Es war einmal… die Olympia-Werke

Autorin: Vera Preiss

Wolfsburg hat VW, Leverkusen die Bayer-Werke und Wilhelmshaven und Friesland hatten die Olympia-Werke. Zu Spitzenzeiten haben 13.000 Menschen in dem Büromaschinen-Werk in Roffhausen gearbeitet. 46 Jahre liefen dort Schreibmaschinen, Diktier-, Kopier- und Rechengeräte vom Band. Heute steht auf dem alten Gelände das Technologie Centrum Nordwest. Seit 2008 gibt es dort auch ein kleines Museum über die Olympia Werke. Vera Preiss ist vor Ort mit einem waschechten Olympianer in ein Stück Regionalgeschichte eingetaucht.

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Peter Homfeldt arbeitete 36 Jahre in den Olympia Werken in Roffhausen. Heute betreut er die Olympia Ausstellung des Heimatvereins Schortens. Wenn Sie gern einmal das kleine Museum auf dem TCN-Gelände besuchen möchten, dann können Sie sich bei Peter Homfeldt melden. Nähere Informationen finden Sie hier.

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Die letzten Glöckner von Schortens

Autor: Oliver Braun, Quelle, abgerufen am 10.10.2017

Das Glockenläuten von Hand folgt einem festen Ritual. In der St.-Stephanus-Kirche pflegen fünf Männer diesen Brauch.

Mit geschlossenen Augen und Gehörschutz steht Johannes Peters vor der großen Nordglocke oben im zugigen Turm der Kirche St. Stephanus in Schortens. (Kreis Friesland). Geradezu andächtig zieht und schlägt er in einem festen Rhythmus den 85 Kilogramm schweren Klöppel an das Metall. Und es scheint, als würden sich die Schwingungen der tonnenschweren Glocke direkt auf ihn übertragen.

Das Glockengeläut der Kirche hat wahrlich etwas Meditatives. Majestätisches. Und Himmlisches. Ganz besonders in der Heiligen Nacht, wenn das Geläut mit reiner Muskelkraft erklingt. Und an diesem Ort, wo man dem Himmel ein kleines Stückchen näher ist.

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Heiliger Bim Bam: Johannes Peters schlägt die große Südglocke von St. Stephanus mit Muskelkraft an. Der Klöppel wiegt 85 Kilogramm.

Bild: Oliver Braun

Werner Menke „Piet Hein und die Mühle in Heidmühle“

Der 1577 in Delfshaven (Rotterdamm) geborene und 1629 in einem Seegefecht bei Ostende tödlich verwundete Admiral Piet Heyn (Schreibweise auch: Hein) ist noch heute als Seeheld in Holland sehr populär, versetzte er doch als Freibeuter in der Zeit der Auseinandersetzungen zwischen den nach Unabhängigkeit strebenden Niederlanden und den Spaniern den Spaniern einige empfindliche Niederlagen.
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Sein größter Erfolg war die Kaperung der spanischen Silberflotte im September 1628 an der Küste von Kuba, bei der er eine unermesslich große Beute machte.


Bilder von Jürgen Niemann

Doch was hat der holländische Admiral mit unserer Region zu tun? Ruft man in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia den Begriff ‚Schortens‘ auf, so erscheint neben anderen Einträgen ein umfangreiches Porträt der friesischen Stadt und darin wird unter der Rubrik „Persönlichkeiten, die mit der Stadt verbunden sind“ auch Piet Pieterszoon Heyn (1577–1629) genannt, ein „niederländischer Freibeuter, der Müllersgehilfe in Heidmühle“ war. „Werner Menke „Piet Hein und die Mühle in Heidmühle““ weiterlesen