedergang Anfang der 1990er Jahre ab. Die Sammlung befasst sich auch mit der „Olympia Vor-Geschichte” ab 1902 in Erfurt und Berlin. Ältestes Exponat ist eine Zeigerschreibmaschine „AEG Mignon” von 1903.

Nach längerer Unterbrechung ist die Olympia-Ausstellung ab sofort auch wieder jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Darüber hinaus können Termine für eine Führung auch unter der Telefonnummer 04461/74 56 876 vereinbart werden.

Für die Olympia-Ausstellung wie auch für eine Forschungsarbeit sucht Regina Rüdebusch zudem Frauen, die in den 1950er und 1960er Jahren bei Olympia gearbeitet haben und über die Zeit berichten wollen: Infos dazu erteilt sie unter Tel. 04451/ 2108.

Quelle des Bildes und des Textes

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