naturkundlicher Vortrag am 23.05.2019 durch Holger Freund

Thema: Kartoffelrose und Nadelkraut – Botanische Neubürger auf den Ostfriesischen Inseln – Gefahr oder Bereicherung

Holger Freund;  Carl von Ossietzky Universität Oldenburg; Institut für Chemie und Biologie des Meeres, AG Geoökologie, Schleusenstr. 1, 26382 Wilhelmshaven

Der globale Handels- und Reiseverkehr erleichtert es immer mehr Pflanzenarten, neue Lebensräume zu erschließen. Viele dieser so genannten Neophyten sind harmlos, richten keine Schäden an und fügen sich problemlos in die bestehende Umwelt ein. Verdrängen diese Arten einheimische Arten oder verändern sie die Lebensräume, so dass andere Arten beeinträchtigt werden, werden sie als invasiv bezeichnet.

Als stark angepasste Arten der Lebensräume Strand, Düne oder Salzwiese sind die Pflanzen der Ostfriesischen Inseln möglicherweise besonders gefährdet von solchen Lebensraumveränderungen bis hin zum völligen Lebensraumverlust. Das Vorkommen invasiver Neophyten ist dort seit den 2000er Jahren bekannt und dokumentiert. Im Zuge des Klimawandels könnten bereits eingewanderte bzw. einwandernde Arten in Zukunft womöglich noch verstärkt von veränderten Temperaturen und Niederschlägen profitieren und neue Lebensräume erobern. An ausgewählten Beispielen sollen zunächst natürliche Sukzession und Florenveränderungen generell aufgezeigt und beleuchtet werden, um dann auf konkrete Verbreitungsbeispiele und Geschichten einzelner Neubürger auf den Ostfriesischen  Inseln einzugehen.

Kartoffelrose in den Weißdünen auf Wangerooge
Schmalblättriges Greiskraut, ein botanischer Neubürger aus Südafrika (Foto M. Prinz)
Das Kaktusmoos, ein neues Moos aus der Südhemisphäre (Foto M. Prinz)

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